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Pintschers "Reflections on Narcissus" with the Cleveland Orchestra at Severance Hall
"Patience, as in life, is a virtue in music appreciation. Dismiss a work or performance too quickly and you're very likely to miss the point completely. The temptation to tune out was high at Severance Hall Thursday, when the Cleveland Orchestra and cellist Alban Gerhardt gave the U.S. premiere of Matthias Pintscher's "Reflections on Narcissus." But those who stuck with the thorny, 35-minute piece probably found themselves seduced in the end, won over by the work in its totality. Although the score, completed in 2005, is often raucous and noisy, the performance Thursday under Pintscher himself wasn't so much hard on the ears as slippery, offering precious little to grasp. Mostly, like the watery mirror in the myth on which it's based, the music came as a stream of enticing but quickly-vanishing effects and colors...This was one of those scores best enjoyed live. Like the fabled image of Narcissus, Gerhardt was impossible to resist. Between eerie sighs, howling screeches, and agitated sprints, the cellist, performing from memory, made for a spellbinding protagonist. Matching his steely intensity in several head-to-head bouts was principal cellist Mark Kosower. "Reflections" may not have been easy to love, but the experience in sum made submitting to its acrid embrace more than worth the effort..."
Zachary Lewis, The Plain Dealer, Nov 5, 2010
 
Elgar Concerto with London Philharmonic under David Zinman in London's Royal Festival Hall
"...A similar act of resuscitation, and removal of accretions, informed Elgar’s Cello Concerto, Alban Gerhardt rather than Truls Mørk striding-on to play it. Plain-speaking, flowing, unsentimental, Gerhardt proved that the secret with this nostalgic and melancholic work is to play it simply, not mess around and distend it to distraction; his intonation was virtually infallible and he was easeful in stretching to those wide-interval high notes. A shame about the constancy of some indiscriminate coughing that was an aural pockmark, but interpretatively here was gravity and poignancy (with mercurialness in the scherzo) without it being imposed or signposted, a performance without baggage, to which David Zinman and the LPO were the perfect and most-considerate collaborators. Gerhardt offered a Bach Suite movement as an encore, fantasy and formula in tandem, Gerhardt’s immediate creativity suggesting the ink of the musical notation as still being wet."
Colin Anderson, www.classicalsource.com, October 15, 2010
 
Dvorak Concerto with teh Winnipeg Symphony under Alexander Mickelthwate
Cellist allows emotion to flow Playing passionate, technique impressive

"...Gerhardt opened with wildly extroverted determination, full out, giving his Matteo Gofriller cello a vigorous workout. His slightly raw, devil-may-care approach lent a visceral excitement to his playing. He was entirely riveting, and when the orchestra returned in all its glory, the effect was thrilling. Although Gerhardt's tone was not always at its purest, the passion and energy, coupled with his impressive technique, more than made up for this. This work is in his bloodstream.
He made his instrument cry in the mournful second movement. Kudos go to the woodwinds for their many moving interludes. As the work became more tumultuous, Gerhardt's yearning, voluptuously phrased passages tugged on the heartstrings. If you didn't love the cello before you attended the concert, you did after experiencing this performance. The upright third movement jolted to life under Mickelthwate's baton, Dvorak's signature folk influence unmistakable. In their zeal, the violin section squealed occasionally, but Gerhardt had fun with the recurring theme, offering it with varying expression and intensity, but always with intense emotion. Playing with deep vibrato, he held our attention with each note. Orchestra and soloist were well matched and the dramatic brass bellows at the end brought the audience to their feet..."
Gwenda Nemerofsky, Winnipeg Free Press, October 9, 2010
 
All Bachsuites in Berlin's Radialsystem
"Experiment und Beglückung: Alban Gerhardt spielt im Berliner Radialsystem alle sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach.
Das hätte sich Pablo Casals nicht träumen lassen, als er sich vor 120 Jahren erstmals durch die obskuren Noten aus einem Antiquariat in Barcelona fingerte. Dass diesen Cellosolostücken von Bach, die kaum jemand kannte, das Publikum einmal buchstäblich zu Füßen liegen würde. Hingestreckt auf Matten, träumend, sinnend, meditierend, auf Höckerchen kauernd umgeben die Hörer den Cellisten Alban Gerhardt, der die Kronjuwelen seiner Zunft alle an einem Abend spielt. Im Radialsystem ist der Andrang zum „Bach-Marathon“ so groß, dass einige hundert Besucher dieser Lounge dann doch ganz klassisch auf Stuhlreihen Platz nehmen müssen, den „Hühnerleitern“, wie Gerhardt sie amüsiert nennt. Aber dennoch ist alles ganz anders als sonst. Inmitten der Hühnerleitern beginnt er, sparsam angeleuchtet, völlig entspannt und konzentriert, mit dem G-Dur-Präludium, er spielt die Stücke in der originalen Reihenfolge.
Und das ist, wie man erleben wird, genau die richtige. Ein Weg von sommerlicher Weite bis ins funkelnde Hochland der letzten Suite, durch Melancholien, Rasereien, Experimente in Stil und Material. Für den Solisten auch ein Weg durch den Saal, einmal bis unters Dach, wo er, bläulich beleuchtet, die c-Moll-Suite spielt, auswendig wie alles. Selten mal reißt der Gedächtnisfaden, damit geht Gerhardt souverän um, er bleibt konzentriert, und man ist auch nicht gekommen, um eine zirsensische Leistung zu bestaunen, sondern – ja, warum eigentlich? Wer tut sich das an, diese zwar berühmten und bewunderten, aber auch sperrigen, intellektuell anspruchsvollen Stücke als komplettes Sixpack zu hören, einen ganzen Abend nur mit den vier Saiten C, G, D und A? Ist es die enzyklopädische Sehnsucht, in einer zerpixelten, zerfallenden Welt etwas zeitlos Bedeutendes vollständig zu erleben?
Ist es der Cellist selbst, internationale Größe und handfest unprätentiöser Berliner in einer Person, dem man abnimmt, dass er nicht einfach ein Event in eine Marktlücke setzen, sondern Neues über die Musik herausfinden will? Die Leute hier sind keine notorischen Konzertgänger, eher die Sorte Kulturmenschen, die man mit fester Bestuhlung und Schnupperabos abschreckt. Nein, man weiß nicht, was einen erwartet, und genau das ist es. Deswegen wird der Weg durch den Cellokosmos so unglaublich kurzweilig und konzentriert zugleich. Die französischen Tänze von 1700, Bachs Formvorlagen, entfalten ihre kommunikative Lebendigkeit, als wären sie nie aus der Mode gekommen. Allemande, Courante, Sarabande … Der wechselnde Drive in festem Ritual hält Bachs extreme Perspektiven zusammen, jene Horizonte, die er in den formal freien Präludien aufreißt.
Besonders nahe kommt ihm Gerhardt da, wo Bach besonders persönlich wird, in der Es-Dur-Suite die Ausdruckswut seiner Weimarer Zeit an den Köthener Hof exportiert und die Harmonik bis in Götterdämmerungszonen erweitert. Mitunter schimmert durchs Präludium eine Arie, Basso continuo, Oboe, Gesang; das Cello teilt sich in drei, und Gerhardt verschärft die rhythmischen Kontraste, die irren Rotationen, die szenischen Ebenen. Die es zwar auch in den anderen Suiten gibt, dort aber so diszipliniert, so abstrahiert, dass der Cellist sie nicht auseinandernehmen mag, allenfalls mal für eine Wiederholung ins Staccato wechselt.
Ein paar mehr Freiheiten dürfte er sich schon nehmen, vor allem beim Verzieren. Dafür ist er beim Phrasieren – es gibt keine Vorschrift, welche Töne zu binden oder abzusetzen sind – ganz unbefangen, inkonsequent, um nicht zu sagen unbarock. Aber nur, wenn man hinsieht. Was man hört, überzeugt durch die Klarheit, die nur in Kenntnis der Architektur enstehen kann.
Darum hört man auch, als Alban Gerhardt bis unters Dach geklettert ist, die Fuge so deutlich wie selten, die Bach durch sein c-Moll-Präludium schimmern lässt wie Palastmauern durch Weinblätter. Man hört ohnehin anders als sonst, durch Lounge-Lässigkeit und gelegentlich umkippende Gläser keineswegs abgelenkt, sondern vom Anschnallzwang des musikalischen Frontalunterrichts befreit. Als Gerhardt dann herniedersteigt fürs Finale, geht es wirklich hoch hinaus. Diese D-Dur-Suite führt auf eine neue Ebene, sie fasst alles Vorige in verdichteter Struktur wie schwebend zusammen. Ein Überfliegerstück, das der 40-Jährige mit atemberaubender Sicherheit und Takt für Takt neugierig machender Sensibilität spielt, mit rundem, reichem, reifem, griffigem Ton, der nicht einfach schön ist, sondern etwas deutlich werden lässt.
„Mal sehen, ob ich das überlebe“, hat er vor dem Stück gesagt. Für ihn selbst scheinen hier die Erlebnisse des Abends zusammenzufließen. Ein Abend, der Zukunft hat, mitsamt Liveübertragung ins Freie und Grillwürstchen auf der Spreeterrasse. Nicht nur die hätten Bach, dem Thüringer, gefallen.
Volker Hagedorn, Tagesspiegel, 26. Juli 2010
 
"Bach-Marathon: Überlebenstraining mit Alban Gerhardt
Für Cellisten sind sie das Höchste: die um 1720 in Köthen entstandenen sechs Cellosuiten Johann Sebastian Bachs. Pablo Casals spielte tagtäglich einen oder mehrere Sätze daraus, für Rostropowitsch waren sie identisch mit dem Leben. Die ersten vier Suiten wurden sogar populär, es sind vergleichsweise leicht verständliche Tanzstücke. Besondere Herausforderungen stellen hingegen die fünfte und sechste Suite dar. Man war gespannt, wie sich Alban Gerhardt mit diesen einst als unspielbar geltenden Werken schlagen würde. In seiner launigen Ansage formulierte er die Hoffnung, am Ende die mörderische D-Dur-Suite wenigstens zu überleben. Es gelang ihm auch. Und weitaus mehr als das. Zweieinviertel Stunden auswendig spielend, schlug er die Besucher mit Strenge und Leichtigkeit in seinen Bann - obwohl die Umstände nicht sehr günstig waren. Im luftdicht abgeschotteten und extrem abgedunkelten Radialsystem V, gefüllt bis auf den letzten Platz, wurde Gerhardt zum Opfer der Beleuchtungsdesigner. Die Scheinwerfer veränderten das Licht nicht nur von Stück zu Stück, sondern ließen den Solisten auch innerhalb der einzelnen Sätze mal rötlich erstrahlen, mal in nächtlichem Schwarz versinken. Auch hatte er jede Suite auf einem anderen Podest zu spielen, und die zeichneten sich nicht durch erhöhte Bodenhaftung aus: der Stachel rutschte mehrmals weg, so dass Gerhardt, ein Freund humoristischer Improvisationen, sein Instrument fast liegend spielte und in Armhaltung, als handelte es sich um jene legendäre, angeblich von Bach erfundene Viola pomposa.
Die war in der sechsten Suite dann tatsächlich zu hören, nur dass die fünfsaitige Viola pomposa (oder besser: Violoncello piccolo) auf einem viersaitigen Cello imitierte wurde. Das Prélude dieser fast halbstündigen, anspruchvollsten Suite gestaltete Gerhardt mit äußerst flexiblem Rhythmus und geradezu schamanischer Intensität. So wurde deutlich, warum Bachs Musik, hervorgegangen aus der engen, kleingeistigen Welt des Pietismus, zu einer Art universeller Folklore werden konnte."
Volker Tarnow, Morgenpost, 28.Juli 2010
 

Ein Bach-Marathon war im Berliner Radialsystem angekündigt. Dahinter stand zunächst wenig mehr als die Komplettaufführung der sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach durch Alban Gerhardt. Dennoch war es kein normales Konzert: Die üblichen Sitzreihen waren eingerichtet; dazwischen waren jedoch auch Sitzkissen ausgelegt; die ganze Bühne war mit weiteren Stühlen, Kissen und Sitzquadern gefüllt. Es erinnerte ein wenig an eine Festwiese, nur eben dass es in einer geschlossenen Halle stattfand. Zu Beginn merkte Alban Gerhardt an, dass er gerne noch für etwas mehr Lounge-Atmosphäre gesorgt hätte. Dies jedoch benötigt Platz, und den hatte man ganz einfach nicht zur Verfügung; dafür war die Nachfrage einfach zu groß. Vor dem Radialsystem standen Menschen mit "Suche Karte"-Schildern, und an der Abendkasse wurde eine Warteliste geführt. Für seinen Konzertvortrag hatte sich Alban Gerhardt noch zwei Besonderheiten ausgedacht: Zum einen wechselte er die Plätze. Mal spielte er frontal zum Publikum an der Rückwand, dann wieder am linken Rand der Bühne und sogar mitten in den Zuschauerreihen. Wer also einen vorderen Platz ergattert hatte, bekam die Musik von hinten zu hören. Zum anderen sollte unterschiedliche Beleuchtung den jeweiligen Charakter jeder Suite zu unterstreichen. Bei Suiten mit eher festlichem, repräsentativem Charakter gab es helles Licht von den Deckenleuchtern. In der d-Moll-Suite wurde es immer dunkler, je melancholischer sich die Musik gab; die c-Moll-Suite mit ihrer extrem düsteren, schwermütigen Klangfarbe spielte Alban Gerhardt hinter einem schwarzen Vorhang, so dass man in der vollständig abgedunkelten Halle nichts sah, nur hörte. Wer in der Vorankündigung von diesen wechselnden "Settings" und Lichtstimmungen gelesen hatte, konnte skeptisch sein, ob Bachs Musik diese Zusätze überhaupt nötig hat. Dies erwies sich jedoch in diesem Fall als glücklich. Zum einen ging man damit sehr dezent um – knallig bunte Lichtspiele blieben dem Publikum erspart. Zum anderen wurde dadurch noch einmal unterstrichen, worum es sich bei diesen sechs Solosuiten handelt: um Musik! Lange Zeit galten sie lediglich als Übungsstücke. Es steckt eben alles drin, was ein Cellist technisch können muss. Zu oft jedoch wurde und wird übersehen, dass diese Musik eine starke emotionale Seite besitzt. Jede Suite ist wie eine Reise in ein anderes Land mit seinen unterschiedlichen Eigentümlichkeiten, jede hat einen anderen Grundcharakter, der in allen seinen Facetten ausgeleuchtet wird. Bach, und das wurde dadurch noch einmal deutlich, ist eben nicht nur der strenge Kontrapunktmeister. Keine abstrakte Musik also, sondern ein Kosmos von höchster Sinnlichkeit. Nicht überraschend war, dass sich Alban Gerhardt technisch auf höchstem Niveau bewegte. Einen souveränen Umgang mit Bach kann man von einem Cellisten seiner Klasse erwarten. Dennoch musste es beeindrucken, mit welcher Leichtigkeit er die Schwierigkeiten meisterte, besonders in der D-Dur-Suite mit ihrer Mehrstimmigkeit und der heiklen hohen Lage. Vor allem aber zelebrierte er die erwähnte sinnliche Komponente dieser Musik vom ersten Ton an. Gerhardt betrachtete sie als eine persönliche Angelegenheit. Er näherte sich ihr mit Respekt, vor allem aber mit Wärme, Leidenschaft, sogar Liebe. Es entstand echte Ausdrucksmusik; jede Phrase ein Teil einer Botschaft; er erzählte richtige kleine Geschichten. Das Cello ist ohnehin das Instrument, das der menschlichen Stimme am nächsten kommt, und tatsächlich meinte man Alban Gerhardt mitunter singen zu hören, so verwachsen schien er mit seinem Instrument. Dieser knapp dreistündige Bach-Marathon war ein voller Erfolg: Alban Gerhardt hat wieder einmal bewiesen, dass er einer der besten Cellisten unserer Tage ist. Vor allem aber war der Abend ein wunderbares Plädoyer für Bachs Musik; Gerhardt hat diesen großen Werken sicher viele neue Freunde gewonnen – etwas Besseres kann sicher kaum passieren.

Andreas Göbel, kulturradio, 25.Juli 2010
 
Rococo Variations at Grant Park with Hans Graf
Cellist Gerhardt sparks Russian program at Grant Park

"The Russian steppes seemed even further away than usual on a humid Wednesday night in Millennium Park. Yet with Grant Park Music Festival favorite Alban Gerhardt sparking the evening’s Russian program, the lively music-making largely dispelled any sense of enervation. Wednesday’s lineup under conductor Hans Graf managed to avoid the usual Russian programming suspects, with Tchaikovsky’s Variations on a Rococo Theme the evening’s centerpiece with Gerhardt as solo protagonist. Tchaikovsky never wrote a cello concerto, to the dismay of lower-string instrumentalists everywhere, but his graceful 18-minute set of variations for cello and orchestra does nicely. The lightish divertissement is especially well suited to summer al fresco music-making, and Gerhardt’s easy bravura proved well-suited to the task. With his extraordinary Gofriller instrument, Gerhardt brought out the lyricism of the variations expressively, tempered with a refinement—even in the cadenza—that kept the music within neo-Classical parameters. Yet the final virtuosic burst went like the wind with Graf and the orchestra gamely keeping pace with the unbridled tempo of their soloist. [...]"

Lawrence A. Johnson, Chicago Classical Review, 15 July 2010
 
Prokofievs Cellosymphony with Munich Philharmonic and E.Gulberg Jensen
"...Doch gilt es für jeden Spieler, seinen Zugang zu finden, die technischen und geistigen Fähigkeiten vorausgesetzt. Noch etwas ist nämlich schwer, die drei Sätze nicht in mehr oder weniger interessante Episoden zerfallen zu lassen. Alban Gerhardt, einer der weltbesten Cellisten, bewies in der Philharmonie, wie Intelligenz, Tonschönheit, Attacke und gedankliche Freiheit zu einer eigenständigen, souveränen Darbietung führen. Dazu gehört unbedingt ein waches Orchester, als das sich die Münchner Philharmoniker unter dem attraktiven, vor Energie federnden Norweger Eivind Gullberg Jensen erwiesen. So entstand ein musikalischer Roman, 'erzählend' von Bitternis, Schwermut und harten Kämpfen, erfüllt von tiefer Introvertiertheit und grotesken Ausfällen - eine Leistung, die zu Recht Ovationen für alle hervorrief. Gerhardt dankte mit einem virtuos-kauzigen Moderato von Rostropowitsch…."
Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 5.Juli 2010
 
"Prokofjews Cellokonzert op. 125 ist ein zutiefst dialektisches Stück. Man kann es sehen als Auseinandersetzung zweier Prinzipien: die Mechanik der Tonleitern und Uhrwerk-Rhythmen gegen das beseelte Singen. Zahlloses gäbe es zu loben an der Interpretation durch den Solisten Alban Gerhardt: die geschmeidige Schärfe des Tons, die kontrollierte Verve des Einsatzes, die Virtuosität und die Beredtheit der Kadenz. Das grundsätzlich Großartige aber war, wie weder er noch das Orchester das Werk groteske Grimassen schneiden ließen, sondern sie die geistige Spannkraft hatten, das ständige Für und Wider in aller Komplexität und Logik nachzuvollziehen."
Thomas Willmann, Münchner Merkur, 6.Juli 2010
 
Tom und Jerry-Spiel im WM-Siegesrausch
"80 schwerst bewaffnete Orchestermusiker verfolgen in Sergej Prokofjews 'Sinfonia concertante' einen einsamen Solisten. Allen Beteiligten, die Hörer eingeschlossen, werden nur wenige Momente lyrischen Verschnaufens gegönnt. Es geht zu wie bei Tom & Jerry: Am Ende dreht das einsame Solo seinen Feinden doch noch eine Nase.
Der autobiografische Hintergrund dieses im finstersten Spät-Stalinismus entstandenen Stücks ist mit den Händen zu greifen. Dem Interpreten hilft dieses Wissen nicht: Der Cellist muss immer mit voller Kraft voraus, was nur wenige schaffen. Der gebürtige Berliner Alban Gerhardt meisterte diesen Kraftakt, soweit es in der Philharmonie überhaupt möglich ist, mit emphatischem Ausdruck und technisch souverän über das Orchester zu triumphieren.
Der deutsche Sieg über Argentinien habe ihn mitgerissen, verriet Gerhard in der Matinee am Sonntag, ehe er noch eine Salon-Petitesse des Cellisten Mstislaw Rostropowitsch zugab, der Prokofjew bei der Umarbeitung dieses Konzerts beriet und 1954 die Uraufführung spielte. [...]"
Robert Braunmüller, Münchner Abendzeitung, 7. Juli 2010
 
"...Im Team mit dem großartigen Alban Gerhardt brachte Gullberg Jensen die Philharmoniker in Prokofjews Symphonischem Konzert für Cello und Orchester op. 125 immerhin dazu, ihre Kultiviertheit zeitweise aufzugeben und das Geräuschhafte, Spröde der Tonerzeugung auch einmal zuzulassen. Gerhardt spielte dieses von Prokofjew in enger Zusammenarbeit mit Mstislaw Rostropowitsch erarbeitete Konzert mit seinen symphonischen Ausmaßen und fast unzumutbaren technischen Anforderungen mit souveräner Übersicht: die rasenden Sechzehntelketten, die vollstimmigen Doppelgriffe, das Hinaufschrauben in höchste, eigentlich der Violine vorbehaltene Tonhöhen: Gerhardt hexte es hin, als wäre es nichts. Und wo manche Cellisten sich in verlangsamte Tempi flüchten, um das Vertrackte ein wenig erträglicher zu machen, stürmte er unbeeindruckt voran in einer Geschwindigkeit, wie man sie auch aus Rostropowitschs Aufnahmen kennt. Grandios realisierte er damit die für Prokofjew so bezeichnende Mischung aus groteskem Scherz und lyrischer Sehnsucht, die dieses Konzert zu einem der ganz großen in der Celloliteratur machen. Ovationen."
Markus Schäfert, klassikinfo.de, 5.Juli 2010
 
Schuberquintett mit Philharmonia Quartett in Bad Kissingen
"Spannende Ereignisse auf der C-Saite - Alban Gerhardt und das Philharmonia Quartett beim Kissinger Sommer
Es ist kammermusikalischer Brauch, dass namhafte Quartette gern berühmte Cellisten bitten, mit ihnen das Schubert-Streichquintett zu spielen. Und es ist Brauch, dass der Gast, mag er noch so berühmt sein, das zweite Cello spielt, die Stimme also, die als weit weniger attraktiv gilt: Während das erste Cello nahezu pausenlos in Kantilenen schwelgt, macht das zweite den Motor auf der C-Saite.
Dass diese Stimme möglicherweise die weit wichtigere ist, ist man seit Alban Gerhardts Gastspiel mit dem Philharmonia Quartett beim Kissinger Sommer geneigt zu glauben. Dabei spielt sich Gerhardt nicht unbedingt in den Vordergrund. Er bringt nur die Priese Pfeffer mit, die bis dahin fehlt...Und dann kommt Alban Gerhardt, der schon mit seiner Körpersprache für mehr Spannung sorgt. Die C-Saite lässt er mal an der Grenze um Geräusch röhren, mal satt und rund ausschwingen. Und für die Galerie jagt er schon mal einen Lauf über drei Oktaven komplett die Saite hinauf. Und plötzlich finden Ereignisse statt: Der Choral im zweiten Satz ist zutiefst andächtiger Gesang, das Andante sostenuto im Trio bannende Studie über das unerbittliche Verstreichen der (Lebens-)Zeit."
Mathias Wiedemann, Mainpost, 30.Juni 2010
 
Dutilleux-Konzert mit DSO Berlin und I.Metzmacher
"Klarheit und ausgezeichnete Klangbalance herrschten auch in Dutilleux' Cellokonzert "Tout un monde lontain". Alban Gerhardt gestaltete den mörderisch schweren Solopart mit Finesse und Passion, die Streicher erfanden dazu ein geheimnisvoll leuchtendes Paralleluniversum.“
Volker Tarnow, Morgenpost, 16. Juni 2010
 
Das Orchester ist in Topform, es übersetzt die federnde Eleganz seines Chefs in luzides, herzenswarmes, farbengesättigtes Timbre. Und bei aller Weichheit im Ansatz legen die Musiker doch französische Clarté an den Tag, auch bei Henri Dutilleux’ Cellokonzert Tout un monde lointain mit seinen entrückten Slowmotion-Passagen, den dialogischen Gegenläufigkeiten und Endlosschleifen – und mit Alban Gerhardts passioniertem Cello.“
Christiane Peitz, Zeit, 16.Juni 2010
 
Schumannkonzert in Leverkusen unter Rainer Koch
"...Herzstück des Abends war das Violoncellokonzert in a-Moll, op.129, mit Impetus und Intensität gespielt von Alban Gerhardt...Rostropowitsch kann nicht mehr gefragt werden, wie er heute zu Schumann steht, er starb 2007. Alban Gerhardt indessen, der gefeierte Solist im Forum Leverkusen, brachte ihn auf Umwegen in Erinnerung: Er entlud als Zugabe ein „gar nicht moderates Moderato“ von Rostropowitsch, eine Jux-Tüte vom Zuschnitt des Flohwalzers. Aber selbst derlei hat eine Existenzberechtigung…."
Gerhard Bauer, Kölner Stadtanzeiger, 13. Juni 2010
 
Shostakovich No.1 with the Tonhalle Zürich Orchestra under David Afkham
"...Zwischen den beiden sinfonischen Eckpfeilern spielte Alban Gerhardt das erste Violoncellokonzert von Dmitri Schostakowitsch. Ungemein intensiv auch er, ein Sänger auf vier Saiten vor allem im kantablen Mittelsatz, der in einem fast erdenthobenen Dialog zwischen dem Flageolett des Soloinstruments und der Celesta gipfelte. Grosser Applaus auch für ihn."
Werner Pfister, Zürichsee-Zeitung; 31.Mai 2010
 
"...Beim ersten Cellokonzert von Schostakowitsch, dessen anspruchsvollen Solopart Alban Gerhardt eindrücklich meisterte, blieb das Orchester schon im heiklen zweiten Takt musikalisch unter seinem Niveau…"
Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung, 31.Mai 2010
 
Dvorak Concerto with the Philharmonia Orchestra and Esa-Pekka Salonen at Royal Festival Hall London
Gerhardt/Philharmonia/Salonen *****
"It's rare but refreshing to see a soloist from the first half of a concert sit among the audience for the second. Mitsuko Uchida makes a habit of it, as do some younger players. But what I'd never seen, until now, was a visiting soloist return to play among the ranks of the orchestra. Yet Alban Gerhardt, a German cellist in high demand, who had just delivered a ravishing performance of Dvorák's cello concerto, joined the Philharmonia as 11th cello for Sibelius's second symphony..."
Guy Dammann, The Guardian, May 26, 2010
 
Prokofiev Cellosymphony mit Wiener Sinfonikern unter Andrey Boreyko im Musikverein
"Unstillbarer Musik-Hunger
Da spielt einer das ausladende "Symphonische Konzert" für Violoncello und Orchester op. 125 von Sergej Prokofjew mit noblem, schlankem doch tragfähigem Ton, brillanter Technik, sicherer Intonation. Dem begeisterten Beifall des Publikums dankt er mit dem schwierigen, makellos musizierten Prélude aus Bachs Sechster Solosuite. Und nach der Pause verstärkt er noch am letzten Pult die Cellogruppe des Orchesters. O-Ton: "Wenn man mich mitspielen lässt, mach’ ich das gern." Undenkbar? Nein: Der 40-jährige Musiker aus Berlin mit dem offenbar unstillbaren Hunger nach Musik heißt Alban Gerhardt und hat vor seiner umfassenden Karriere zuletzt bei Boris Pergamenschikow studiert. Gerne würde man ihm in naher Zukunft auch hier wieder begegnen."
Gerhard Kramer, Wiener Zeitung, 18.Mai 2010
 
Schumann und Volkmann-Konzerte in Mainz mit C.Rückwardt
"...Überzeugender Cellist begeistert Publikum
Cellist Alban Gerhard begeisterte mit sonorem Ton und virtuos-freiem Atem...Das Schumann-Konzert wurde von Beginn an zum innigen Bild zarter Romantik mit sehnsuchtsvollen Kantilenen…."
Frank Wittmer, Allgemeine Zeitung, 28.April 2010
 
"Gerhardt führte ebenso leidenschaftlich wie bravourös durch diese Musik. (...) Auch in Schumanns a-Moll-Konzert beeindruckten beide Partner durch saubere Intonation, sensibles Zusammenspiel, intensiven Ausdruck und einen gut durchgehörten Spannungsbogen."
Andreas Hauff, Mainzer Rhein-Zeitung, 26. April 2010
 
Dvorak mit Orchestra National de France in Essen mit Kurt Masur
"...Ausgezeichnete Solisten begleiteten den Cellisten Alban Gerhardt, der die gewaltigen Ansprüche des h-Moll-Konzerts mühelos wie eine Fingerübung erscheinen ließ. Gerhardts schlanker, sämiger Ton versteckt sich nicht zaghaft, schäumt nicht narzisstisch auf. Lyrische Passion kontrastiert mit spielfreudiger Vehemenz, aber Gerhardt behält die Fassung, will die Musik selbst ihr gefühlvolles Potenzial entfalten lassen. Die Zugabe war ein „Moderato“ von Mstislav Rostropowitsch, unwirsch, mit brummigem Humor aber gespickt mit technischen Finessen. In Dvoáks Achter spielte Gerhardt im Orchester mit – eine Geste der Verehrung für Masur?…"
Werner Häußner, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 23.April 2010
 
Sinfonia Concertante with Houston Symphony and Hannu Lintu
"Cellist Gerhardt shines with Houston Symphony
The brilliant young German cellist Alban Gerhardt dazzled the Jones Hall audience Thursday night with his virtuosic rendition of Prokofiev's demanding Sinfonia Concertante for Cello and Orchestra. In the cellist's subscription concert debut with the Houston Symphony, under the incisive command of Finnish maestro Hannu Lintu, soloist and orchestra achieved a genuinely responsive rapport, the consistent polish and precision of the orchestra's work enhancing Gerhardt's extravagant display...
Gerhardt owned the work from his first entrance in the opening andante movement, playing with fervor and intensity. Vigorous in driving passages, soulful in darkly lyrical vein, he made his deftly shaped lines sing with deep, rich timbre. The frequent sidewise glances at Lintu and concertmaster Eric Halen underscored the performance's collaborative spirit. Lintu's conducting brought out the dramatic qualities and complex textures of the restless, somewhat brooding score. The solo role is at its most devilishly difficult in the central movement, a frequently feverish scherzo. Gerhardt met the challenges with aplomb, his dexterity and fleetness impressive as the sensitivity and passion of his playing, particularly in his extended cadenza. The final movement, with its anthemic theme followed by a dozen inventive and colorfully orchestrated variations, proved a fitting showcase for Gerhardt and the orchestra, alternately showcasing various sections and instruments."
Everett Evans, March 19, 2010, Houston Chronicle
 
Haydn C Major with Festival Strings Lucerne in Lörrach (Armin Fiedler)
".. für Josef Weigl .... komponiert und auf dessen spielerische Bravour zugeschnitten. Und über die verfügt auch der in Berlin geborene und dort lebende Alban Gerhardt, gepaart mit eben der wachen Musikalität, die für Haydn selbstverständlich war, und ohne die sein Cellokonzert ins bloß Virtuose kippt. Am Freitag ergänzten sich Solist und Orchester stilistisch bestens... Alban Gerhardt bedankte sich für den Beifall mit dem Prelude aus der D-Dur Suite von Bach, das er zügig im Tempo und mit differenzierender Agogik spielte.
Badische Zeitung, 15.März2010
 
Boccherini-Konzerte mit Orchester des Hessischen Rundfunks in Giessen und Frankfurt unter Markus Stenz
"...Alban Gerhardt und die HR-Sinfoniker unter Markus Stenz glänzten mit Boccherini und Schumann im HR-Sendesaal. - Mitunter blitzt sein heiter-jungenhafter Charme auf, den sich Alban Gerhardt mit seinen inzwischen 40 Lebensjahren bewahrt hat. Als Solist zweier Cellokonzerte (G-Dur und Es-Dur) Luigi Boccherinis legte er das ganze Gewicht und die Seriosität seines überragenden Könnens in die Waagschale. Schwerelos elegant, mit Noblesse und stupend makelloser Bogenführung zauberte er klangliche Kostbarkeiten aus dem Notentext. Exquisit ergänzten sich Solist und die von Markus Stenz sensibel anschmiegsam geführten HR-Sinfoniker einander."
Bol, Frankfurter Neue Presse, 21.Dez. 2009
 
Nicht weniger sorgfältig interpretierte der Berliner Alban Gerhardt zwei Konzerte für Violoncello und Orchester des Frühklassikers Luigi Boccherini. Allzu viele Überraschungen boten die melodisch eingängigen, gemäßigt virtuosen Werke nicht; abgesehen vom abrupt abreißenden Schluss des Konzerts G-Dur G 480. Boccherinis Schönklang-Ideal unterstrich Gerhardt mit warmem, kantablem, nie scharfem Ton, die hr-Sinfoniker begleiteten unaufdringlich. Dank Gerhardts Zugabe, dem zweiten Satz aus György Ligetis Solo-Sonate, war sogar die Moderne vertreten..,Ein programmatisch gemischtes, spannendes Konzert!
Axel Zibulski, Offenbach Post, 21.12.2009
 
"Radikal im Hinblick auf Virtuosität, Expressivität und technische Kniffligkeiten war auch Luigi Boccherini, wenn er für sein Instrument – das Violoncello – komponierte. Sangliche Themen in höchster Höhe mit scheinbarer Leichtigkeit zu entfalten und dabei noch Triolen rhythmisch exakt zu intonieren ist eine Spezialität, bei der viele Cellisten heute eher abwinken. Nicht so Alban Gerhardt, der sich im Sendesaal der Mühe unterzog, gleich zwei der mindestens zwölf Gattungsbeiträge Boccherinis zu entfalten. Der Ergebnis ließ immer wieder staunen – nicht, dass dem Virtuosen sämtliche Ungeheuerlichkeiten völlig mühelos und elegant gelungen wären. Das könnte auch niemand von einem Geiger erwarten, der die 24 Paganini-Capricen an einem Abend bewältigen möchte. Doch die markanten kompositorischen Charakteristika des Konzerts für Violoncello und Orchester Es-Dur G 474 kamen uneingeschränkt zur Geltung…"
Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.2009
 

".... Der Cellist Alban Gerhardt, der erst im Februar in Gießen als Solist in den beiden Cellokonzerten von Camille Saint-Saëns einen triumphalen Erfolg feierte, nahm sich nun auch in den beiden ausgewählten Kompositionen von Boccherini die Freiheit, seine ganze Meisterschaft am Instrument zu demonstrieren. Heiter und tänzerisch kommen beide in vollendet ausgebildetem Rokokostil daher. Während Stenz die Musik des begleitenden Orchesters unaufgeregt und ruhig im Fluss hielt, stellte Gerhardt gleich im hellen Allegro des Konzertes Nr. 3 seine enorme Fingerfertigkeit und Virtuosität unter Beweis, nahm mühelos jede Klippe und zelebrierte die schöne, wehmütige Melodie im Adagio wie ein feierliches Ritual. Auch im Allegro moderato des nachfolgenden Konzertes Nr. 5 zeigte sich, dass es keine spieltechnische Finesse gibt, die Alban Gerhardt nicht kennt und beherrscht. Hier brachte er Boccherini in seiner Schlusskadenz sogar ein wenig mit dem Free Jazz in Berührung. Und im abschließenden Rondo riss er die Zuhörer in einem wahnwitzigen Tempo mit.
Schalk im Nacken
Brave Interpretationen sind nicht seine Sache, weil ihm immer der musikalische Schalk im Nacken zu sitzen scheint. Aber was unter seinen Händen Musik wird, hat einen wunderbaren warmen Ton, ist klar und wahr. Für den starken Beifall des Publikums dankte Gerhardt mit dem 1. Satz aus der Solo-Suite von György Ligeti (Jahrgang 1923), in dem er noch einmal auf dem Feld der zeitgenössischen Musik alle spieltechnischen Möglichkeiten ausreizen konnte...."

Thomas Schmitz-Albohn, Gießener Anzeiger, 19.12.2009
 
World premier of the Unsuk Chin Celloconcerto at the Proms in London with the Scottish BBCSO under I.Volkov
"There are major premieres to come at the Prom… but if either of those comes anywhere near Unsuk Chin's new Cello Concerto for originality, aural beauty and expressive depth, we shall be very lucky indeed…The cello concerto is strikingly fresh. Its four-movement outline may also seem quite conventional, but the shape and trajectory of those movements are anything but. Everything grows from the theme assembled around a single pitch in the opening bars, and the first movement alternates discursive ruminations for the cello with chiselled commentary from the orchestra, until everything boils up into a fierce cadenza. If the scurrying second movement is over almost before you've noticed it, the third is an elegy or the cello, clothed in ravishing harmonies from the orchestra, which more than anything else in the work recall Chin's teacher, Ligeti. The finale defies expectation again with a sequence of attempts to launch a major dialogue between cello and orchestra for which neither has the appetite, and which resigns itself instead to an enigmatic return to the mood of the opening. The hugely challenging cello part was composed specifically for Alban Gerhardt, who made its difficulties and teeming luminous detail seem the most naturally expressive things in the world, playing from memory and maintaining perfect coordination and balance with Ilan Volkov and the BBC Scottish Symphony. It's a major addition to the concerto repertory."
Andrew Clements, Guardian, August 14, 2009
 
"The heart of Unsuk Chin's superlative new Cello Concerto is in it selegiac third movement and its glassy chorale. Playing from memory, Gerhardt delivered a controlled and haunting tone, suggesting he has already made this piece his own. Yet the Berlin-based Korean composer has written a concerto many will want to play, one worthy of stnading alongside Dutilleux's concerto in the poast-Shostakovich cello repertory."
Sunday Telegraph
 
"...No less convincing was the newly commissioned Cello Concerto of Unsuk Chin, receiving it world premiere…It is a work that explores extremes of silence or near-silence and explosive outbursts...This time the soloist (here the eloquent Alban Gerhardt) weaves a line of desolate beauty against an ethereal orchestrals background. In the final movement, the soloist wanders in a bleak aural landscape like a survivor of some global catastrophe. Chin's concerto demands close attention from its audience and a sensitive, virtuoso soloist, both of which it received last night…"
Barry Millington, Evening Standard, August 14, 2009
 
"The greatest compliment you can pay a new piece of music is the burning desire to hear it all over again the moment it’s finished. And when Alban Gerhardt soared gently into the stratosphere at the close of Unsuk Chin’s beautiful and turbulent Cello Concerto, only the satisfaction of having reached a destination so carefully prepared for could outweigh the disappointment that our temporary portal to Chin’s sound world had closed for another evening...Most of all, this concerto is a majestic framework for its dauntingly intimate solo part. Picking out a cello’s baritonal voice from the orchestral fabric is always a headache (even Dvorák had doubts before embarking on his concerto), but Chin triumphantly enhances the instrument’s most chamber-like qualities, even when driving her soloist into flights of daring virtuosity. Subtitled Aniri, the narrative part of a traditional Korean sung drama, the first movement points the way: Gerhardt was the fevered but hushed storyteller, floating towards pure song but never quite reaching it. The clash comes as soloist and orchestra skirmish over the dramatic terrain: one moment the orchestral textures are wispy and ethereal, the next rippling thundersheets herald a piercing chord.The fast second movement is brisk and intense; the slow third a poignant sermon from the soloist (played utterly mesmerisingly) placed within a fantastically eerie halo of sound. What ends the stand-off is the cellist’s return to the concerto’s very first breaths, as cadenza-like virtuosity in the final movement gradually dissolves in the surrounding debris…."
Neil Fisher, The Times, August 17, 2009
 
Haydn D Major with Stuttgarter Philharmoniker under Walter Weller
"...Der vielfältig prämierte Cellist Alban Gerhardt bewältigte Haydns Konzert mit spielerisch-heiterem Esprit, superber Souveränität in den virtuos-brillanten Passagen und aristokratischer Klangpoesie in den langsamen Partien - und erntete begeisterten Applaus der 2000 Besucher. Gerhardt bot Rostropowitschs "Moderato" als Zugabe.“
ukö, Stuttgarter Nachrichten, 13.Mai 2009
 
Saint-Saens 1st Concerto in Sydney with the Sydney Symphony under John Nelson
"...Soloist Alban Gerhardt excitingly recaptured the essential novelty of the piece. Setting a base tone of quiet confidence for the modestly virtuosic work, his slips into the breathtaking were all the more viscerally effective. With the orchestra supplying an unusually tightly reined-in accompaniment, it was the give-and-take of the gestural duet between Gerhardt and conductor John Nelson that properly earned the huge applause at the end. Gerhardt also rewarded the audience with a Casals encore, the prelude of the sixth cello suite..."
Graeme Skinner, Sydney Morning Herald, May 1, 2009
 
Schelomo mit Marcus Bosch in Aachen
"... Nicht minder überzeugend gelang «Schelomo», die «Hebräische Sinfonie für Violoncello und Orchester» des Schweizer Spätromantikers Ernst Bloch. Die raffiniert instrumentierte, auf der Höhe von Zemlinsky und Schreker stehende Rhapsodie erstrahlte trotz ihres abgedunkelten Timbres in üppiger orchestraler Leuchtkraft. Und der renommierte Cellist Alban Gerhardt deklamierte die langen, verhaltenen Monologe mit einer Tonschönheit und einer inneren Spannung, dass kein Wunsch offen blieb.“
Pedro Obiera, Aachener Zeitung, 24. April 2009
 
Saint-Saens 2.Cellokonzert mit Konzerthausorchester Berlin unter Walter Weller
"...Zwischen den Klassikern das 2. Cellokonzert von Camille Saint-Saëns als verzweifelte, atemberaubend virtuose Suche nach dem eigenen Profil vor der Übermacht der Tradition. Wie Alban Gerhardt die Doppelgrifftremoli, Oktavglissandi und schwindelerregenden Flageoletts mit sonorer Energie versieht, das ruft Begeisterung hervor, die mit einer Bach-Sarabande belohnt wird.“
Isabel Herzfeld, Tagesspiegel, 5.April 2009
 
Elgarkonzert mit Beethoven Orchester Bonn unter Stefan Blunier
„Wie das ideale Zusammenspiel von Solist, Orchester und Dirigent ausschauen kann, hatte man in Elgars Cellokonzert genießen dürfen: Alban Gerhardt, das Beethoven Orchester und Generalmusikdirektor Stefan Blunier - ein perfektes Trio. (…) Das Herzstück des Abends, Elgars Cellokonzert, konnte in der Tat ans Herz gehen. Alban Gerhardt fand bewegenden Ton für dieses Stück voller Melancholie, mit dem Elgar seinen Abschied von der kompositorischen Bühne zu beschließen scheint. Gerhardt spielt mit ungemein großer rhetorischer Eindringlichkeit, intensiv und beseelt in der Tongebung, zugleich auch zu einem ganz fragilen Klang fähig (das Orchester frappierte mit auserlesenem Pianissimo). So beglaubigt man, was Elgar selbst von seinem Konzert hielt: "Ein wirklich großes Werk". Auch der Zugaben-Teil an diesem Abend hatte es in sich. Alban Gerhardt schuf mit einem Bach-Präludium schöne Momente der Meditation.“
Ulrich Buhmann, Bonner Generalanzeiger, 17. März 2009
 
Recital mit Markus Becker in Karlsruhe
"Atemlose Leidenschaft
Beim Frühjahrskonzert des Max-Reger-Instituts finden Alban Gerhardt und Markus Becker eine eigene musikalische Sprache, die aufhorchen lässt. Sie spannen einen Bogen über drei Werke mit starken Kontrasten in Form, Gestus und Außenwirkung. Mit jeder Note offenbaren sie Bezüge, die über die musikalischen Verwandtschaften hinausgehen...Der Gang durch rund 100 Jahre Musikgeschichte schafft mehr: Er wird zu purer, atemloser Leidenschaft… Immer weiter vertiefen sich die Musiker in das Material und reizen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel kühn aus. Das Resultat: Eine durch und durch individuelle Interpretation, die der Komplexität eines wuchtigen Reger-Werkes gerecht wird… Erfolgreich wählen sie den goldenen Mittelweg zwischen präzise aufeinander abgestimmter Gleichberechtigung und vitaler Profilierung als eigenständige Künstler. Dies macht auch die Cellosonate von Brahms zu etwas ganz Besonderem…. Er (Reger) hätte an diesem würdigen Abschluss des Konzertabends sicherlich ebenso viel Freude wie das Publikum gehabt, das die Künstler erst nach einer Zugabe schweren Herzens ziehen lässt."
Elisa Reznicek, Badische Neueste Nachrichten, 11.März 2009
 
Dvorak Concerto with City of Birmingham Symphony and Andris Nelsons
"...This was a display of collective orchestral virtuosity, and it is a mark of how much the CBSO love and admire their extraordinary conductor that they refused to rise and share in his applause. Between these two came Dvorak’s Cello Concerto, undoubtedly the greatest in the repertoire. Alban Gerhardt’s reading was one of passionate spontaneity, impulsive and generously-toned, and Nelsons, an experienced conductor of opera singers, breathed and felt with his soloist at every moment..."
Christopher Morley, Birmingham Post, Feb 26 2009
 
Alle Saint-Saens Konzerte in Giessen mit Carlos Spierer
„Dass an einem Konzertabend schon nach 20 Minuten die ersten Bravorufe erschallen und Begeisterungsstürme losbrechen, erlebt man nicht alle Tage: Im Sinfoniekonzert am Dienstagabend im bis in die oberen Ränge vollbesetzten Stadttheater galt der überschwängliche Beifall dem Cellisten Alban Gerhardt, der auf der Konzertbühne gerade wahre Wunderdinge vollbracht und sein Instrument auf traumhafte Art zum "Singen" gebracht hatte. Gerhardt, der zu den herausragenden Interpreten unserer Zeit gehört und dessen unverwechselbarer Klang immer wieder gerühmt wird, war Solist in den beiden Cellokonzerten von Camille Saint-Saëns (1835 bis 1921), die beide aufgrund ihrer Komplexität enorme spieltechnische Anforderungen stellen...Die beiden Cellokonzerte - oder zumindest das, was Alban Gerhardt im Zusammenspiel mit dem Philharmonischen Orchester unter Leitung von Carlos Spierer daraus machte - widerlegen aber seine eigene Theorie: Hier bekam das Publikum zwei Bravourstücke par excellence zu hören, und der Solist führte die gebannt lauschenden Zuhörer mit traumwandlerischer Sicherheit zu den Höhen seiner Kunst...Wie mühelos und mit welcher Leichtigkeit er die schwierigsten Klippen nimmt, mit welchem Feingefühl und welcher spielerischen Delikatesse er seinen Solopart zelebriert, führte Gerhardt zunächst im 2. Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll op. 119 vor, das sich in zwei Sätze gliedert. Vom energischen Eröffnungsthema über die Kadenz bis zur abschließenden Stretta-Coda gab es bei diesem Vortrag reichlich Finger-Akrobatik zu bewundern. Und auch das dreisätzige 1. Konzert a-Moll op. 33, das noch vor der Pause erklang, wurde mit seinem brillanten Figuren- und Passagenwerk, mit den Sprüngen von den tiefsten Lagen zu höchsten Höhen und den rasanten Wechseln in Stimmung und Dynamik zu einer atemberaubenden Darbietung. In Gerhardts Händen bestach das Cello durchweg durch einen makellosen, kristallklaren Ton. Ein beseeltes Spiel! Für den reichen Applaus bedankte sich der sympathische Musiker mit einem kurzen Stück von Rostropowitsch als Zugabe, das noch einmal seine ganze Fingerfertigkeit erforderte.“
Thomas Schmitz-Albohn, Gießener Anzeiger, 19. Februar 2009
 
Haydn D-Dur mit dem Rundfunksinfonierorchesters des WDR und Ton Koopman
"Das Cello singt und tanzt
...Nach der Pause antwortet Alban Gerhardts Gofriller-Cello mit Haydns "großem" D-Dur-Konzert, und die Chemie zwischen dem Berliner Cellisten und dem Klanggestalter aus Amsterdam scheint schon bei der ersten Zusammenarbeit zu stimmen. Der Solist und das Orchester atmen in der flexiblen Handhabung des Tempos und bei den feinen Stimmungswechseln gemeinsam; auch bei der Hinführung auf dynamische und melodische Überraschungsmomente sprechen sie die gleiche Sprache. Alban Gerhardts Ton ist transparent und tragfähig, niemals spröde; noch im schwierigsten Daumenlagen-, Doppelgriff- und Oktavspiel bewahrt er sich eine Eleganz, die sich in den gesanglichen Linien des Adagio voll entfalten darf. Das Cello singt und tanzt, und wenn sich dabei der Romantiker in Gerhardt hin und wieder bemerkbar macht, nimmt ihm das keiner übel. Mit der Zugabe setzt der künstlerische Leiter der "Resonanzen" noch einen drauf: Als das Orchester schon von der Bühne drängt, setzt er sich hin und spielt Bach. So klar, so warm und so tief, dass die Zeit stehen bleibt."  
Gunild Lohmann, Bonner General-Anzeiger, 9. Februar 2009
 
"Alban Gerhardt zum zweiten: Nach seinem Auftritt im Gürzenich-Konzert glänzte der Berliner Cellist jetzt in einem anderen Metier: Mit Ton Koopman, einem Schlachtross der Alte-Musik-Szene, und dem (abgespeckten) WDR-Sinfonieorchester spielte er Haydns reifes D-Dur-Konzert - hellwach, aktiv, mit kernig-markantem Zugriff und stets integriert in die Schar seiner Begleiter..."
Kölner Stadt-Anzeiger, 10.Februar 2009
 
Lalo-Konzert mit Niclas Milton in Wiesbaden
„Edouard Lalo hat seinem Solisten im Konzert für Violoncello und Orchester in d-Moll ein pompöses Entree bereitet, lässt das Cello zwischen wuchtigen Akkorden in variabler Melodieführung zu arioser Kantilene finden, die sich im zweiten Satz zu höchst poetischer, schwärmerischer Klangsprache verdichtet, um im Finale, wieder von starken Akkorden des Orchesters begleitet, die virtuose Befähigung des Cellisten auf eine harte Probe zu stellen. Diese Herausforderung bestand der junge Cellist Alban Gerhardt mit Bravour. In seinem Spiel vereinigten sich bündige, straffe und voluminös zugreifende Strichführung mit einem bewundernswerten Gefühl für die lyrischen Momente der Partitur, die von ihm in sensibler Feingliedrigkeit berührende Gestalt erhielten. Diese exzellente, nie auf vordergründigen Effekt bedachte Leistung wurde mit begeistertem Beifall belohnt, für den sich Alban Gerhardt mit der verinnerlichten Wiedergabe eines Satzes aus einer Suite Johann Sebastian Bachs bedankte.“
Richard Hörnicke, Wiesbadener Tageblatt. 6. Februar 2009
 
Dutilleux und Don Quixotte in Kölner Philharmonie mit Gürzenich Orchester und M.Stenz
"Alban Gerhardt war in der Kölner Philharmonie der ideale Solist für Dutilleux, weil er nämlich (fast) nie den Verlockungen seines Instruments zum süßlichen, schwelgerischen und ausladenen Ton unterliegt. Er ist ein Großmeister der unsentimentalen Innigkeit, ein Musiker, der weiß, dass eine gezügelte Emotionalität und eine uneitle Virtuosität die Wirkung von Werk und Wiedergabe verdoppeln...Es war eine Genuss, die beiden Streicher die Tollitäten des Ritters von der traurigen Gestalt (Violoncello) und dessen Diener Sancho Pansa (Bratsche) erörtern zu hören - und daraus auch entnehmen zu können, mit welch technischer Meisterschaft und literarischen wie menschlichen Einfühlung Strauss komponiert hat….Alle wurden vehement gefeiert, in Sonderheit Alban Gerhardt."
Gerhard Bauer, Kölner Stadtanzeiger, 13. Januar 2009
 
"'Toute un monde lointain' nennt der französische Komponist Henri Dutilleux sein Werk aus dem Jahr 1970, in dem der Cellist kadenzartig aus der Tiefe der Schöpfung erzählend den Himmel erobert, ganz zart begleiten Geräusche der Schlagwerker. Tief soll dieses Stück schürfen und Emotionen in zähe Klangströme verwandeln. Dichte Strukturen entstanden über thematische Rückgriffe, Spiegelungen und Echo-Effekte, alles umfing der Cellosolist, der dieses anspruchsvolle fünfsätzige Konzert auswendig darbot! Gerhardt hatte die Partie wirklich verinnerlicht, der GMD Stenz umarmte seinen Protagonisten nach gelungener gemeinsamer Fahrt."
Olaf Weiden, Kölnischen Rundschau, 12. Januar 2009
 
Messiaen Quatuor in Birmingham and London with Osborne, Kriikuu and Hagner
Earlier in the week, Osborne had been joined by the violinist Viviane Hagner, cellist Alban Gerhardt and clarinettist Kari Kriikku for an inspiring interpretation of Messiaen's Quatuor pour la fin du temps, coupling it with an equally probing performance of Ravel's A minor Piano Trio.
Geoffrey Norris, Daily Telegraph, Dec 15, 2008
 
"Ravel’s Piano Trio in A minor was a captivating introduction to a truly mind-blowing evening of rare chamber music...Gentle limpid fluidity began a musical feast full of contrast with ghostly traces of the Orient and underlying Basque folklore...and a tour-de-force for cellist Alban Gerhardt, whose control of long phrases was exquisite...."
Maggie Cotton, Birmingham Post, December 12 2008
 
Saint-Saens Cellokonzert mit Orchester des Saarländischen Rundfunks und Pablo Gonzalez in Erlangen
"Ins Grandiose gewirbelt
Sieh an, sieh an: Zahlreiche, überwiegend weibliche Teenager strömten zum BVE-Konzert in die Ladeshalle. Und diese junge "Ziel"-Gruppe hatte ein Ziel: Alban Gerhardt, den knapp 30-jährigen Cellisten wollten sie hören, sehen, live erleben. Doch sie mußten sich gedulden…
Und dann endlich ist das "Ziel" erreicht: alban Gerhardt betritt die Bühne und leuchtet mit seinem unwiderstehlichen Jungencharme, der sofort an Brad Pitt oder den jungen Paul Newman denken lässt, den Saal aus. Man traut ihm den erfolgreichen Leichtathleten zu, könnte ihn sich aber auch als King der Halfpipe vorstellen. Er spielt Camille Saint-Saens' Konzert, ein Bravourstück, bei dem er mit seinem Gofriller-Cello einen klaren, dazu aber auch warmen kräftigen Ton entwickelt. Vollendete Technik trifft auf tiefes musikalisches Verständnis, sodass der Springboen unzerktratzt klingen kann und lupenreine Doppelgriffe in höchsten Höhen zu französischen Delikatessen werden. Wunderbar scwärmerisch gestaltet er das Allegretto con moto und wirbelt das Finale ins Grandiose. Als Dank für die Bravo-Rufe gab er eine Etüde von Mstislav Rostropovich zu - ein Übungsstück für den Meister…"
Cora Uitting, Erlanger Nachrichten, 3.Dezember 2008
 
Dvorakconcerto with Boston Symphony under Marek Janowski
"Before the Beethoven, the young German cellist Alban Gerhardt tackled the formidable solo part of the Dvorak Concerto, seemingly without breaking a sweat. His passagework was unimpeachable, his tone was warm and full and impressively clear as he climbed the A string up into the stratosphere... This was a reading stronger in its poised lyricism than in its Romantic fireworks. It nonetheless won a fervid ovation."
Jeremy Eichler, Boston Globe, November 14, 2008
 
Recital with Steven Osborne in Siegburg
"Tosender Applaus für Spitzen-Duo
Alban Gerhardt und Steven Osborne begeistern im Stadtmuseum im Rahmen der aktuellen
„Resonanzen“-Konzertreihe...Alban Gerhardt entlockt seinem Instrument mit tanzenden Fingern und großem Bogenstrich eine faszinierende Vielfalt an Klangfarben und feinsten Nuancen. Insbesondere die berühmte d- Moll- Sonate für Cello und Klavier von Schostakowitsch mit ihren drei pointierten Allegro-Sätzen wird zum beeindruckenden Hörerlebnis. Beide Musiker schaffen sich im Zusammenspiel individuelle Ausdrucksräume. Alkans viersätzige Sonate für Violoncello und Klavier gerät zum Höhepunkt des Konzertabends...Ástor Piazzollas „Grand Tango“ beendet mit argentinischem Feuer das Konzert - und das Publikum rast, ruft nach Zugaben, und bekommt sie natürlich. Alban Gerhardt tauscht sein Cello gegen den Flügel, an dem Steven Osborne jazzig- lässig improvisiert. Vierhändig beenden die beiden unter tosendem Applaus das Konzert - so macht Klassik Spaß."
Anja Clemens, Rhein-Sieg-Anzeiger, 13.November 2008
 
"Die beliebte Siegburger Konzertreihe Resonanzen eröffnete mit einem fulfminanten Auftritt des Cellisten Alban Gerhardt und des Pianisten Steven Osborne...Ob in Klängen aus romantischer Zeit schwelgend (Schumann, Alkan) oder der vermeintlichen, indes sehr doppelbödigen Simplizität Schostakowitschs nachspürend, schließlich der Tnazwute in Piazzollas Grand Tango ergebend, überall war die meisterhafte Beherrschung des Metiers zu erkennen, die sich nicht in der Wiedergabe eines - auch noch so komplexen - Notentextes erschöpft, sondern hinter dessen Chiffren jene Geisteswelten aufdeckt, die sich eben nur den Großen erschließt…"
Köln-Bonner Musikkalender, Dezember 2008
 
Recital at Theatre de la Ville in Paris with Steven Osborne
"Regard perçant, lèvres minces, cheveux en bataille : Alban Gerhardt a quelque chose d’un David Bowie du violoncelle. Il en a aussi le charisme...On voit souvent sur le visage de Gerhardt un sourire en coin, comme s’il pensait : « Cet Alkan, vous allez voir ce qu’il nous mijote ! ». Les signes de complicité avec Osborne se multiplient au fil des minutes. « Cette partition, c’est vraiment un truc de dingue ! », semblent s’étonner les yeux brillants du violoncelliste. Le morceau s’achève par un pic d’adrénaline à la fois pour le public et les interprètes : Osborne, comme électrocuté par son clavier, bondit de son tabouret tandis que la frange blonde de Gerhardt s’ébroue de tous côtés. On en est tout pantelant...Enfin, les duettistes donnent une version splendide de la Sonate en ré mineur de Chostakovitch...Ce concert était magnifique, comme l’a suggéré la réaction enthousiaste de la salle archi-comble du Théâtre de la Ville. Merci à ces deux interprètes aussi talentueux qu’attachants de nous avoir fait découvrir ces partitions merveilleuses."
Céline Doukhan, Les Trois Coups, November 10, 2008
 
Elgarconcerto in Madison, WI with Madison Symphony under Chosei Komatsu
"...The excellent full concert included a sensitive interpretation of the Elgar Cello Concerto by Alban Gerhardt... The Elgar concerto is smoothly melodious and intimate in feel. Gerhardt displayed a plangent tone, with energy and bite to keep the concerto from being excessively rhapsodic. Especially impressive was the Mendelssohn-like airy fleetness of the second movement…"
John Aehl, Wisconsin State Journal, October 18, 2008
 
"...The entire evening seemed to revolve around harnessing and controlling energy, from Alban Gerhardt's passionate rendition of the Elgar Cello Concerto to the precisely expressive and energetic baton of Chosei Komatsu...German cellist Alban Gerhardt joined the symphony again for the Elgar, having last played in Madison nine years ago. Opening with an intense, dramatic solo passage and moving deftly between light and darker themes, Gerhardt shone especially in the final movement. His performance of the melancholy concerto ranged from tightly wound and angry to smooth as dark, bitter chocolate…."
Lindsay Christians, Madison Times, October 18, 2008
 
Dvorakconcerto in Providence with Rhode Island Philharmonic under L.Rachleff
"German cellist Alban Gerhardt a hit at Philharmonic’s opening
...But the hit of the night was the Dvorak cello concerto with German cellist Alban Gerhardt as soloist. Gerhardt at 38 is one of the most sought-after cellists of his generation. And at last night’s performance he let everyone at Veterans Memorial Auditorium know why. Gerhardt tore through the score with confidence and panache, with soaring phrases and a gorgeous tone. This was a heroic performance of the Dvorak, an account that mixed a sense of grandeur with touching introspective moments. Gerhardt ripped into the opening passages, with a big lush sound. And he was reflective in the slow movement. All in all, it was a lovely, nuanced performance, one of the best Dvoraks I’ve ever heard. Backing Gerhardt up was some fine orchestra work form conductor Larry Rachleff, who matched the soloist’s every move."
Providence Journal, September 28, 2008
 
Dvorakconcerto in Kitchener-Waterloo under Edwin Outwater

"..Gerhardt's performance interacted wonderfully with Outwater's poetic, lyrical interpretation of the work. As with many who play the larger stringed instruments, with Gerhardt, there's the sense of a deep connection between the musician's body and that of his instrument.  In this way, Gerhardt truly embodied the music, eloquently coaxing it from the cello, in a nuanced performance that captured the delicacy, as well as the passionate romance, of the musical score.  Each time I hear this work performed, I find it difficult to believe that Dvorak could ever have thought the cello didn't have the breadth and scope required to sustain a full concerto. The rest of the audience must have agreed: an enthusiastic standing ovation followed the final notes of the performance…."

The Record (Waterloo, Ontario), September 13, 2008
 
Prokofiev Sinfonia Concertante at the Proms with BBC Scottish Symphony under Ilan Volkov
"...At least Carter's terseness made a sharp contrast with Prokofiev's garrulous late work. That the Symphony-Concerto did not outstay its welcome was largely thanks to Alban Gerhardt's wonderfully fluent cello playing. He took every technical challenge in his stride and even managed to project Prokofiev's undernourished melodies with warm, burnished tone, while Volkov was marshalling crisp orchestral textures around him."
Andrew Clements, The Guardian, August 20, 2008
 
"...Alban Gerhardt's lyrical performance of Prokofiev's Symphony-Concerto was complemented by strong ensemble work…."
Anna Picard, Independent, August 24, 2008
 
"...Prokofiev's Symphony-Concerto is a problem piece of a different kind: a hybrid between cello concerto and symphony and also between multiple revisions carried out over nearly 20 years. It takes a soloist as bold, as intelligent, and as on top of Prokofiev's virtuoso demands as Alban Gerhardt to keep a sense of direction while the music veers off down all sorts of sidetracks..."
David Fanning, Daily Telegraph, August 20, 2008
 
"...Cellist Alban Gerhardt was the expressive soloist in Prokofiev’s rarely played SymphonyConcerto..."
Fiona Maddocks, Evening Standard, August 19, 2008
 
Shostakovich No.1 with Tasmania Symphony Orchestra under S.Lang-Lessing in Hobart
"Flawless work by cello soloist

The TSO's 60th season has certainly been attracting some first-class soloists and cellist Alban Gerhardt would have to be among the finest. His flawless technique and superb musicianship resulted in a uniquely satisfying performance of the Shostakovich Concerto No.1. The intensity of his playing in the dazzling cadenca recalled that of the work's dedicatee, Mstislav Rostropovich…."

Peter Donnelly, The Mercury, July 21, 2008
 
Rokoko-Variationen in Bad Kissingen with Philippe Auguin and the Russian National Orchestra
"Eine gewisse Auflockerung, auch wegen der ausgedünnten Orchesterbesetzung, garantierten Tschaikowskys anmutige Variationen über ein Rokokothema. Alban Gerhardt war diesem aparten, mit virtuosen Kunstgriffen angereicherten Stück ein feinsinnig musizierender Cellist, der in jeder Variatione für farbliche Abwechslung sorgte. Durch tadellose Techni und ausgewogenes Temperament wirkte sein Spiel elegant, er wurde vom Orchester nobel und inspiriert begleitet."
Klaus Linsenmeyer, Main-Post, 14.Juli 2008
 
Brahms-Doppelkonzert mit Orchestre Phil de Luxembourg, Krivine und R Capucon
„Das zweite Werk, Brahms' Konzert für Violine, Violoncello und Orchester, ist eine konzertante Erzählung, deren beide Instrumente an besagtem Abend auf das Können zweier, solider und inspirierter Solisten aufbauen konnten. Besonders die Feinheiten der Komposition, die sich fernab von hochtrabender Ausdrucksweise bewegt, bieten Renaud Capuçon und Alban Gerhardt Gelegenheit, die Eigenheiten, aber auch die Gemeinsamkeiten ihrer jeweiligen Instrumente vollends auszuschöpfen. Die angetragenen Möglichkeiten werden formal, thematisch und strukturell ergründet, und zwar nicht nur mit Überzeugung, sondern vor allem mit augenscheinlicher Freude. Vielsagende Blicke, flüchtiges Lächeln, die über die Lippen huschen: Das Trio von Solisten und Dirigent bewegt sich auf einer Wellenlänge zu einem gemeinsamen Ziel hin. Dieser fast magische Moment beweist, dass Musik sich nicht nur zwischen Komponisten, Noten, Interpreten, Instrumenten und Dirigenten abspielt, sondern, dass der sprichwörtliche "Funken" aus einer im tiefsten Inneren geschöpften Fülle aufsteigt. Ein verdienter tosender Applaus und die von "Bravo"-Rufen punktierte "standing ovation" beenden den ersten Teil des Programms - sympathischerweise werden die beiden Blumensträuße von Capuçon und Gerhardt sogleich weiterverschenkt.“
Vesna Andonovic, 12. Juli 2008, Luxemburger Wort
 
Brahms Double Concerto with Bavarian Radio Orchestra with Lisa Batiashvili and Hans Graf
"...So geschah es auch in der Philharmonie, als Lisa Batiashvili und Alban Gerhardt nicht nur die Brahms'sche Idee der achtseitigen Riesengeige souverän verwirklichten, sondern sich auch für die dialogische Vielfalt von Rede und Gegenrede leidenschaftlich engagierten. Dabei zielten ihre Tonvorstellungen nicht auf angleichende Homogenität. Gerhardt, anfeuernd, wachsam, geisesgegenwärtig, verfügt über einen immer nervigen, federnden, dabei expressiv-elegischen Ton, während Batiashvilis Violinklang bei allem Temperament zuerst von lyrischer Süße und natürlicher Kraft erfüllt ist. Jedenfalls erleuchteten sie Brahms' Doppelkonzert mit symphonischem Geist und virtuoser Energie so sehr, dass Dirigent Hans Graf und das BR-Symphonieorchester in diesem Bunde gern aufmerksame Dritte sein wollten und konnten."
Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 21.6.2008
 
"Die beiden Solisten [Alban Gerhardt, Lisa Batiashvili], Dirigent Hans Graf und das Orchester verzichteten auf sentimentale Umwege und präsentierten das Stück als konzertante Symphonie. Pultstars der Vergangenheit haben das mit Erfolg vorgemacht. Das Rezept wirkt noch."
Volker Boser, Abendzeitung München, 21.6.2008
 
"Als Johannes Brahms begann, an seineme Doppelkonzert für Violine und Cello zu arbeiten, war diese Gattung fast schon ein wenig aus der Mode gekommen. Dass er es dennoch komponierte und die altbekannte Form mit neuem Leben füllte, kann man heute als Glücksfall bezeichnen. Vor allem dann, wenn man wie in der Münchner Philharmonie zwei hochmotivierte Interpreten wie Lisa Batiashvili und Alban Gerhardt zur Verfügung hat. Denn auch wenn sie vom Temperament her unterschiedlich veranlagt sind, bildeten sie bei diesem Werk doch ein überaus homogenes Duo, das sich vollkommen uneitel die Bälle zuspielte und sich gegenseitig zu Höchstleistungen animieren konnte."
Tobias Hell, Münchner Merkur, 23.Juni 2008
 

"Leichtfüßig und ohne Pathos näherte sich Hans Graf in der Philharmonie mit dem BR-Symphonikern den großen Klassikern. (...) Ganz andere Pläne hatten die Geigerin Lisa Batiashvili - hochschwanger - und Ihr Cello-Partner Alban Gerhardt bei Brahms' Doppelkonzert. Denkbar nah am Leben, körperlich und leidenschaftlich war ihr Spiel, von Graf und dem Orchester zu großen Teilen gefällig beobachtet."

Heiko Jung, tz, 23.Juni 2008
 
Concertpiece by Dohnanyi with Dortmund Philharmonic under Jac van Steen
"Vorangestellt hatte [Jac van Steen] das Konzertstück für Cello undOrchester von Ernst von Dohnányi, in dem die Philharmoniker Begleitkultur zeigen konnten. Solist Alban Gerhardt, einer der renommiertesten deutschen Nachwuchcellisten, hatte am Montag anfangs Probleme mit dem Stachel seines Instruments, das er sehr flach hielt und das wegrutschte. Lyrisch, mit viel Vibrato spielte der 39-Jährige das romantische Werk und fand in der Streichergruppe die besten Korrespondenzen zu seinem warmen Ton. Als Zugabe bedankte sich der Berliner mit einem Duett mit der Dortmunder Solocellistin Franziska Batzdorf."
Julia Gaß, Ruhr Nachrichten, 11.Juni 2008
 
"Der junge Cellist Alban Gerhardt gewinnt mit seinem natürlichen Auftreten sofort die Sympathie der Hörer."
Sonja Müller-Eisold, Westfälische Rundschau, 11.Juni 2008
 
Elgarconcerto with Dresdner Philharmonikern under Simone Young
"Reise der Leidenschaften - Alban Gerhardt begeisterte im 9. Zykluskonzert der Philharmonie
...Zudem gab es vor der Pause schon einen einzigartigen Höhepunkt: Alban Gerhardt interpretierte das allseits bekannte Cellokonzert von Edward Elgar. Es ist ein Stück, das mit zwei, drei zu gut gemeinten Bogenstrichen und einem egozentrischen Dirigat binnen weniger Takte in die Kitschkiste rutschen kann. Das Gegenteil war der Fall: Gerhardt begab sich mit dem Cello auf eine prosaische Reise der Leidenschaften, die sich höchst charismatisch, risikoreich und zum Ende hin sogar genial darstellte, denn im letzten Satz rundete sich ein Bogen über das gesamte Konzert und man spürte intensivst, wie Gerhardt das eigene Begreifen der Musik hervorragend über den Bühnenrand brachte, und wie souverän die ausgereifte Technik des Cellisten quasi einen enormen »Wortschatz« für die breite Ausdruckswelt des Konzertes bildete. Schön war auch, dass sich Gerhardt im Programmheft zu Wort meldete und somit zu einem umfassenden Verständnis von Werk und Interpretation beitrug."
Alexander Keuk, Dresdner Neueste Nachrichten, 9. Juni 2008
 

"... Wenn dann noch ein so hervorragender Cellist wie Alban Gerhardt mitwirkt, ist der Erfolg eigentlich schon garantiert. Es war schon ein kleines Wunder, mit welch abgeklärter Ruhe der Solist Kantilenen so spielte, dass man als Hörer im gleichen Rhythmus mitatmete. Er ließ sich auch von dem intensiven Körpereinsatz Youngs nicht irritieren, folgte aber bereitwillig den Emotionen, die sie aus dem Orchester herauslockte. So entstand eine echte partnerschaftliche und gleichberechtigte Beziehung zwischen allen Mitwirkenden. Auch wenn das Konzert Rückschau in Trauer ausdrückt, enthält es auch den großen dramatischen Impetus, den der »Orpheus des Cellos« trotz aller Strenge mit viel Leidenschaft umsetzte..

Peter Zacher, Sächsische Zeitung, 9. Juni 2008
 
Brahms Doppelkonzert zur Eröffnung der Ludwigsburger Schlossfestspiele mit Isabelle Faust, Dirigent Michael Hofstetter
„Alban Gerhardt (Violoncello) begeisterte mit sonorem, unglaublich präsentem Ton in tiefen Regionen, kantabler Linienführung und traumwandlerischer Intonationssicherheit bei Vorstößen in höchste Lagen, aber auch mit geheimnisvoll verschattetem Melos, Isabelle Faust (Violine) meldete sich zart, aber pronounciert zu Wort, beharrte im Zweigespräch deutlich auf ihrern Positionen und behauptete sich bravourös beim Doppelgriffduell im Finalsatz.“
Werner Müller-Grimmel, Stuttgarter Zeitung, 2.Juni 2008
 
„Die Geigerin Isabelle Faust und der Cellist Alban Gerhardt [entpuppten sich] in Brahms' Doppelkonzert als Vorkämpfer einer klangfarblich und gestalterisch hochsensiblen Kommunikation: Durch sie an der Spitze bekam nicht nur der autokratische Gestus des Solistenkonzerts einen Zug ins Demokratische, sondern siegte – zumindest in den Ecksätzen – das Individuelle eindeutig über das Kollektiv. Mitten im Orchesterkonzert hörte man so Kammermusik vom Feinsten.“
Susanne Benda, Stuttgarter Nachrichten, 2.Juni 2008
 
„Das Eröffnungskonzert am Freitag, gestaltet von hervorragenden Instrumentalisten (...) und vom Festspielorchester unter der Gesamtleitung von Michael Hofstetter, traf ins Herz [der Romantik]. Die Musikdarbietungen begannen mit dem Konzert für Violine, Cello und Orchester a Moll (op. 102). Die Gerlinger Violinistin Isabelle Faust spielte ihren Solopart aus den Noten, der Berliner Cellist Alban Gerhardt auswendig. Durch diese Konstellation konnte Gerhardt sein Gefühl für die Komposition äußerlich deutlicher zeigen als die ruhig, fast ernst wirkende Violinistin. Doch schon nach der kurzen Orchestereinleitung im Allegro-Satz ließen beide Solisten ihre Klangfarben heller aufleuchten, brachten Virtuosität in die Musik ein und gestalteten die Solo-Dialoge beider Instrumente markant und verständlich. (...) und im finalen Vivace non troppo kam es dann zum köstlichen musikalischen Gespräch über den Zwist zwischen dem Brahms-Freund Joseph Joachim und dem Komponisten, das von Isabelle Faust in der Rolle des Geigers Joachim und von Alban Gerhardt als Cello-Brahms gestaltet wurde. Hierbei wurde das Orchester zum tiefgründigen und empfindsamen Künstler der Romantik.“
Helmut Müller, Bietigheimer Zeitung, 2.Juni 2008
 
„Mit einem aufregenden Brahms-Abend für alle Gefühlslagen eröffnete Chefdirigent Michael Hofstetter im Ludwigsburger Forum die Sommersaison der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Mit dabei waren als illustre Ehrengäste, eingeladen von Ministerpräsident Günther Oettinger, Bundespräsident Horst Köhler und Sloweniens Präsident Danilo Türk. (...) Da klang dann ein Brahms mit dem exzellenten Festspielorchester, von Michael Hofstetter mit unbändiger Spielfreude emotional aufgeladen, herb und kraftvoll zugleich. Für das Doppelkonzert hatte er mit der Geigerin Isabelle Faust und dem Cellisten Alban Gerhardt zwei junge Solisten der Spitzenklasse eingeladen (...).“
Hanns-Horst Bauer, Heidenheimer Zeitung, 2.Juni 2008
 
„Auch das Doppelkonzert enthielt sich weitgehend hölzerner Aktionen. Das lag vornehmlich an dem jungen Cellisten Alban Gerhardt, dessen Spiel das Publikum sucht. Mit der Geigerin Isabelle Faust und ihrem strengen, keinesfalls atemlosen Musizieren hatte er eine Partnerin, die instinktiv auf außermusikalische Zutaten verzichtet und ihren Part im Doppelkonzert dynamisch-prozesshaft versteht. Tiefsinnend gelang der Mittelsatz.“
Erwin Schwarz, Eßlinger Zeitung, 2.Juni 2008
 
„Hingerissen waren die Staatsoberhäupter von dem Konzert und den drei Solisten Isabelle Faust, Alban Gerhardt und Iris Vermillion. Danilo Türk bemerkte vor lauter Begeisterung am Ende des Konzertes nicht, dass seine Bodyguards schon längst den Saal verlassen hatten, erschrocken kamen die Sicherheitsleute wieder zurück, um ihren Chef abzuholen. Köhler und Türk samt Anhang sahen ein außergewöhnliches Konzert mit höchsten Ensembleleistungen und außergewöhnlichen Solisten. Cellist Alban Gerhardt und Geigerin Isabelle Faust entzückten durch ihre zweisam-gemeinsame, fast liebes-dramatische Umsetzung des Brahms-Konzertes in a-Moll.“
Gabriele Szczegulski, Bietigheimer Zeitung, 2.Juni 2008
 
„So viel Spät-Brahms kann leicht staatstragend werden. Nun war im Publikum zwar jede Menge staatstragendes Personal versammelt: neben Ministerpräsident Günther Oettinger auch Bundespräsident Horst Köhler und der Präsident Sloweniens, Danilo Türk. Was sie erlebten, hatte mit staatstragender Langeweile aber nichts zu tun. Mit Isabelle Faust und Alban Gerhardt pusteten zwei junge Dynamiker kräftig den Staub von Brahms' letztem Orchesterwerk. Vor allem Solocellist Alban Gerhardt war der Spaß an der Sache richtig anzumerken. Immer wieder suchte er den Blickkontakt zu seiner Partnerin an der Geige Isabelle Faust. Und kitzelte mit Lust auch die knorrigen, verzweifelten und verliebten Seiten des alten Brahms aus der Partitur. Isabelle Faust trat introvertierter auf, aber auch sie brachte die Noten zum Glühen, mit knackigen Akzenten, fordernden Tiefen und Melodien, die wie der Silberstreif am Horizont glitzerten. Von wegen altersmilde: Bei diesen beiden bebte Brahms selbst da noch vor Emotion, wo er sein Feuer hinter hochgezüchteter Satztechnik versteckte.“
Achim Knauer, Reutlinger General-Anzeiger, 3.Juni 2008
 
„Zwei auch internationale renommierte Solisten präsentierten die Festspiele im Spätwerk des Doppelkonzerts von 1888. Es ist das letzte Orchesterwerk von Brahms, und sein Dialog zwischen Solovioline und Solocello hat durchaus psychologische Momente. Vor allem im ersten Satz scheint es öfters, als lägen die beiden Instrumente im Streit miteinander und kämen nur zu flüchtigen Versöhnungsgesten. So jedenfalls gestalteten die in Gerlingen aufgewachsene Isabelle Faust und der Berliner Cellist Alban Gerhardt das Stück.“
Dietholf Zerweck, Ludwigsburger Kreiszeitung, 2.Juni 2008
 
Philharmonische Sternstunde - Das Publikum feiert Markus Poschner und Alban Gerhardt 
„Alban Gerhardt: nichts weniger als ein Ereignis, den 38-jährigen Cellisten zu hören (...). Als achtjähriger hörte er Sergej Prokofieffs Sinfonia concertante op. 125 und beschloss, Cellist zu werden. Im Bremer Philharmonischen Konzert nun präsentierte er das hochvirtuose Werk aus dem Jahr 1952 als ein technisches Feuerwerk mit der ‚durchgeknallten‘ Solokadenz und der ‚verrücktesten Schlusspassage‘. Und das mit atemberaubender Leichtigkeit, was dem neoklassizistischen Werk einen irrealen Zauber verlieh. (...) Die Bremer Philharmoniker unter der Leitung von Markus Poschner begleiteten hervorragend, mit höchster Einfühlung, Präsenz und impulsgebender Partnerschaft. (...) eine interpretatorische Sternstunde.“
Ute Schalz-Laurenze, Rotenburger Kreiszeitung, 21.Mai 2008
 
Im vorletzten Abo-Konzert der Saison in der Glocke lieferten die Bremer Philharmoniker unter GMD Markus Poschner eine jener seltenen Sternstunden, die den Konzert-Besucher restlos erfüllt entlassen - und mit Dankbarkeit dafür, dass es ungeachtet des weitgehend lieblos gewordenen Klassik-Business immer noch hingebungsvolle Ausnahme-Musiker gibt....
Für das "Sinfonische Konzert" von Sergej Prokofiew wurde mit Alban Gerhardt ein Solist eingeladen, den man fast für eine männliche Wiedergeburt der legendären Jacqueline du Pre halten könnte: Kaum jemand spielt heute das Cello so virtuos und zugleich so weich und frei - als ob Gerhardt mit dem Instrument körperlich zu einem atmenden, schwingenden Ganzen verschmilzt. Man scheut sich, in Worte fassen zu wollen, was da auf dem Podium passiert, wenn er zu Werke geht. In liebevoller Kommunikation mit Orchester und Dirigent entfaltete Gerhardt Prokofiews höllisch schweren, 40-minütigen Brocken als facettenreiches, russisches Seelendrama. Geradezu niederschmetternd war der Totentanz im Zentrum - eine exemplarische Wiedergabe."
Benjamin-Gunnar Cohrs , Weser-Kurier, 20. Mai 2008
 
So einfach kann Zusammenspiel sein, so schnell ein Ensemble zusammenwachsen? Gerade zehn Tage vor dem Schwetzinger Auftritt entschied sich, dass die junge nuanciert-perfekte Geigerin Alina Ibragimova an Stelle von Lisa Batiashvili, die wegen ihrer Schwangerschaft die Auftritte reduziert, gemeinsam mit dem Pianisten Steven Osborne und dem exzellenten Cellisten Alban Gerhardt das 1914 entstandene Klaviertrio a-Moll von Maurice Ravel spielen würde. Und die Wiedergabe, zuvor in Brüssel präsentiert, glückte bei den Festspielen phänomenal. Man kann diesen Viersätzer anders auffassen, wohl aber nicht besser im Zusammenklang aus weiten Spannungsbögen, instrumentalem Farbenrausch, geradezu sinnlichen Bewegungsabläufen und plastischer Vehemenz, um die Intensität zwischen Innenschau und Außenwirkung auszuloten. Auffällig hierbei schien, wie nahtlos die Klangfarben der beiden Streichinstrumente harmonierten, wie sensitiv Steven Osborne vom Klavier aus die Temperamente steuerte und wie lustvoll auch die rhythmische Raffinesse dieser Komposition aufgestellt wurde. Kurzum: Der Ravel-Auftritt war eines Festivals würdig.
Endpunkte des Seins
Trauer, Verklärung, Schmerz, Läuterung, Depression und Hoffnung umfasste die Wiedergabe der Musiker, zu denen sich die Klarinettistin Jean Johnson gesellte, deren Tongestaltung im Solo des dritten Satzes transzendente Bereiche tangierte. Eine berührende Interpretation, die vom Publikum mit heftigem Beifall bedacht wurde."
Eckhard Britsch, Mannheimer Morgen,13. Mai 2008
 
Brahms Doppelkonzert mit Lisa Batiashvili, Frans Brüggen und dem COE
„Wie elektrisierend und belebend die Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis auf die Musik der Romantik wirken, war am Pfingstwochenende beim Schumannfest zu erleben. Am sinnfälligsten wurde dies gleich im Auftaktkonzert, das grandios vom Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung des großen Frans Brüggen mit Brahms‘ Doppelkonzert für Violine und, Cello und Orchester und Schumanns ‚Rheinischer‘ bestritten wurde. Wer indes meint, das ‚historisch‘ mit ‚gedämpft‘ gleichzusetzen sei, musste erschrecken. Wie gemeißelt donnerte der erste Orchesterakkord mit elementarer Wucht in den Saal, brillant, doch nicht kalt. An Brüggens gewaltigen Händen schien alles zu hängen, sitzend bewegte er wenig mehr als sie, um Brahms in selten gehörter Innigkeit erblühen zu lassen.“ Souverän überließ Brüggen dem wunderbaren Duo den musikalischen Vortritt: Lisa Batiashvili produzierte auf der Geige himmlischste Töne wie aus gesponnenem Gold, während Alban Gerhardt am Cello leidenschaftlich vorwärtstrieb. Wie die Stimmen einander umrankten, umschlangen, sich wieder losließen, um erneut in einen scheuen Dialog zu treten, das war die reine Wonne.“
Regine Müller, Rheinische Post, 13.Mai 2008
 
"Zwei junge Stars der Klassik-Szene, die georgische Geigerin Lisa Batiashvili und der deutsche Cellist Alban Gerhardt, sind die Solisten beim Auftakt-Konzert des Schumannfestes in der Tonhalle. Das Doppelkonzert für Violine, Cello und Klavier von Johannes Brahms spielen sie mit jener Verbindung von Dramatik und Lyrik, die dem Werk innewohnt und großer Interpreten bedarf, um lebendig zu werden...Batiashvili und Gerhardt spielen das Doppelkonzert schon seit geraumer Zeit zusammen und ergeben ein dynamisches Duo. Batiashvili entlockt ihrem Instrument Töne von sehr feiner Konsistenz, wogegen Gerhardt am Cello einen ungemein warmen, humanen Klang erzeugt. Das Orchester zieht kräftig mit, spielt akzentuiert, doch leider auch etwas gefühlskalt...So zehrt die Darbietung von der Leistung der Solisten...."
Lars Wallerang, Westdeutsche Zeitung, 13.Mai 2008
 
"Alban Gerhardt (39) am Cello und Lisa Batiashvili (29) mit der Geige - sie stürmen mit Kraft und Temperament die Gipfel der Romantik. Die geballte Emotion, die die beiden renommierten Solisten in das Doppelkonzert von Johannes Brahms investierten, übertrug sich genauso schnell auf das Publikum in der Düsseldorfer Tonhalle wie ihre sprühende Energie."
Michael-Georg Müller, Neue Rhein Zeitung, 12.Mai 2008
 
Elgarconcerto with the Hallé Orchestra in Nottingham under Rory Macdonald
"...With charismatic cellist Alban Gerhardt playing Elgar's Cello Concerto, the chemistry of soloist, conductor and orchestra was right for a performance which reached deep into the heart of the music and which made every phrase seem new-minted..."
William Ruff, Nottingham Evening Post, April 19, 2008
 
Barber Concerto in Birmingham, Alabama, with Justin Brown
"...German cellist Alban Gerhardt adorned Samuel Barber's Cello Concerto with a bright, present tone from his 18th century Gofriller cello. An intense player, Gerhardt negotiated this difficult work with confidence and edgy determination, its high-on-the-fingerboard double stops and arpeggios tackled with gripping ferocity. The concerto's second movement contains some of Barber's most emotional writing, and Gerhardt found ample soul amid the grit of the outer movements. Brown kept the cellist tight with the orchestra, its rhythmic complexities adeptly carried out...."
Michael Huebner, Birmingham News, March 29, 2008
 
Sinfonia Concertante with National Symphony Washington under Hans Graf
"...The spotlight in this piece, however, was on soloist Alban Gerhardt -- no stranger to Washington or the orchestra -- who proved himself a worthy exponent of a piece written for, and even with, Mstislav Rostropovich. Gerhardt's tone is not huge, but what was striking was its variability: from a throaty, rather gruff opening through great sawing cadenzas to elegant clarity to, in the third movement, a rubicund, even rollicking quality, like a sea shanty. This big work is a veritable odyssey for cello, embracing everything from popular song to repeating ostinato patterns a la Philip Glass to unmistakable hints of "Peter and the Wolf" in the winds in the second movement. If the spirit of Slava hovered over it, a slightly larger shadow than Gerhardt himself was casting, Gerhardt acknowledged it in an encore, a Moderato by Rostropovich himself that added an antic, personal and perhaps more contemporary touch to the proceedings...."
Anne Midgette, Washington Post, March 14, 2008
 
Recitals mit E.Rubinova in Siegburg, Wilhelmshaven und Betzdorf
„Der Cellist Alban Gerhardt und die Pianistin Evgenia Rubinova zählen ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Musikerpersönlichkeiten der jungen Generation. Die Musikfreunde, die im Stadtmuseum zu der Konzertmatinee zusammengekommen waren, konnten sich also freuen auf einen Kunstgenuss höchster Güte. Unverzüglich öffnete Alban Gerhardt zu Beginn des Konzerts mit einer anspruchsvollen Solodarbietung weit die Tore in die Musikwelt sprühender Virtuosität. Gerhardt hatte von Johann Sebastian Bach die Suite für Violoncello solo Nr.5 in c-moll ( BWV 1011) gewählt. Den staunend aufhorchenden Zuhörern offenbarte Gerhardt mit geschlossenen Augen vom ersten Bogenstrich an, wie die Suite sich gleichsam in einen lebendigen Organismus mit faszinierendem Eigenleben verwandelte. Unterstützt von dem warmen Timbre seines Instruments ließ Gerhardt jedem Ton ein Höchstmaß an Sorgfalt angedeihen....Der besondere Höhepunkt des Konzerts galt der Uraufführung des zeitgenössischen Stückes „Der Junge und die Blume“ als Ballettstück für Violoncello und Klavier des jungen Komponisten Mathias Hinke (* 1973) . „Das Stück erzählt ein wunderschönes naives mexikanisches Märchen“, griff Gerhardt den Inhalt auf, der sich um das Schicksal einer schönen, wenngleich einsamen Blume und ihrer Freundschaft zu einem Jungen rankt. Die gemeinsam bezwungenen Abenteuer des ungleichen Paares fanden in der betörend schönen Musik Hinkes und der virtuosen Spielweise von Gerhardt und Rubinova eine grandiose musikalische Aufnahme.“
Iris Zumbusch, Kölner Stadtanzeiger, 26. Februar 2008
 
"Kammermusik in Perfektion
...Er spielte Bachs 5.Suite für Cello solo...<und> widmete den Vortrag seiner kürzlich verstorbenen Mutter. Und er gestaltete das Werk mit ungemeiner innerer Beteilgiung. Aber was an Emotionen spürbar wurde, kam aus dem Notentext selbst und wurde nicht etwa von außen herangetragen. Sicher überraschte manche dynamische Freiheit, manche agogische Besonderheit - aber gerade sie waren es, die das Spiel so lebendig wirken ließen. Dass es so schön wurde, kam sicher von dem warmen und weichen Ton, der auch dort noch dominierte, wo die Noten heftigere Bearbeitung des Instrumentes verlangten. Dass es dabei stilechter Bach blieb, lag einerseits an der makellosen Linienführung, andererseits an der stets gewärtigen Balance zwischen objektiver Werktreue und subjektiver Übertragung in eine Klangwelt, die einem heutigen Hörer durch die Verwöhnung mit romantischer Musik so lieb geworden ist... Die A-Dur Sonate (Cesar Franck) ist für Geige komponiert. Durch Oktavierung ist sie auch auf dem Cello zu spielen. Dabei kommen die expressiven Momente des Werkes vielleicht sogar noch intensiver zur Wirkung..."
Loh, Westfälische Rundschau, 25.Februar 2008
 
Honegger- und Saint-Saens-Konzert mit Philharmonie Südwestfalen in Siegen unter R.Harris
"...Gaststar Alban Gerhardt, der sich in der letzten Dekade zu einem der ganz großen Cellisten unserer Zeit entwickelt hat, brillierte in Arthur Honeggers und Camille Saint-Saens Konzerten mit einem überlegenen Spiel, bei dem sich Talent mit Phantasie und unglaublicher Musikalität verbanden. Die verschiedenen Stile und Musikarten, die Honegger in sein 1929 entstandenen Konzert vereinte, boten Gerhardt perfekt Vorlagen, sich mit flinkem Bogen und rasenden Fingern in Szene zu setzen - ohne auch nur im Entferntesten effekthascherisch oder manieriert zu wirken... Das elegant strömende Hauptthema <des Saint-Saens-Konzertes> bot Alban Gerhardt Gelegenheit mit hochvirtuosen Passagen zu brillieren. Minutenlanger rhythmischer Applaus war der Lohn für eine hervorragende Performance, für den sich Gerhardt mit einer wundervoll perlenden Interpretation von Bachs 6.Solosuite bedankte..."
Helmut Blecher, Westfalenpost, 21.Februar 2008
 
"...So hatten die Besucher das Vergnügen, den Weltklassekünstler gleich zweimal zu erleben... Seine Fähigkeit, auf dem Cello zu singen, gefühlvoll - aber unsentimental - zeigt er vollends bei Saint-Saens, der dem Solisten...allerdings auch eine ungemeine Virtuosität udn Gestaltungskraft abfordert... Gerhardt machte diese Musik für die Zuhörer zu einem großen Erlebnis und wurde dafür von ihnen verdient gefeiert. Dafür bedankte sich Gerhardt mit einem Satz aus der 6.Cellosuite von Bach, den er streng und formgenau, dabei aber so warm und weich intonierte, dass mancher seinem Bach-Bild eine neue Farbnuance gönnen muss..."
Loh, Westfälische Rundschau, 18.Februar 2008
 
"...Im Mittelpunkt des Zuhörerinteresses standen zweifelsohne die beiden Cellokonzerte, die der jugendlich wirkende Alban Gerhardt zum Entzücken aller stilsicher, ausdrucksstark udn - was in der ersten liga Grundvoraussetzung ist - technisch souverän interpretierte, ja, gelegentlich eigentlich zelebrierte. Durch seine ihm zu Recht nachgesagte Bühnenpräsenz und sein warmes, Intellekt und Emotionalität verbindenes Spiel wirken die erklingenden Cellokonzerte einheitlicher, als sie es sind... Das 1.Cellokonzert von Camille Saint-Saens ist ein Solokonzert, zugeschnitten auf den charismatischen Vermittler von technischer Souveräntität und nach außen gewendeter Emotionaltät, eine historische Rolle, die Gerhardt wie auf den Leib zugeschnitten ist und vom Publikum mit frenetischem Jubel bedacht wurde. Die Intonation des Soloparts in Honeggers Konzert...zeigte den intelligenten und stilsicheren Solisten, der die rhetorischen Momente der Musik geradezu sprechend umzusetzen wusste..."
ars, Siegener Zeitung, 19.Februar 2008
 
Elgar Concerto in Spokane with Eckart Preu
"Elgar's Cello Concerto always comes as a surprise for me and for most listeners. It has nothing of the haughty nobility of "Pomp and Circumstance" nor the nearly suffocating density of his symphonies. It is a powerful, even poignant, work whose effects are achieved with great economy of means. The young German cellist Alban Gerhardt delivered an intense, personal account of the concerto without ever lapsing into self-indulgence. The solo recitatives that introduce each of the four movements were gripping, and Gerhardt made his bow dance on the extended repeated-note figuration in the second movement. At one point his fierce pizzicato chords raised a cloud of rosin dust. The elegiac spirit of Elgar's Concerto was altogether appropriate to Saturday's performance. The soloist learned earlier in the day of his mother's death in Berlin. Johanna Gerhardt was a singer. She would have been proud of the singing tone her son brought to the lyric sections of his performance, especially in the Adagio third movement. Preu and the orchestra provided a splendid accompaniment. Gerhardt received numerous curtain calls, and he responded with a meditative, spontaneous-sounding performance of the Prelude from Bach's Sixth Suite for Solo Cello."
Travis Rivers, Spokane Spokesman, February 11 2008
 
Brahms Double and Golijov's "Mariel" with Fort Worth Symphony in Carnegie Hall under Hardt-Bedoya
"... The Fort Worth players did not sound as confident in the opening work, Brahms’s Concerto for Violin and Cello in A minor. It is an elusive score. During long passages the solo instruments have ruminative, intimate exchanges over a subtle orchestra backdrop, and it is difficult to maintain balances. The young soloists, both notable emerging artists, played impressively: the brilliant violinist Augustin Hadelich, born and raised in Italy but German by heritage; and the Berlin-born cellist Alban Gerhardt, who combines lush sound with agile technique. The program included the premiere of Osvaldo Golijov’s new arrangement for cello and orchestra of his “Mariel,” a 14-minute work from 1999, originally for cello and marimba. The piece is a mournful elegy for Mr. Golijov’s friend Mariel Stubrin. An aching melody threads its way through shimmering, quietly sputtering orchestral harmonies. An undertow of throbbing bass keeps the music grounded even as the cello is seized with agitated outbursts. Mr. Harth-Bedoya showed an ear for the South American folkloric elements of the music, and Mr. Gerhardt played beautifully...."
Anthony Tommasini, New York Times, January 28, 2008
 
Prokofiev Sinfonia Concertante in Darmstadt mit Stefan Blunier
"...der Solopart <ist> technisch sehr anspruchsvoll und selbst physisch nicht ohne Anstrengung zu bewältigen... Gerhardts technisch makelloses, transparentes Cellospiel ermöglichte es mühelos, thematische Entwicklungen der drei Sätze zu verfolgen... der Solist <wurde> auch in sinfonisch bedeutenden Passagen nicht zugedeckt..."
Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.Januar 2008
 
"...Prokofiews Sinfonisches Konzert von 1952 fand mit dem mehrfach ausgezeichneten Cellisten Alban Gerhardt einen kongenialen Interpreten. Die immense Kunstfertigkeit zeigt sich vor allem im mittleren Allegro-Satz... und Alban Gerhardt ging entschlossen aufs Ganze: Rasante Läufe, stetige Lagenwechsel und mehrstimmig gespielte Partien kumulierten sich in seiner Solokadenz, klangliche Facetten, die von elegischem Ton im ersten Satz bis zu witzig-burlesker Stimmung im dritten Satz reichten, bewiesen Gerhardts Ausdruckspalette... Den begeisterten Beifal erhielt der Solist auch bei seiner Zugabe, einem Moderato-Satz von Mstislaw Rostropowitsch, nicht nur für sein farbiges Spiel, sondern auch für seine Gelassenheit. Als mitten im Stück eine Saite riss, setzte Gerhardt prompt auf einem anderen Cello, das ihm ein Orchestermusiker reichte, das Stück fort..."
Esther George, Hanauer Post und Hanauer Anzeiger, 15.Januar 2008
 
„ ...Der deutsche Cellist Alban Gerhardt, dessen internationale Karriere vor 15 Jahren begann, meisterte die Tücken des mit und für Mstislaw Rostropowitsch geschriebenen Konzerts auf mitreißende Weise. Er ließ die Kantilenen mit schönem Ton aufblühen, er meisterte die haarsträubenden Schwierigkeiten - Doppelgriffe, Flageoletts, Läufe, Sprünge und Pizzikati – mit einer Leichtigkeit, als seien sie eine Selbstverständlichkeit. Und er orientierte sich immer wieder am Dirigenten, um seinen Part mit dem des Orchesters zu koordinieren. So entstand ein echtes Miteinander, denn auch hier sind viele Musiker des stark besetzten Orchesters solistisch gefordert, bis hin zum Konzertmeister. Stefan Blunier am Pult sorgte für die perfekte Klangbalance, so dass sich die Cello-Passagen einschließlich der markanten Kadenzen mit dem sinfonischen Anspruch des Gesamtwerks deckten. Es gab begeisterten, mit Bravorufen durchsetzten Applaus im Großen Haus, und Alban Gerhardt spielte schließlich als Zugabe das Prélude aus Johann Sebastian Bachs Cello-Solosuite Nr. 6 auf überaus spannende Art, die Architektur des Stücks feinsinnig nachzeichnend."
Klaus Trapp, Darmstädter Echo, 14. Januar 2008
 
Prokofiev Sinfonia Concertante in Bergen with Alan Buribayev
"A meeting with the exceptional German cellist Alban Gerhardt
...And then he comes, the young German Alban Gerhardt, on stage in Grieghallen, sits down with his cello and opens up a completely new work, a completely different world (compared to Rostropovich, referred to earlier in the review). For in his interpretation, we could not hear much elevated pathos. He played the piece according to its title – as an entertaining symphony where he sometimes was part of the orchestra and let his cello melt into the orchestral sound, and where he at times hit us with surprising musical surprises and audacious touches, with a youthful rhythmical suppleness and a completely amazing technique. Long time has passed since there was so much electricity in Grieghallen. After rounds of applause he then played as an encore the first movement from Bach's sixth suite for solo cello. After the interval, when the BFO played Tchaikovsky’s First Symphony, who was seated on the last desk in the cello section like an ordinary orchestra member? Alban Gerhardt. Such a musician! For the joy of music!"
Peter Larsen. Bergens Tidene, January 11, 2008 
 
Dvorak Concerto in Swansea with BBC Wales under Martin Brabbins
"...Dvorák's Cello Concerto in B minor is almost as symphonic in conception as his D and E minor symphonies, yet there are also passages where the orchestration is as transparent as chamber music - in this strongly characterised performance, Brabbins and soloist Alban Gerhardt highlighted Dvorák's often unconventional approach, taking calculated risks in their negotiation of the fine balance between cellist and orchestra. Gerhardt's warmly lyrical tone complemented the more fiercely virtuosic moments very well. No matter how familiar, there is always an element of surprise in the cello's final utterance: single notes held long, with not a trace of flamboyance but an emotionally loaded valediction. Gerhardt made these particularly expressive and it meant that the orchestra's final blaze was not merely triumphant..."
Rian Evans, Guardian, 5th January 2008