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Orchestereinwürfe mit taktfestem Schrumm-Schrumm Schließlich ergab sich sogar ein kleines Teamwork. Bei den ersten Takten von Schostakowitschs Es-Dur Konzert hatten die Kids auf ihren Geigen und Celli mit taktfestem Schrumm-Schrumm die Orchestereinwürfe zu markieren. Dem in Berlin aufgewachsenen Sohn eines Philharmonikers hatten Wettbewerbe ("ein Ansporn, besser zu üben") den Weg nach oben gebahnt. Tief in sein Leben schnitt dabei im Jahre 1993 der angesehene New Yorker Leonard-Rose-Wettbewerb ein. Als der glückliche Preisträger damals auch auf Puerto Rico konzertierte, lernte er hier seine Frau kennen. Mit ihr und dem kleinen Janos hat der heute 30-jährige in New York sein Zuhause. Doch für die Mehrzahl der jährlich bis zu siebzig Konzerte geht es nach wie vor in die Alte Welt, in der das Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov inzwischen schon neun Jahre zurückliegt. Mit seiner "Lieblingspianistin" Cecile Licad hat Alban Gerhardt Beethoven-Sonaten gespielt; für seine Aufnahme der Brahms-Sonaten erhielt er 1998 den Echo-Klassik-Preis. Sergej Prokofieffs Sinfonischem Konzert glaubt er nach genauem Partiturstudium ganz andere Seiten abgewonnen zu haben als seine auf den "Übervater" Rostropovich und dessen exzellenter Aufnahme fixierte Kollegen. Mit Antonin Dvoráks "ungemein ehrlichem", keineswegs sentimentalen Konzert erspielte er sich erst kürzlich in der Heimat des Komponisten einen beachtlichen Erfolg. Doch auch Mauerblümchen der Celloliteratur wie die Konzerte von Eugen d'Albert, William Walton oder Frank Bridge ("Ich habe es in vier oder fünf Tagen auswendig gelernt") bereichern Alban Gerhardts Repertoire. Dass er übrigens demnächst im sächsischen Plauen mit dem Cello-Konzert von Edward Elgar für ein eher bescheidenes Honorar konzertieren wird, nimmt man dem sympathischen jungen Mann ohne weiteres ab. Die Erwerbsmentalität mancher seiner Kollegen geht ihm, dem Musiker ohne Allüren, von Grund auf ab. Sein jetziges Hamburger Konzert ist übrigens bereits sein fünfter hiesiger Auftritt Hans Christoph Worbs, Die Welt, März 1998 |
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