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Rokoko-Variationen im Berliner Konzerthaus mit dem RSB unter M.Janowski
"... Der Cellist Alban Gerhardt spielte abschließend Tschaikowskys Rokoko-Variationen. Seine unsentimentale, gleichwohl intensive Darstellung korrespondierte perfekt mit der nüchternen Präsizion des RSB-Chefdirigenten Marek Janowski."
Martin Wilkening, 10.November 2006
 
PM Schneid Konzert mit Bundesjugendorchester unter Andris Nelsons
"... Als Großmeister der Kleinteiligkeit präsentiert sich dann Tobias Schneid mit seinem Cellokonzert: Ein Stück, in dem unglaublich viel passiert und nichts geschieht, komplett am Soloinstrument vorbeikomponiert. Schade, denn mit Alban Gerhardt sitzt einer der interessantesten Cellovirtuosen der jungen Generation auf dem Podium."
Frederik Hanssen, 9.August 2006
 
Elgarkonzert mit Orchester der Komischen Oper Berlin unter K.Petrenko in Berliner Philharmonie

„..So wie Alban Gerhardt das Cellokonzert von Edward Elgar spielt, möchte man die feine englische Spätromantik nicht missen. In Blickkontakt zum Dirigenten gibt der junge Cellist mit weichem Ton jeder Phrase unprätentiöse Würde. Beseelte Einfachheit ist in seinem Spiel, das den Abschied von einer isolierten musikalischen Epoche besingt."

Sybill Mahlke, 4.September 2005
 
Barberkonzert in der Berliner Philharmonie mit Jeunesses Weltorchester unter Carlos Kalmar
„...Wenn von Samuel Barber gesprochen wird, dann ist zumeist die Rede von seinem abgeklärten Streicherhymnus, dem „Adagio for Strings". Aber Barber, der amerikanische Neoromantiker mit der modernistischen Attitüde, hat auch aufgewecktere Stücke geschrieben. Sein etwas theatralisch aufgetakeltes Konzert für Violoncello und Orchester (1945) bescherte das solistische Glanzlicht. Streckenweise erinnert es an einen amerikanisch eingefärbten Schostakowitsch mit aufdringlichem Sentiment und allerlei spielerischen Turbulenzen. Erstaunlich, mit welch unbegrenzter Besessenheit, welch Feuer speiender Bravour Alban Gerhardt, der junge Berliner Cellovirtuose, diesem bunt gefiederten Stück begegnete...“
10. Januar 2001
 
Dvorak mit Fabio Luisi im Schauspielhaus zu Berlin mit dem MDR
„…Mit Alban Gerhardt betrat mit Dvoraks Cellokonzert ein feinsinniger Solist die Szene, dessen sehniger Tonfall sein intimes Spiel zuverlässig vor trübem Sentiment schützte. Perfekt ausbalanciert, frei aller technischen Sorgen zog er recht einsam seine Runden…“
18. Mai 2000
 
Konzert mit Cecile Licad und Patrick Gallois im Schauspielhaus Berlin:
„… Und beim Trio von J.N.Hummel reizte das kleine Eliteensemble seinen Spielraum auf so spritzige wie artisische Weise aus, ohne in peinlichen Leerlauf zu verfallen. Mitunter amüsierte es mit lustigen klanglichen Mixturen, riskierte sturzbachartige Tempi und zog das Publikum gleich mit in den Klangstrudel hinein…Alban Gerhardt hatte beim abschließenden Trio von B.Martinu Gelegenheit, sein feines, variables Ausdrucksvermögen, seine Eloquenz und Leidenschaft zu zeigen…“
Eckhart Schwinger, 21. Februar 1999
 
Brahms-CD mit Markus Groh
„Beide sind 28 Jahre jung und ziemlich gut. Der Cellist Alban Gerhardt lebt inzwischen in New York, der Pianist Markus Groh in Berlin. Zusammen musizieren sie schon länger im Duo und gaben jetzt neben einem Konzertmitschnitt für die Ärzte gegen Atomkrieg eine Brahms-CD vorgelegt. Die beiden Cello-sonaten und die bearbeitete Violinsonate spielen sie mit frisch-süffigem Ton, unglüberisch und gut ausbalanciert. Gerhardts Strich ist kräftig zupackend, Groh kontert entsprechend.“
22. März 1998
 
Recital im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie mit Ewa Kupiec
„Feinsinn und Feuerwerk - Erstaunliches Duo: Alban Gerhardt und Ewa Kupiec
„Feinsinn und Feuerwerk - Erstaunliches Duo: Alban Gerhardt und Ewa Kupiec im Berliner Kammermusiksaal...Was er diesmal mit Ewa Kupiec präsentierte, war ein präsentierte, war ein überwiegend ausgefallenes, ganz und gar nicht effektvolles Programm. Geistvolle Eleganz und hochfeine Klangkultur, eine ausserordentliche Sensibilität und erstaunlich schwerelose Lebendigkeit waren solgeich bei Beethovens Cellosonate Nr.3 in A-Dur zu bemerken. Die schwebende Zartheit des Cantabiles trat im hellen und doch nie schattenlosen Celloton von Alban Gerhardt bei Schumanns fünf Stücken im Volkston besonders schön hervor...Bei <Brittens Cellosonate> liess er seinen eher schlanken, pastellfarbenen, ausgesprochen noblen Ton auch mal fast bis zu tonloser Stille berhauchen...Da erfreuten eine geradezu südländische Klangschönheit und ein aufblitzendes Klangfeuerwerk vergnüglichster Art. Das konnte nicht ohne Zugaben abgehen...“
Eckhart Schwinger, 9. Dezember 1994
 
Haydn D-Dur mit Berliner Kammerorchester in Berliner Philharmonie
„...Für Joseph Haydns D-Dur-Cellokonzert hätte <man> dagegen schwerlich einen besseren Solisten finden können als Alban Gerhardt. Mit beherrschter Bogenführung und Tongebung, mit einer souverän sicheren Verbindung von Entschiedenheit und Leichtigkeit inspirierte er auch das Orchester. DIe konzertierenden Dialoge im Kopfsatz gerieten ebenso überzeugend wie die zu samtweichen Höhen aufsteigenden Kadenzen. Dass Alban Gerhardt zu den fähigsten Cellisten seiner Generation zählt, stand nach diesem glänzenden Auftritt ausser Frage...“
Albrecht Dümling, 7. April 1993
 
Rokoko-Variationen mit Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov
„...Mit Tschaikowskys 'Rokokovariationen' gab der junge Berliner Cellist Alban Gerhardt sein glanzvolles und umfubeltes Debüt bei den Philharmonikern. Im Zusammenspiel mit dem blendend aufgelegten Orchester war sein Interpretation, die geschickt die Balance zwischen Sentiment und tänzerischer Leichtigkeit zu wahren wusste, bestens aufgehoben...“
Franz Groborz, 11. Oktober 1991
 
Recital mit M. Hashiba im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie
„...er stellte sich nun mit einem Programm vor, das an technischen und musikalischen Fertigkeiten so ziemlich alles fordert, was die Literatur bereithält...Gerhardt entfaltete hier eine bestechende Variabilität instrumetalen Kolorits, die immer wieder über kammermusikalische Begrenzungen hinausreichte. Beispielhaft sei verwiesen auf die verschiedenen Farbwerte seiner Pizzicati – vom sonoren Gitarrenklang bis zum trockenen, perkussiven Ton. In diesem modulatorischen Raffinement liegen Gerhardt besondere Stärken...Zwei Geschicklichkeitsübungen als Zugaben für ein begeisterungsfähiges Publium: Kreisler und Sarasate auf dem Cello.“
Roman Hinke, 5.Mai 1990