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Von Manhattan nach Ronsdorf - Cellist hat Wurzeln in Wuppertal
„Ich bin glücklich, wieder einmal in der Wuppertaler Stadthalle sein zu dürfen“, freut sich der Cellist Albn Gerhardt schon jetzt auf sein Konzert am Sonntag, 2. November um 20 Uhr im Großen Saal. Gegenüber der WZ lüftet er ein Geheimnis: Der in Berlin geborene und seit knapp zwei Jahren in New York ansässige Musiker fühlt sich mit der Bergischen Metropole eng verbunden, da sein Vater aus Ronsdorf stammt und er hier noch Familienangehörige hat. Bei ihnen wird er sich auch Anfang nächsten Monats aufhalten. Er wird direkt von Paris anreisen, wo er zuvor seine Aufnahmen mit drei Brahms-Sonaten nachbearbeiten wird. Nach dem Konzert fliegt er wieder zurück zu seiner Frau in seine neue Heimat, nach Manahattan. Alban Gerhardt gilt seit seinen frühen Wettberwerbserfolgen 1990 beim ARD- und Deutschen Musikwettbewerb sowie 1993 beim Leonard Rose Wettbewerb in Narzland als einer der führenden Cellisten der jüngeren Generation. Weltweit hat er seidem mit großen Orchestern wie dern Berliner Philharmonikern, dem Mozarteum Orchester Salzburg oder dem National Symphony Orchestra Washington musiziert. Auch mit berühmten Dirigenten, unter anderem Gerd Albrecht, Sir Colin Davis und Heinrich Schiff hat er zusammengearbeitet. Ferner fühlt Gerhardt sich der Kammermusik stark verpflichtet. Bei dem Lasalle- und Tokyo-Quartett ging er in die hohe Schule des Musizierens in kleinen Besetzungen. In Wuppertal wird er auf Einladung der Konzertgesellschaft mit der Deutschen Kammerakademie Neuss unter Johannes Goritzki das Cellokonzert a-moll von Robert Schumann aufführen. „Bisher kenne ich den Großen Saal der Stadthalle nur als Zuhörer. Schon damals, vor der Restaurierung, war ich von der grandiosen Akustik fasziniert. Um so mehr ist es für mich ein ganz besonderes Eregnis, dort nun auch spielen zu dürfen“, so Alban Gerhardt erwartungsvoll.“
Wuppertaler Zeitung, 22. Oktober 1997
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