Zitate | Neueste Kritiken | Archives | Portraits
 
Akron Beacon Journal
 
Dvorak-Konzert beim Blossom Festival mit dem Cleveland Orchestra unter M.Hardt-Bedoya

"...Gastcellist Alban Gerhardt, der sein Debüt beim Cleveland Orchestra gab, spielte Dvoraks Cellokonzert mit wilder Intensität und entbrennender Technik…Standing Ovations brachten den jungen Berliner zurück auf die Bühne um das Präludium aus Bachs Sechster Suite in D-Dur zu spielen..."

Elaine Guregian, 25.Juli, 2006
 
American Record Guide
 
Debut Recital at Alice-Tully-Hall in New York with Markus Becker
„Alban Gerhardt rechtfertigte in brillanter Manier das Vertrauen der Juroren in seine Musikalität und seine instrumentale Beherrschung…Es war Gerhardt’s Abend schlussendlich: Seine Wiedergabe der Kodalysolosonate war vielleicht die erregendste die ich je gehört habe. Es hatte eine beherherrschende Virtuosität vergleichbar zu Janos Starkers, dazu kam eine jugendliche, draufgängerische Grösse und Energie, die direkt auf des Werkes – und es Publikums – Herz losging…Die totale Hingabe in diesem letzten Programmpunkt erreichte eine prachtvolle Wildheit...“
April/Mai 1994
 
Arizona Daily Star
 
Recital with Rina Dokshitsky
„...Gerhardt tauchte furchtlos in die Musik ein und spielte mit einer konstanten Vorzüglichkeit... Seine Ausdauer beeindruckte mich als phänomenal... Sein Beethoven und Brahms waren unvergesslich für den feinen singenden Ton und den noch feineren musikalischen Instinkt...“
27. Januar 1997
 
Boston Globe
 
Schumannkonzert mit Boston Symphony unter C.v.Dohnanyi
“Gastsolist triumphiert in seinem Boston Debut

...Donnerstag abend gab es zusätzlich zur normalen musikalischen Aufregung, die immer herrscht, wenn Gastdirigent Christoph von Dohanyi auf das Podium des Boston Symphony Orchestras zurückkehrt, etwas aussermusikalisches Drama. Der deutsche Cellist Alban Gerhardt machte sein Debut mit dem Schumannkonzert. Die A-Saite auf Gerhardt's 18.Jhd.-Gofriller-Cello riss zu Beginn des Finales und die Aufführung kam zu einem Stillstand. Solocellist Jules Eskin hielt ihm sein eigenes 19.Jhd.-Foster-Cello entgegen, und Gerhardt tauschte es gegen sein eigenes aus. Die Aufführung ging weiter als wäre nichts passiert. Es war ein Triumph der Kaltblütigkeit, insbesondere da Eskin's Cello kleiner und weniger kräftig ist, obwohl es anziehend warme und dunkle Toncharakteristiken trägt. Das Publikum drehte durch. Am Ende entschuldigte sich Gerhardt noch ("es dauert so lange, eine Saite auf dem Cello aufzuziehen, und ich wollte Sie nicht warten lassen") und gab einen elegant gespielten Satz Solo Bach als Zugabe <Praeludium aus 6.Bachsuite, noch immer auf dem anderen Cello> Gerhardt, der dieses Jahr 36 wird, ist gross, schlank, beinahe etwas hager. Das Schumannkonzert ist ein heikles Werk zu gestalten, aber Gerhardt spielte es mit überzeugendem Mass zwischen Schlichtheit und Genialität, indem er die langen melodischen Phrasen zu singen und eine Vielfalt von Farben und Artikulationen zu dem Passagenwerk zu bringen wusste. Manchmal, wenn er voll ausspielte, klang er etwas zurückgehalten, aber es gibt keine Frage über sein Talent, seine Musikalität, seine Phantasie - und seine Nerven aus Stahl…”

Richard Dyer, 23. April 2005
 
Charlotte Observer
 
Schumannkonzert mit dem Charlotte Symphony unter Christoph Prick
„…Solist Alban Gerhardt war im Rampenlicht…Gerhardt kostete die Leidenschaft und die Introspektion des Konzertes voll aus. Er bot den Schumann mit dunklem, vollen Ton dar, einem Gespür dafür, große Soli großzügig und expressiv zu machen, zärtlichem Umgang mit den Melodien und eine Flinkheit, die dem Finale Flügel versetzte. Vor allem arbeitete er die Kontraste heraus, die Schumann‘s Musik so lebendig machen. Er konnte im selben Moment von Verträumtheit zu Inbrunst wechseln…“

Steven Brown, 3.April 2004

 
Cincinnati Enquirer
 
Schostakovich Nr.1 mit Keith Lockhart und dem Cincinnati Chamberorchestra
„Junger Cellist überragt in Kammerorchester Debüt…
...…[das Konzert] hatte seinen Höhepunkt mit dem CCO Debüt eines grossartigen Cellisten…Mr. Gerhardt ist ohne Zweifel einer der brilliantesten Cellisten seiner Generation…Das aus verkaufte Haus sprang auf am Ende des Werks. Er spielte sein Guadagnini Cello mit einer Intensität und einem gutturalen, fetten Ton, der das Publikum zum Zuhören zwang und zuweilen an Rostropovich’s Ton erinnerte…Wir werden noch viel von diesem jungen Virtuosen hören…“
Janelle Gelfand, 27. Februar 1996
 
Cincinnati Post
 
„…Gastcellist stiehlt dem Orchester die Show…
...Gerhardt, ein 25jähriger Cellist aus Berlin, hielt das Publikum, das beinahe die ganze Memorial Hall füllte und nach seinem 1.Schostakowitschkonzert nach mehr verlangte, in seinem Bann. Und sie bekamen es in Form einer Solozugabe von Gerhardt. Das Cellokonzert war ein absolutes Vergnügen, vor allem wegen des sich wiegenden Gerhardt, der, auswendig spielend, sich in seiner eigenen Welt zu befinden schien. Die Halle war derart gespannt während seiner Kadenz, daß man die Kinder, die in der Nähe in Washington Park spielten, hören konnte…“
Keith Herrell, 26.Februar 1996
 
Columbus Dispatch
 
Elgarkonzert mit der Columbus Symphony unter James Judd
«Solist fängt Romantik und Drama in Elgars Cellokonzert ein

…Erste Eindrücke können alles bedeuten, und jene, die Alban Gerhardt in den Eröffnungstakten des Elgarkonzert hinterließ, waren auf alle Fälle stark. Gerhardt spielte mit äußerster Präzision und äußerstem Drama und nahm seine Zuhörer von Anfang an gefangen. Abgesehen vom berühmten Hauptthema des ersten Satzes kann dieses Werk ehrlich gesagt allzu leicht enttäuschen. Gerhardt allerdings tat gut daran Dinge interessant zu gestalten, während er in sensibler Partnersschaft mit einem kooperativen Dirigent und Orchester zusammenarbeitete. Dies fiel ihm umso leichter wegen des einfach prächtigen Klang seines Cellospiels,welches ungewöhnlich gut von einem Platz aus in dem Ohio Theatre projezierte, von dem aus Musik sich normalerweise in der Stratosphäre verflüchtigt. Gerhardt ist ein herausagender Spieler mit vollkommerner Beherrschung des Instruments und der Musik, und ich freue mich schon auf seine Wiederkehr. Eine emotionale Interpretation des Preludes der sechsten Bachsuite war eine willkommene Zugabe…»

Barbara Zuck, 19.Februar 2005
 
The Courier Journal
 
Schostakowitsch 1.Konzert mit Louisville Symphony unter Daniel Hege

„…Der junge deutsche Cellist Alban Gerhardt war ein enorm überzeugender Solist, der ein stattliches Aufgebot von Farben und Struktur aus seinem Instrument herausholte und mit seiner Aufführung klar machte, dass das Es-Dur-Konzert eine erstaunliche Errungenschaft bleibt. Es war ein gewaltiger Vortrag eines ungeheueren Werkes, der mit Sicherheit den letzten innerhalb Whitney Hall kauernden Zweifler bekehrte…Er und Gerhardt waren gemeinsam musikalisch-gebildete Partner, die das Konzert als eine erweiterte Kammermusik auffassten, ohne jemals das wichtige Knurren unter der scheinbaren Oberfläche zu verbergen…“

Andrew Adler, 16.January 2006
 
Detroit Free Press
 
Brahms-Doppelkonzert in Detroit mit Neeme Järvi
„…Boisvert und Gerhardt waren ein faszinierendes Team…, zum Teil weil Boisverts feine Eleganz und Gerhardts hervortretender und prägnanterer Stil nicht unbedingt von Natur aus zusammen passen. Im stürmischen Allegro dominierte Gerhardt, aber bald näherten sich diese beiden sensiblen Spieler einander an. Im Andante zeichnete das Paar die Poesie in perfekt balancierten Oktaven und erfaßte die kontrollierte Intensität der irreführend virtuosen Verstrickungen. Das Finale war voll von temperamentvoller Zigeuner-Energie…“
20.März, 2004
 
Detroit News Music
 

„…dieses Mal mit dem deutschen Cellisten Alban Gerhardt und Chefdirigenten Neeme Järvi auf dem Podium. Das Resultat war umwerfend. Die zwei Solisten mischten Farbe, Phrasierung und Rhythmus wie alte Freunde. Boisverts charakteristische Eleganz war die bezaubernde Unterlage zu Gerhardt‘s vollem Ton, und das DSO trug die beiden auf sprühenden Klangwellen. Am Ende applaudierten die Orchesterkollegen ihrer Konzertmeisterin statt mit den Bögen auf die Ständer zu schlagen. Gerhardt, der in reichem Masse seinen Teil an der Ovation – sehr verstärkt und verlängert durchs Publikum - verdient hatte, verbeugte sich vergnügt vor seiner improvisierten Partnerin."

Lawrence B. Johnson, 20.März, 2004
 
Florida Times-Union
 
Barberkonzert mit Jacksonville Symphony unter Fabio Mechetti
"...Alban Gerhardt, ein aufstrebender Star der internationalen Musikszene, stieß für das Barber Cellokonzert zu dem Orchester. Das Konzert erfordert sowohl interpretatorisches Können als auch sehr viel Kraft, und beides war deutlich erkennbar in Gerhardt’s Vortrag. Der junge deutsche Cellist, mit Spannung im Kiefer und geschlossenen Augen, hatte Hände, die so aussehen als könnten sie Stahl verbiegen, als er die leidenschaftlichen Kadenzen und heiklen Sprünge anging. Das Orchester schlug allerdings zurück mit einigen einwandfreien Einsätzen nach Gerhardts explosiven Solos…Barber gebraucht die gesamte fünf-oktavige Bandbreite des Instruments, während es an einigen Stellen der feuerwerksartigen Einlagen so schien als ob Gerhardt das Griffbrett ausging. Eine emotionale Bandbreite war auch erforderlich, insbesondere in dem gesanglichen Andante, und Gerhardt tat dies mit großem Feingefühl.“
22.April 2006
 
Harrisburg Patriot News
 
Dvorakkonzert mit Harrisburg Symphony und Stuart Malina

"...Alban Gerhardt erlaubte nicht einen einzigen langweiligen Moment in Dvorak's Cellokonzert. Sein Spiel, voll Charakter und körperlichen Einsatzes, nahm von Beginn bis zum Ende gefangen. Er nahm den ersten Satz stürmisch, manchmal war er einen Schritt vor dem Orchester, doch arbeitete er immer die Verschiedenheit der Themen heraus, mal resolut, mal eine lange Phrase liebevoll geführt...Dies war ein virtuoser Auftritt.Gerhardt schritt lebhaft durch etüdenhafte Muster und spielte die Triller so schnell wie die Flügel eines Kolibris..."

Zachary Lewis, 30.März 2003
 
Los Angeles Times
 
Haydn C-Dur mit Los Angeles Philharmonic unter Andrey Boreyko in Los Angeles und San Diego

„…Boreyko führte eine liebliche und exquisite Version <des Haydn-Konzertes>, die die glänzend engagierte, geistreiche Interpretation des Cellisten Alban Gerhardt, der wie der Dirigent sein Disney-Hall-Debüt machte, komplementierte. Dieser junge Berliner Virtuose ist ein Talent auf das man Ausschau halten und an dem man festhalten muss…"

Chris Pasles, November 14, 2005
 
Dvorakkonzert mit Los Angeles Philharmonic unter Yakov Kreizberg in der Hollywood Bowl

„…In der ersten Hälfte machte ein junger deutscher Musiker, Alban Gerhardt, sein Los Angeles in Dvoraks Cellokonzert. Auch wenn sein Haar aufsässig wirkt, ist er ein Muster von musikalischer Aufrichtigkeit und Charisma. Und sein Spiel ist lupenrein, sprechend und entspannt. Anders als manche seiner Kollegen schwitzt er nicht; auch überspannt er nicht. Er vermittelte des Werkes viele Schönheiten ohne Effekthascherei oder übertriebene Anstrengung. Gerhardt und Kreizberg stellten dieses stark abgenutzte Paradestück zurück auf auf seinen berechtigten Platz als ein Beispiel von Dvoraks lyrischem Einfallsreichtum auf seinem Höhepunkt. Eine edle Interpretation….”

12. August 2004
 
New Yorker
 
Recital mit Rina Dokshitsky in New York in 92nd Y
„Der herausragende deutsche Cellist Alban Gerhardt bestätigte den starken Eindruck, den er in früheren Auftritten in New York hinterlassen hatte…Wieder einmal beeindruckten Intelligenz und pure technische Sicherheit gewaltig…Gerhardt hat einen grossen, extrem focussierten Klang, eine verblüffende Sicherheit in seiner Intonation und er ist scheinbar mühelos was Brillianz und Artikulation angeht. Und es gibt auch ein gewisses Etwas an Nuance und Farbe was ein wenig im Vordergrund an Feuermann erinnert. In anderen Worten, dies ist das Cellospiel eines wahrhaften jungen Löwens – ein echter Virtuose…“
Harris Goldsmith, New Yorker, April/Mai 1996
 
Oregonian
 
Elgarkonzert mit Oregon Symphony unter Carlos Kalmar in Portland, Oregon
“Kalmar, Gastcellist Gerhardt verleihen zeitlosem Konzert neuen Zauber

…Alban Gerhardt erwies sich als <Carlos Kalmar> gleichgesinntem Musiker. Gerhardts und Kalmars Interpretation von Edward Elgars Cellokonzert, eines der bedeutendsten und bekanntesten für dieses Instrument geschriebenen Werke, erreichte etwas, wonach ein live-Konzert am meisten verlangt: einen neuen Ausdruck für den Hörer der es schon alles lange kennt. Eine Menge Cellisten – inklusive Berümtheiten wie Jacqueline du Pré und Yo-Yo Ma – haben demonstriert wie man Pathos jeder Note dieses Werks abringt, die Köpfe zurückgeworfen und Bögen in die Saiten gedrückt wie Finger an einem Fenstersims. Gerhardt zeigte keinen Mangel an Leidenschaft, aber sein Spiel hob sich ebensoviel durch seinen lyrischen Charakter und unsentimentale doch sehnsüchtige Zartheit rühmlich ab wie auch durch Drama und Schmerz. Die Hitze, die er abstrahlte, kam ebensoviel von einer glutvollen Leidenschaft wie vom Herz… Unter Kalmars Leitung erklang das Orchester mit kraftvoll getragenem Klang in einer Dynamik, die Gerhardts klaren, leuchtenden Ton und seine technische Brillanz zur Geltung kommen ließ bis zu einem Pianissimo im dritten Satz, das einem das Herz stillstehen ließ…

James McQuillen, 8.November 2004
 
Barberkonzert in Oregon mit Carlos Kalmar
„...Dank des außerordentlich vollkommenen Cellospiels von Gastsolist Alban Gerhardt war es eine einzige Freude, Samuel Barbers Cellokonzert zu hören...Barbers Konzert könnte Cellisten ermutigen, die Phrasen zu attackieren. Gerhardt läßt sie fließen. Sein Kland ist rund und biegsam, süßlich statt brutal. Wo andere Musiker furios und hart in die Saiten greifen, läßt er die Dissonanzen sich aus einer großen Ruhe heraus entwickeln. Sogar im Pizzicato hat er großes Interesse an einer größtmöglichen Auswahl an Klangmöglichkeiten. Kalmar und Gerhardt haben dieses Werk übrigens zusammen aufgenommen...“
Bob Hicks, December 9, 2002
 
Philadelphia Inquirer
 
Dvorak-Konzert mit Philadelphia Orchestra und James Conlon

Das Dvorak Cellokonzert erfuhr eine absolut packende Behandlung. Erinnerungen an Aufführungen des Werkes der verstorbenen Cellistin Jacqueline du Pre sind schwer aufzuheben: Sie spielte des Komponisten Verschmelzung zwischen Lyrik und choralähnlichen Nationalismus mit unerschütterlicher Sicherheit. Ungewißheit und Schatten fanden Einlass in die Interpretation Alban Gerhardt's, des jungen Berliner Cellisten, der Freitags Solist war. Das Werk hatte somit andere Arten von emotionalen Geschehnissen in extrem konzentrierte melodische Linien gepackt. Doch viel von der Spannung der Aufführung kam von Gerhardts Gefühl von emotionaler Selbstbeherrschung innerhalb eines eines strengen, formalen Rahmen, bewiesen von seiner klaren Logik bei Übergängen. Er ist eine bedeutende Persönlichkeit… Zudem erschlossen Gerhardt und Conlon das theatralische Potential ihres Haars. Es wogte und flog überall umher, und in diesem ehemaligen zweiten Zuhause von Riccardo Muti mögen wir das."

David Patrick Stearns, October 24, 2005
 
Pittsburgh Post-Gazette
 
Recital mit Rina Dokshitsky in Pittsburgh’s Carnegie Hall
„Einspringer umfassen Jahrhundert mit erhebendem Cellorecital...
...Gerhardt präsentierte Pittsburgh eines der ernsthaftesten, interessantesten und unterhaltsamsten Programme der Saison…Zudem zog Gerhardt – ein Künstler von bedeutendem Format obwohl erst 25 Jahre alt – sein ultrakonservatives Publikum mit sich und brachte seine Zuhörer auf ihre Füssen mit spontanen Ovationen nach jedem Werk. Mit totaler technischer und intellektueller Beherrschung der Materie zu seiner Verfügung produzierte Gerhardt auf einem einzigen Instrument die Klangfülle von Stimme und Orchester, die Fülle eines Streichquartetts zusammen mit emotionaler Ausdrucksweite die die gesamte menschliche Gefühlswelt zu umfassen schien…Es ist lange her, seit in Pittsburgh irgendeine Musik mit derart physischer Kraft und totaler persönlicher Überzeugung rübergekommen ist.“
3. Februar 1997
 
Plain Dealer
 
Dvorak-Konzert beim Blossom Festival mit dem Cleveland Orchestra unter M.Hardt-Bedoya
„Harth-Bedoya und Deutscher Cellist schwingen sich beim Blossom-Festival empor
...Aber die Nachricht des Abends war das Debüt des deutschen Cellisten Alban Gerhardt, der ein lebendiges, atmendes Erlebnis aus Dvoraks Cellokonzert machte. Gerhardt scheute sich weder den rustikaleren Gesten klangliche Rauheit zu geben noch Dvoraks böhmische Lyrik zu streicheln…Als Solozugabe gab Gerhardt eine pulsierende Interpretation vom Präludium aus Bachs Sechster Suite an…“
Donald Rosenberg, 24.Juli 2006
 
Post Standard
 
Schostakowitsch 1.Cellokonzert mit Syracuse Symphony unter Grant Cooper

“…Cellist Alban Gerhardt erfaßte das volle Ausmaßdes Werks. Der junge Wettbewerbs-gewinner mit klarem und sauberen Ton legte ein kraftvolle Haltung an den Tag. Doch trotz der Schönheit seines Tons zeigte Gerhardt keine Furcht, wenn es der expressive Inhalt der Musik erfoderte, auch mal mit den Zähnen zu knirschen. Seine Technik ist gewaltig. Ein Teil der Solokadenz beeinhaltete das Spielen von Flageolettes…Gerhardt tat dies mit solcher Genauigkeit und scheinbarer Leichtigkeit dass jedes Anzeichen von Schwierigkeit der Ausführung von seiner musikalischen Nachricht ersetzt war. Sein Engagement und seine emotionale Projektion der gesamten Partitur waren auf einem Niveau mit seiner Technik…”

Chuck Klaus, 8.Januar 2005
 
Rocky Mountain News
 
Elgarkonzert mit Colorado Symphony in Denver unter Christian Arming

„…Das zentrale Werk des Abends war Elgars großartiges Cellokonzert…Der Solist war der junge, schweißbandtragende deutsche Cellist Alban Gerhardt. Von der einleitenden Kadenz an wurde es offensichtlich, dass es sich hier um einen Spieler von Statur handelt, mit technischer Sicherheit und angeborener Musikalität. Gerhardt arbeitete die Nuancen der anspruchsvollen Solostimme des Konzerts heraus, tat sich zusammen mit Christian Arming für eine sehr beredte Interpretation, die den Zuhörer tief in das Herz und die Seele dieser Musik führte. Egal ob im tiefsten Register des Instruments (hervorragend in jenen dramatischen Doppelgriffen, die das Werk eröffnen und beenden) oder in den tückischen Passagen in höchster Höhe, Gerhardt war immer in totaler Kontrolle. Und er schien danach kaum außer Atem: Man sah ihn in der Cellogruppe für Strauss‘ Heldenleben in der zweiten Hälfte. Der Kerl muß gerne spielen…“

Marc Shulgold, 23.Oktober 2004
 
San Diego Arts
 
Haydn C-Dur mit Los Angeles Philharmonic und A.Boreyko in San Diego

„…Er ist phantastisch <Andrey Boreyko>. Ebenso Alban Gerhardt, eine Art Joshua Bell auf dem Cello (schauen Sie sich sein Photo an). Ja, er ist noch so einer dieser Filmstars, der uns mit seiner praktisch perfekten Technik und mit seiner Art, sich mit allem, was er hat, in das Werk zu werden, verblüfft. Das Werk taucht natürlich ständig in Konzertprogrammen auf, aber ich habe es selten in solch’ perfekter Balance zwischen begeistertem Engagement und Aufmerksamkeit fürs stilistischen Detail gehört wie gestern abend. Ich darf hinzufügen, dass er das Finale in einem sehr schnellen Tempo nahm – und diese fliegenden Flinger zusammen mit allem anderen schienen das Publikum verzaubert zu haben. Standing ovations schienen in diesem Falle angebracht…"

David Gregson, 13.November 2005
 
San Diego Reader
 
Recital mit Rina Dokshitksy in La Jolla, letztes Konzert auf dem Lorenzo Guadagnini vor dem Diebstahl
Eine Frage des Überlebens

Der Cellist Alban Gerhardt und die Pianistin Rina Dokshitsky sind für ein gemeinsames Recital ins Athenaeum zurückgekehrt. Ich hörte sie zuletzt vor sieben Jahren, in einem Konzert, das so sensationell war, dass ich mich immer noch so gut wie an jeden Moment davon erinnere. Damals war es Beethoven, Debussy, Schostakowitsch und Prokofiew, dieses Mal Rachmaninoff, Kodaly, Piazzolla und Ligeti. Aber beide Musiker sind auf der Spitze ihres Spiels geblieben, und ihr Musizieren ist noch immer unvergleichlich atemberaubend.
Kodaly - wie kommt es daß Gerhardt so spielt wie er spielt? Hier ist meine Phantastie zu diesem Thema. Er wurde von einem Terrorist, der zufälligerweise das Cello liebt, entführt. Der Terrorist zwingt ihn zu spielen. Er muß nicht nur jedes Stück mit perfekter Technik und starkem, expressivem Ton spielen. Nein, er muß weiter gehen. Er muß in die Essenz von jedem Musikstück eindringen, muß so spielen, als ob er im Moment des Schaffens anwesend gewesen wäre. Er muß die Sprache zu seiner eigenen machen. Er muß ihre Leidenschaft und Sinn in seinem Blut und seinen Knochen erfahren. Er muß sich von allem trennen, was nicht dazu gehört: Seine Persönlichkeit, seine privaten Sorgen, seine außermusikalischen Assoziationen, Ablenkungen der Gedanken, Erinnerungen, Pläne, Hoffnungen, sich selbst. Er muß nichts als die Musik selber werden. Sonst wird er getötet. Das ist, so scheint es mir, der Schlüssel zu Gerhardt's überwältigender Wirkung. Er spielt um sein Leben. Das Publikum erfährt nicht die Nachbildung eines Geschehens, sondern das wirkliche Ding. Und während sich dies vor uns abspielt, gibt es nichts in der Welt was wichtiger wäre...Gerhardt zeigte sich als vollendeter Meister von Doppelgriffen, Doppelgrifftriller, gleichzeitigem Streichen und Zupfen und dem virtuosen Schwierigkeiten, die in der Partitur gefordert werden. Aber das war zu erwarten. Kein Cellist würde es wagen, dieses fingerbrecherische Werk öffentlich zu spielen, ohne seine technischen Hürden gemeistert zu haben (viele Cellisten, eingeschlossen einige der Berühmtesten, meiden es vollständig.) Das echte Problem liegt tiefer. Worum geht es bei diesem Musikstück? Warum tut es Dinge, die es tut? Teile davon sind gefüllt mit großen, leeren Ruhepausen. Oft scheint es nirgendwohin zu gehen. Der erste Satz ist eine Reihe von deklamatorischen Episoden, zusammengehalten bei gelegentlicher Wiederholung des Eingangthemas. Der zweite Satz insbesondere ist phänomenal statisch, als ob Zeit für immer angehalten worden wäre. Der etwas aktivere dritte Satz mit seinem motorischen Tanzrhythmus scheint ständig zuende gehen zu wollen, um dann wieder von Neuem zu beginnen.Die Knalleffekte, die die Möglichkeiten des Cello mit noch nie dagewesenem Erfindungsreichtum und Vielfalt ausschöpfen, geben am Ende den Eindruck, als wären es klevere Tricks um ihrer selbst willen. Das ganze Werk, sogar in der Interpretation der besten Cellisten, klingt aufgedunsen. Einer seiner glühendsten Verfechter, der großartige Janos Starker, scheint für lange Zeit dieser Berurteilung zugestimmt zu haben, indem er das Werk mit beträchtlichen Schnitten spielte. Das erstaunlichste an Gerhardt's Aufführung war die Art, auf welche er all diese offensichtlich recht legitimen Kritikpunkte des Opus 8 ohne Spur verschwinden ließ. Wenn man unter Todesangst spielt, kämpft man sich zur Wahrheit durch, ganz egal wie sehr diese verfälscht und verborgen sein mag. Die Wahrheit dieser Königin aller Cellosonaten liegt in ihrer schöpferischen Vision, und all die Klangeffekt, all die strukturellen Anomalitäten, alle Abweichungen der erwarteten Sonatenform sind gerechtfertigt durch ihren Dienst in dieser Vision. Dies ist nicht höfische oder städtische Musik, es ist kaum zivilisierte Musik. Ihr Herz ist in der Wildnis, in den weiten, ländlichen Ebenen Ungarns. Seine langatmigen Meditationen und seine Ausbrüche von wahnsinniger Energie rühren von der Einsamkeit der Seele in solchen Weiten, eine Einsamkeit die verkörpert wird durch die Einsamkeit des Cellisten ohne begleitendes Klavier, Orchester oder andere Mitstreiter, gezwungen, auf seine eigenen emotionalen und selbstbeobachtenden Resourcen für alle Richtung, Ausdruch und Sinn zurückzugreifen. Betrachtet unter diesem Gesichtspunkt (und es war Gerhardt's Interpretation, die zum ersten mal in meiner Erfahrung mit diesem Werk ein solches Verstehen möglich gemacht hat) hat Kodalys Opus 8 keine Längen; es hat Tiefe...Gerhardt's übernatürlich fokussierte Intensität in jeder Phrase der Musik inklusive ihrer Ruhepunkte zeigte dem Zuhörer sofort die musikalischen und technischen Herausforderungen und brachte ihn auf eine neue, großartige Ebene..

(Den Grand Tango von Piazzolla) habe ich vor Gerhardt's Konzert mehrere Male gehört, gespielt von so ausgezeichneten Cellisten wie Yo-Yo Ma und Rostropowitsch selber, aber es hatte nie einen großen Eindruck auf mich gemacht außer, daß es fürs Cello sehr gut geschrieben war. Gerhardt und Dokshitsky änderten dies. Rostropowitsch's Interpretation präsentierte den Grand Tango als gut proportioniertes, lyrisches WSerk, voll von Liebenswürdigkeit und Nuance. Im Kontrast dazu gingen Gerhardt und Dokshitsky mit wütendem Zorn daran. Sie beschworen eine dunkle Atmosphäre von Gewalt und Sexualität herauf, die man in manchen von Borge's naturalistischen Geschichten von Buenos Aires kennt...Das Spiel dieser Musiker war unheimlich im eigentlichen Sinne des Wortes und die Ausbrüche der Pianistin waren so kraftvoll wie die fieberhafte Phrasierung und die Rauheit in des Cellisten Tons. Rostropowitsch's Aufnahme von 1996 ist weit davon entfernt, sie scheint langweilig und affektiert im Vergleich, der Klaviertpart wird als reiner, ängstlicher Hintergrund behandelt. Im Athenaeum war die Einheit von Cellist und Pianistin (sowohl technisch als auch vom Temperament her) umwerfend, und die offensichtliche Tatsache, daß dies eine kollaborative Unternehmung zwischen Gleichberechtigten war, erhöhte die unerwartete Kraft von Piazzolla's Werk...Niemand hat jemals die Qualität Rachmaninoff's Cellosonate bezweifelt, und San Diego's Konzertbesucher haben wunderbare Aufführungen des Celloparts erleben dürfen (z.B. David Finckel). Aber es war faszinierend, wie Gerhardt den Ton seines schönen Guadagnini an Rachmaninoff's leidenschaftlich expressiven Stil anpasste: keine ungarische Ländlichkeit oder argentinische low-life Dreckigkeit, sondern stattdessen ein voller, reifer und vibrierender Klang, der gleichzeitig leuchtend fokussiert war. Genauso wie Gerhardt sich vollkommen mit dem spirituellen Milieu, in dem die Kodaly Solosonate und Piazzolla's Grand Tango liegt, identifiziert hatte, so brachte sein Spiel der Rachmaninoffsonate des Komponisten heroische Melancholie mit tiefem Einfühlungsvermögen heraus, jedoch ohne einen Hauch falscher Sentimentalität...

Die zwei Zugaben, Rachmaninoff's Vokalise und Requiebros von Gaspar Cassado, boten den willkommenen Beweis, dass dieser zutiefst ernsthafte Cellist auch der prachtvollen Gesanglichkeit fähig ist und (in dem leidenschaftlichen Cassado-Stück) Charme, Grazie und wahre iberische Lebensfreude in Übermaß besitzt (er und Dokshitksy haben eine unentbehrliche Cd spanischer Musik aufgenommen: Man kann nicht ohne ihre Interpretation von Ravel's Habanera leben, glauben Sie mir!). Doch sogar in diesen kurzen, Zuhörer-freundlichen und elegant gespielten Zugaben ließ Gerhardt's Konzentration niemals nach, und er warf sich auf sie als ob seine ganze Existenz davon abhing, dass er jede Facette ihrer wahren Beutung offenbarte. Wenn Scheherazade eine Anekdote erzählt, gibt sie alles was sie hat, da sie weiß, was passiert, wenn sie es nicht tut. Damals wie heute ist dies das unverwechselbare Zeichen des großen Künstlers.

Jonathan Saville, San Diego Reader, 15.Mai 2003
 
Recital mit Rina Dokshitsky in San Diego
„Niemand konnte bezweifeln, dass wir in der Gegenwart eines der weltbesten Cellisten waren… Dies war unsagbar fesselnder, intimer Kontakt mit der grössten Klasse des Musizierens…Alles in allem, dies war eines der umwerfendsten Konzerte, das ich jemals erleben durfte, egal welcher Art…Sie waren Musiker mit ganzer Seele….Das bedeutet, dass sich in jedem Augenblick die Musik in totaler Fülle als die Art von Musik offenbart, die sie sein sollte. Ich hatte noch nicht einmal Zeit Gerhardt’s sagenhafte Technik, die Pracht seines Tons, die unglaubliche Brillianz seiner Geläufigkeit, seiner Doppelgriffe oder seine unbeschreibbar wohlgestaltete Phrasierung einer einfachen Melodie…“
Jonathan Saville, 31. Oktober 1996
 
Salt Lake Tribune
 
1.Schostakowitschkonzert mit Utah Symphony unter Keith Lockhart
„...Utah Symphony war Gastgeber für den aufregenden jungen Deutschen Cellisten Alban Gerhardt. Gerhardt’s leidenschaftliche Aufführung des Cellokonzertes Nr.1 von Schostakowitsch brachte das Orchester ins Jahr 2003 mit einem donnernden Beginn...Gerhardt, 33, spielte den ersten Satz mit soviel Intensität und Schwung, daß die Zuhörer auf den Stuhlkanten saßen. Er fing auch sehr gut den bissigen Witz von Schostakowitsch ein...Nach einem sehnsüchtigen zweiten Satz gab Gerhardt einen bewegenden Monolog in der langen Kadenz des Konzertes, nur um danach die Intensität wieder anzukurbeln und das Werk mit anregender Demonstration von unverfälschter Dringlichkeit zu beenden...“
Catherine R. Newton, Salt Lake Tribune, 11. Januar 2003
 
San Antonio Express
 
Saint-Saëns Concerto with San Antonio Symphony under Larry Rachleff

„... Camille Saint-Saëns’ heroisches Cellokonzert in a-Moll, mit Alban Gerhardt als hervorragendem Solist... Gerhardts dunkler, wunderbar kerniger Klang, seine erstaunliche Virtuosität und seine eindringliche, entschiedene Phrasierung ließen bei Saint-Saëns Cellokonzert, einem grundlegenden Werk, dass sich der Seele der Romantik verschreibt, nichts zu wünschen übrig. In dieser Darbietung, bei der sich Gerhardt völlig ungezwungen in die Musik stürzte, steckte die Muskelkraft eines Athleten."

Mike Greenberg, 25.März 2007
 
San Diego Union-Tribune
 
Elgar-Konzert mit San Diego Symphony unter Jiajia Ling

„…Leicht hätte das Programm, das Elgars Cello-Konzert und die 6. Sinfonie von Tschaikowsky aufeinander folgen ließ, zu viel Romantik für einen Abend bedeuten können. Doch war der in Berlin geborene Gerhardt – der hier vor zwei Jahren mit der Los Angeles Philharmonic Haydn spielte – wunderbar auf das Elgar-Konzert eingestimmt, vor allem bei den weichen Legati, die seinen vollen, fließenden Klang zur Geltung brachten. Der weit gereiste Virtuose unterstützte bei Tschaikowsky sogar die Violoncelli im Orchester, was dem Höhepunkt des Programms noch mehr Glanz verlieh ….“

Valerie Cher, 15.Januar 2007
 
San Juan Star
 
Rokoko-Variationen in Puerto Rico:
„...Der deutsche Gastkünstler Alban Gerhardt war von begeisterter Publicity angekündigt worden, und alles wurde von diesem grossartigen Musiker als korrekt bewiesen, mit seinem gewaltigen, frischen Klang und seiner wunderschönen Phrasierkunst in einer pefekten Aufführung von Tchaikovky's Rokoko-Variationen...Gerhardt ging an das Werk mit grosser Sensibilität und hervorragender Technik heran, liess das Schwierige leicht aussehen. Als Zugabe den ersten Satz der Ligeti Solosonate, selbst ein viruoses Werk welches exquisites Phrasieren erfordert. Bravo!...“
April 12, 2000
 
Recital mit Rina Dokshitksy in Puerto Rico
„…Ada ich selber Cellist bin, gebe ich normalerweise keine Superlative. Aber Alban Gerhardt spielte so gut wie die besten, die ich je gehört habe – inklusive Leonard Rose, Janos Starker udn Bernard Greenhouse in ihrer besten Zeit. Ich selber studierte mit Aldo Parisot für sieben Jahre. Wenn nicht eine unvorhersehbare Tragödie passiert, so wird Gerhardt unter den besten lebenden Cellisten des nächsten Jahrhundert sein. In der Tat, ein gerechter Vergleich wäre der mit Emanuel Feuermann…Dieser konnte alles spielen, musikalisch und ohne die Idee einer technischen Schwierigkeit, und das alles mit lächelnder Nonchalance. Gerhardt scheint dazu befähigt, dieses Phänomen zu wiederholen…Von den Eröffnungstakten der Brahmssonate an wußten wir, daß wir es mit einem Meister zu tun hatten. Gerhardt hat einen Klang so groß wie Lynn Harrels und er scheint sich nicht irren zu können in seinem emotionalen Ausdruck in den Grenzen der Musik. Sein Bogenarm ist makellos, und seine linke Hand produzierte eine Intonation, die niemals daneben lag in beinahe zwei Stunden von allerschwierigstem Cellorepertoire…Und obendrein bewies er mit seinen kleinen Kommentaren am Rande, daß er ein Musiker ist, der nicht von übergroßem Selbstwertgefühl behindert wird, sondern der es liebt, für Menschen Musik zu machen. Baby Boomers zurücktreten, die X’ers der Musik sind da, und alles, was wir machen können, ist applaudieren und um mehr zu betteln.“
Marc Staebler, 4.April 1995
 
Seattle Times
 
Lalokonzert mit Seattle Symphony unter Philippe Jordan
"Zwei junge Talente stärken Seattle Symphony

...Jordan war nicht der einzige Debütant am Donnerstag Abend. Der Solist Alban Gerhardt spielte zum ersten Mal in Seattle. Der Umstand, daß er nur fünf Jahre älter als Jordan ist mag zu dem exzellenten engen Verhältnis der beiden im Lalokonzert beigetragen haben. Gekleidet in dunkelrotem Hemd mit schwarzer Hose, Gerhardt spielte mit großem körperlichen Einsatz...Er ist ein ausdrucksvoller Musiker mit hervorragender Technik, starkem Bogenarm, großartigen Fingern - und imponierendem interpretatorischen Tiefgang. Es ist spannend, neues, gutes Talent zu hören...Diese Art von Energie weckt Publikum und Orchesters gleichsam auf, während wir über die Fußstapfen von einer neuen Generation von Talent nachsinnen."

Melinda Bargreen, 26.April 2003
 
Seattle Post-Intelligencer
 

"...Lalo's Cellokonzert ist seltener zu hören als sein bekanntes Werk für Violine, die 'Sinfonie Espagnole', vielleicht weil es extrem schwierig für den Solisten ist, aber diese Aufführung war ein Triumph für Gerhardt...Sein Klang ist reich und dennoch durchsichtig, seine Phrasierungen musikalisch. Die vielen Passagen technischen Feuerwerks brachte er mit sichtbarer Leichtigkeit herüber und ließ sie viel eher als einen integralen Teil des Konzerts erklingen als daß er sie für sich zum Prahlen mißbraucht hätte. Lalo hüllt sie in den Orchesterklang ein, doch obwohl das Cello in tiefem Register spielt, war Gerhardt immer zu hören - Jordan hielt das Orchester mit und um ihn herum, aber niemals über ihn. Der sprühende zweite Satz war besonders mitreißend..."

Philippa Kiraly, 26.April 2003
 
 
Seattle Weekly
 
Schumannkonzert mit Seattle Youth Symphony unter Jonathan Shames
„...Alban Gerhardt spielte den Solopart des Schumann-Cellokonzertes sensibel und perfekt ohne jede Show zu verwenden. Er spielte in den oberen Lagen mit einer köstlichen Klarheit und Flüssigkeit. Sein
kräftig strahlender Ton behauptete sich gut gegen ein streicherlastiges Orchester...“
Gavin Borchers, 21. Februar 1996
 
Shreveport Times
 
Schostawitsch 1.Konzert mit Shreveport Symphony
„...Alban Gerhardt mit seiner herausragenden Interpretation des brillianten 1. Cellokonzerts von Schostakowitsch. Sein steiler Aufstieg in der Konzertszene überrascht wenig: Er zaubert unglaubliche Klänge aus seinem Instrument,... voll Emotion, von Verzweiflung bis zu herzzerbrechender Wehmut...Der dritte Satz (die Kadenz) war aussergewöhnlich, Gerhardt's hochvirtuose Ausführung bemerkenswert. Dieser Musiker besitzt eine äusserst variable Bogenhand, mit der er sowohl Donner als auch unhörbare Klänge aus seinem Cello hervorkitzeln kann...“
6. Februar 2000
 
Star-Telegram
 
Schostakowitsch 1.Cellokonzert mit Fort Worth Symphony unter M.Harth-Bedoya

“…Gerhardt’s talentierte Aufführung war emotional geladen und technisch durchweg beeindruckend – besonders in der sechsminütigen Solokadenz, die als des Konzertes dritter Satz dient . Gerhardts natürlich dunkler Ton bewies sich als äußerst passend für diese Komposition von 1959…”

Punch Shaw, , 15.Januar 2005
 
The Tennessean
 
Haydn D-Dur mit Nashville Symphony unter Carl St.Clair

„…Als jedoch Alban Gerhardt einsetzte, konnte der Kontrast nicht unmittelbarer und faszinierender sein. Sein Klang überstrahlte das Orchester und setzte sich gegen dessen selbst auferlegte Bescheidenheit durch. Dadurch gewann das Stück mehr an Virtuosität als man für möglich gehalten hätte. Gerhardts Ausdruck und dynamische Phrasierung gingen dabei nicht zuletzt dank seiner ausgezeichneten Bogenführung nie über das angemessene Maß hinaus. Dies alles sorgte dafür, dass sich das Cello als ein zugleich durchsetzungsfähiges und nachdenkliches Individuum über das Orchester erhob …."

Jonathan A.Neufeld, 16.Februar 2007
 
Vancouver Sun
 
Shostakowitsch 1.Cellokonzert mit Vancouver Symphony unter Hannu Lintu

„…Dieses perfekt gestaltete Programm – ein Klassiker, eine genial gewählte Paarung, die zu einer Neubewertung von Sibelius anregte, und ein sensationeller Cellist, der ein musikalisch dichtes Originalwerk eines Meisters spielt, der im Jahr seiner Hundertjahrfeier groß präsentiert wurde – war eine einzige Offenbarung. Am offenkundigsten war sicher das mitreißende Talent Alban Gerhardt, ein Cellist nach Art der ganz Großen. Ich habe Rostropovich, Lynn Harrell und Janos Starker gehört und bin sicher, dass sein Name bald zusammen mit diesen genannt wird. Er besitzt eine makellose Technik, eine tiefgründige Musikalität und verschreibt sich ganz der Erkundung und Interpretation der Tiefen eines Werks. Schon dadurch ist Gerhardt verschiedenen anderen sehr guten Cellisten der Musikszene haushoch überlegen, was ihn aber in die vorderste Reihe bringt, ist sein außerordentliches Talent …Das Publikum raste geradezu nach seinem faszinierend virtuosen Spiel und wurde mit der noch gewaltigeren Ligeti-Zugabe belohnt….”

J.H.Stape, 7.Dezember 2006
 
Don Quixotte mit Vancouver Symphony und Andrey Boreyko

„...Der deutsche Cellist Alban Gerhardt schilderte nicht den Wahnsinn, sondern gab uns ehrliches, suchendes Phrasieren das niemals aufgab, auch als Strauss’ melodisches Vorgehen mit den üblichen heldenhaften Ausdrucksweisen brach. Im wesentlichen stellte Gerhardt den Part des quixottischen Don ohne Respektlosigkeit vor dem verwirrten Herrn schauspielerisch-charakteristisch dar. Eine herzliche, arglose Anmut durchdrang Gerhardt’s Spiel, selbst als das ihn umgebenden Orchester einen hinterhältig verunglimpfenden Rahmen bot. Der Celloklang erinnerte an Janos Starker’s, mit untadeligem Vibrato, doch mit mehr stentorischen Ausdruck eines großartigen Redners...“

John Keillor, 18. März 2003