| Weitere Deutsche Zeitungen von N - Z |
| |
| Neue Presse Hannover |
| |
| Mit Gabriel Chmura und dem Niedersächsischen Staatsorchester in Oldenburg und Hannover |
| „Schumann und ein Meistercellist |
| ...So frisch und gleichzeitig intim wie mit dem jungen Alban Gerhardt hat man das problembeladene Stück noch nicht gehört. Frisch, weil Gerhardts sprechende Artikulation jede Grübelei von sich wies. Intim, weil sein Celloton leise, aber sehr intensiv sang...“ |
| 19. Oktober 1994 |
| |
| Neue Rheinische Zeitung |
| |
| Jolivet-Konzert mit Orchestre Philharmonique de Monte Carlo unter M.Janowski in Düsseldorfer Tonhalle |
"...Grund zum Feiern...Zumal das vor 150 Jahren gegründete Orchester derzeit mit dem exquisiten Cellisten Alban Gerhardt durch Europa tourt. Mit rhythmischer Verve und ausgetüfelter Technik spielte der 35-jährige Blondschopf das bizarre Cellokonzert des hierzulande wenig bekannten Franzosen Andre Jolivet - und riss aus der Frühjahrsmüdigkeit heraus. Das Opus von 1966 wurde für Rostropowithsch komponiert und ist zugeschnitten auf dessen irrwitziges Virtuosentum. Und genau darüber verfügt auch Gerhardt. Mit sportlicher Leichtigkeit nimmt er es mit den rasenden Läufen auf, lässt es an allen Ecken rupfen und zupfen, gleitet mit der Handfläche über die Saiten und endet unverhofft in einem lyrischen Klagegesang...." |
| MGM, 19.März 2005 |
| |
| Elgarkonzert mit City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sakari Oramo in Düsseldorf |
| "...Für diese Interpretation gab es einen idealen Solisten: Alban Gerhardt. Der mit Preisen überhäufte junge Cellist verfügt über eine wunderbare Spieltechnik mit feinem Strich, bravouröser Bogenführung, das ganze verbunden mit einem intellektuellen Zugang zum Werk: Das Gefühl nahm bei ihm nie überhand, stets behielt er die Kontrolle über die starken Gefühlsausbrüche der Musik. Er knauserte aber auch nicht mit Emotionen, so ergab sich eine Aufführung von gezähmter Ekstase, die Elgars Temperament entgegen kam. Am Ende wurden Orchester und Solisten mit begeistertem Beifall und vielen Bravos gefeiert. Sie danktem dem Publikum mit Zugaben. |
| 8.April 2003 |
| |
| Neue Westfälische Zeitung |
| |
| Tournee mit NW-Philharmonie mit Haydn C und Pärts Fratres |
| „Ein Cello zum Verlieben |
| ...Hervorragend dem gegenüber die Interpretation des C-Dur Cellokonzertes von Haydn durch den jungen Solisten Alban Gerhardt. Der gebürtige Berliner bringt die Musik zum Sprechen, singt immer – auch in der weitgehend hohen Lage des Soloparts im Adagio – mit „schönem“ Ton, kostete selbst die leisesten Passagen wunderbar aus und wirkt bei aller vorwärtseilenden Virtuosität nie ruppig rau. Sein Instrument klingt extrem fein, im Forte nie brachial, klingt schlang, doch gelichzeitig höchst intensiv. Kurz: Ein Cello zum Verlieben!“ |
| 15. April 2002 |
| |
| Tournee mit NW-Philharmonie mit Haydn C und Pärts Fratres |
| „...Der junge Solist Alban Gerhardt bewies in diesem klaren, zupackenden Konzert, dass er zu Recht als einer der besten Cellisten seiner Generation gehandelt wird. Sein schnörkelloser, energischer Ton, die klare unmittelbare Ansprache, die souveräne Technik boten Klassikgenuss pur...“ |
| 12. April 2002 |
| |
| Don Quixotte mit Christoph Prick und BJO in Bielefeld |
| „…Schroff strich der 22-jährige sein Cello und zeichnete mit seinem nuancenreichen Spiel den tragischen Helden. Der ist zermürbt und kraftvoll, spröde und wild zugleich….Wunderbar, wie Cellist Gerhardt das bild des verschrobenen Helden malte…“ |
| Barbara Lorenzkowski, 27.April 1992 |
| |
| Nord-West-Zeitung |
| |
| Mit Gabriel Chmura und dem Niedersächsischen Staatsorchester in Oldenburg und Hannover |
| „Schumann und ein Meistercellist |
| ...Gerhardt...hat sich auch diesmal als Meistercellist höchsten Grades erwiesen. Wir gaben Schumanns Konzert kaum je so vollendet klar und schön gehört, so makellos in der Technik, so genau, vornehm und tief im Audsrich, so warm und ausgeglichen im Ton, so diszipliniert und vergeistigt in jeder Einzelheit und so groo und souverän im ganzen...“ |
| Werner Matthes, 22. Oktober 1994 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec im Reitstadel zu Neumarkt |
| „…Da ist blanke Passion am Werk, verzehrend und voller Sehnsucht tönt das Cello im Andante der g-Moll Sonate…ein Sonatendrama, daß die Fetzen fliegen…Die beiden musizieren den genialen Sonderfall, das singuläre statt des Alltäglichen, als wär’s eine Erstafführung…kein Gipfel, den sie nicht in schroffer Bizarrerie skizzieren, kein Kontrast, der nicht bis ins Extrem ausgekostet würde: die abgrundtiefe Schwärze des Cellos….da haben Kupiec und Gerhardt alles Technische, alles Handwerkliche weit hinter sich gelassen…Weite, raumfüllende Cellolinien, enorm voluminös, insistierend von Alban Gerhardt gespielt…So witzig wie Alban Gerhardt Anekdoten erzählen kann, so witzig spielt er dann auch Igor Strawinskys Suite Italienne…Bearbeiter Piatigorsky hat das gerade fürs Cello mit verblüffenden Schwierigkeiten gespickt, die Alban Gerhardt nach der Tour-de-force immer nocht treffsicher spielt. Da muß die dunkle Dame am klavier aufpassen, daß ihr nicht ganz die Schau gestohlen wird, wenn Gerhardt jungenhaft und con fuoco den ganzen Reitstadel in Flammen setzt: Publikum, Applaus, Zugaben im Feuersturm.“ |
| Uwe Mitsching, 20.November 1995 |
| |
| Nürnberger Zeitung |
| |
| Dvorakkonzert in Mürnberg mit Lothar Zagrosek |
| „Ovationen für den Nachwuchs-Cellisten Alban Gerhardt |
| ...Der Solist Alban Gerhardt erwies sich als Nachwuchsstar auf seinem Instrument...Das Cello sei der Troubadour unter den Instrumenten, dann rectfertigte Alban Gerhardt diesen poetischen Vergleich. Seine Technik ist so makellos, dass er sich ganz auf die Interpretation konzentrieren kann...Gerhardt spielt e locker und inspiriert, aus vollem Gerzen - dabei auf einem stupenden künstlerischen Niveau, dass die Musik pausenlos strömte...Jeder Ton sass, kein Takt geriet schief oder verwackelt, und wenn Genuss Sünde ist, wurde vor der Pause viel gesündigt...“ |
| 3.Mai 1993 |
| |
| Nürnberger Nachrichten |
| |
| Dvorakkonzert in Mürnberg mit Lothar Zagrosek |
| „Ovationen für den Nachwuchs-Cellisten Alban Gerhardt |
| ...Der Solist Alban Gerhardt erwies sich als Nachwuchsstar auf seinem Instrument...Das Cello sei der Troubadour unter den Instrumenten, dann rectfertigte Alban Gerhardt diesen poetischen Vergleich. Seine Technik ist so makellos, dass er sich ganz auf die Interpretation konzentrieren kann...Gerhardt spielt e locker und inspiriert, aus vollem Gerzen - dabei auf einem stupenden künstlerischen Niveau, dass die Musik pausenlos strömte...Jeder Ton sass, kein Takt geriet schief oder verwackelt, und wenn Genuss Sünde ist, wurde vor der Pause viel gesündigt...“ |
| 3.Mai 1993 |
| |
| Oberhessische Presse |
| |
| Dvorakkonzert mit Bamberger Symphonikern auf Tournee, Jonathan Nott dirigierte |
| „Betörende Klänge: Tosender Applaus für großen Cellisten...Zuschauer feiern Alban Gerhardt |
| ...Wie jeder Cellist von Rang singt Gerhardt auf seinem Instrument. Doch ist er kein Sänger, dem Schönheit des Tons über Alles geht. Die Wahrhaftigkeit des Ausdrucks ist für ihn oberstes Gebot. Diese verwirklichte er in den dramatischen Passagen des Kopfsates und im Mittelteil des langsamen Satzes mit einer energischen Entschiedenheit, die an das große Vorbild aller Cellisten, Pablo Casals, aber auch an Mstislaw Rostropowitsch erinnert. Gleichwohl fand Gerhardt auch zu betörender Lyrik und anrührender Wärme...Für den lang anhaltenden Applaus ...bedankte sich Gerhardt mit einer Solo-Zugabe: dem zweiten Satz der Cello-Sonate G.Ligetis.“ |
| 20.Februar 2002 |
| |
| Offenbach Post |
| |
| Recital mit Markus Groh beim Rheingaumusikfestival |
| „Wie auf dem Cello gesungen: |
| Kann ein Cellist auf seiner Kniegeige singen? Alban Gerhardt…bewies, dass es möglich ist. Der junge Mann…ist auf seinem Griffbrett so sicher, dass er selbst bei grossen Lagenwechseln nicht einmal auf seine rechte Hand schauen muss. Mit geschlossenen Augen musiziert er lupenrein, völlig in die Sphären der Musik versunken…Gerhardt’s hohe Kunst der Bogenschule macht’s, dass der Resonanzköper des Instruments nur wie ein Transmitter seiner Stimme wirkt. Einen erstaunlich langen Atem beweist der Cellist, wenn er bei einer Phrase nicht einmal zwischen Ab- und Aufstrich wechseln muss und nch auf dem letzten Millimeter seiner Spitze samtweiche Töne erzeugt. Erstaunliche dynamische Effekte erzielt der Solist…So manches Decrescendo tönt da, als hebe ein Tenor von der Bruststimme ins Falsett ab. Alban Gerhardt ist vor allem ein Energiebündel….Dann wieder verweilt er genussvoll – einfach traumhaft schön – auf einem tiefen leuchtenden Ton…“ |
| Kirsten Liese, 7. August 1999 |
| |
| Lalokonzert mit HR und Gilbert Varga in der Alten Oper |
| „…Den Sololpart hatte der aus Berlin stammende Cellist Alban Gerhardt übernommen, dessen schlanker, gleichzeitig aber kräftiger Ton und geradlinige Interpretation Strukturen offenlegte, ohne es an Sensibilität fehlen zu lassen…“ |
| Tanja Fay, 18. Januar 1999 |
| |
| Potsdamer Neueste Nachrichten |
| |
| Boccherini- und Vivaldikonzerte mit Kammerakademie Potsdam in Potsdam |
„…Mit dem dunkel leuchtenden und warm getönten Ton seines klangprächtigen Instruments aus der Meisterwerkstatt von Matteo Gofriller singt es Alban Gerhardt ungemein ausdrucksintensiv dem andächtig lauschenden Publikum vor. Gleich einem Lamento spielt er mit beseelter Hingabe das Adagio. Die mannigfaltigen chromatischen Reibeflächen der schnellen Ecksätze kostet er genauso lustvoll aus wie die Virtuosität des Finales, in dem sich gleichzeitig der morbide Charme des venezianischen Karnevals offenbart. Mehr auf hohe Cellolagen setzt dagegen Luigi Boccherini in seinem Es-Dur-Konzert, die auf Gerhardts Instruments ausgesprochen baritonal klingen. Das hat in seiner Glut und Sonorität etwas vom Feuer eines guten, in südlicher Sonne gereiften Rotweins! Mit leichtem Bogenstrich brennt der Solist ein Feuerwerk an akrobatischer Leichtigkeit ab, die schlichtweg staunen macht. Im Largo erweist er sich mit schmelzender Innigkeit erneut als ein intensiv gestaltnender Gesangsszenarist….“ |
| Peter Buske, 21. Dezember 2005 |
| |
| Recklinghäuser Zeitung |
| |
| Dvorakkonzert mit Philharmonie Ungarica in Recklinghausen: |
| „Expression am Cello…Alban Gerhardt, ein junger Mann am Cello, wurde zum Star des Abends. Hochexpressiv, mit flinken Fingern, starkem Vibrato und einem eher hellen Klang, läßt er keinen Ton an Intensität aus den Linien herausfallen. Das erste Thema wirkte bei ihm rhythmisch schärfer, das zweite sehnsüchtiger als in der Orchesterexposition. Förmlich an die Wand gespielt wurden die Holzbläser und Flöten in Dialog-Passagen. Die Zugabe: Ein Satz aus einer Solosuite von J.S.Bach.“ |
| Klaus Lipinski, 18.Mai 1999 |
| |
| Schostakowitsch 2.Cellokonzert mit Solinger Symphoniker unter C.Süss |
| „…Alban Gerhardt, der künstlerische Reife ausstrahlte. Elegisch gestaltete er das Largo, in dem ein vielschichtiger Dialog zwischen Cello und dem ausgewogen musizierenden Orchester entstand…Technische Höchstanforderungen stellte das dreisätzige Werk an Alban Gerhardt, der sie mit Leichtigkeit meisterte. Gerne spielte der Künstler die Sarabande aus der sechsten Suite von Johann Sebastian Bach als Zugabe für das begeisterte Publikum…“ |
| Silke Blankemeyer, Remscheider General-Anzeiger, 8.Februar 1995 |
| |
| Reutlinger Generalanzeiger |
| |
| Beethoven Tripelkonzert in Reutlingen mit M.Groh, V.Hagner, H.Iimori |
„…Was war das an diesem Abend für eine Demonstration solistischer Meisterschaft! Diese Geschmeidigkeit…Überhaupt, das Singen auf den Saiten: Alban Gerhardt ist ihr darin ein kongenialer Partner…Die in hoher Lage schmachtende Kantilene des zweiten Satzes molto cantabile, in der Tat. Das Zusammenspiel der Streicher-Solisten schlichtweg phänomenal; ein instrumentaler Flirt. Welche Kraft und Energie der Tongebung! Welch traumwandlerische Sicherheit in den chromatischen Linien und den im Figurativen versteckten Schwierigkeiten!“ |
| Daniel Graf, 12.Oktober 2005 |
| |
| Recital mit Markus Groh in Mössingen |
| „Kraft, Intensität , Spielfreude |
| ...Der klar Ton des Cellos war durchdringend, saalfüllend. Alban Gerhardt konnte seinem Instrument aber auch zarte Töne entlocken und man war erstaunt, welche Klangfarbenpalette er ausbreitete...Gerhardt liess sich von der Melodie tragen, besass aber die Beherrschung, sich darin keine Eigendynamik entwickeln zu lassen, sondern...formte die Musik nach seinen Vorstellungen und grossen gestalterischen Fähigkeiten. Diese waren durchaus romantisch, nicht jedoch überzogen und tradierten treffen die musikalische Aussage....Gerhardt aber liess sein Cello die lyrischen Melodien singen und die Wiederbgabe atmete den Geist der Musik. Kraft, Intensität und Spielfreude verbanden sich zu einer glücklichen Konstellation. Beide Künstler setzten sich intensiv mit der Komposition auseinander und waren dabei so beseelt im Spiel, dass der Funke der Inspiration aufs Publikum übersprang. Selbst die kniffligsten Passagen schienen nicht die geringste Mühe zu bereiten. Absolut homogen meisterten sie souverän die höchsten Schwierigkeiten....Ergreifend war die intensive Gestaltung der Melodien...Alban Gerhardt schnitt der Suite grundsätzlich ihren barocken Zopf ab und interpretierte die Sätze sehr lebendig, ja emotional. Dadurch gewann das Werk eine weitere Ebene hinzu...“ |
| 25. Februar 2000 |
| |
| Reutlinger Nachrichten |
| |
| Beethoven Tripelkonzert in Reutlingen mit M.Groh, V.Hagner, H.Iimori |
| "Solisten-Glück und Orchester-Glanz gab es am Montag – Lust und Leidenschaft, Emotionen und Ovationen |
...So inspiriert, lustvoll und leidenschaftlich, jugenlich überschwänglich und zugleich energisch, zwingend und unmittelbar packend wie unter den Händen dieser Solistentroika wird man das Beethoven-Konzert nicht oft erlebt haben…Hagner, Groh und Gerhardt entfesselten…das ungeahnt vitale, sinnliche Potenzial dieses Werks, sodass dieses, nun auf einmal kraft- und schönheits-trotzend, wie neu geboren wirkte: Anziehend und aufregend wie am ersten Tag. Cellist Alban Gerhardt begriff sich dabei zurecht als primus inter pares, von dessen charismatischem Bannkreis aus die Energien auf Solistenkollegen und Orchester überzugehen schienen, um sich dann, wie von einem magnetischen Kraftfeld gelenkt, in ihm wieder zu bündeln….“ |
| Ralf Rennicke, 12.Oktober 2005 |
| |
| Elgar in Reutlingen mit Roberto Paternostro |
| „...Der zweite Grund für den Erfolg diese Abends heisst Alban Gerhardt: Er musizierte das Cellokonzert von Edward elgar mit einem ernsten doloroso des Tons, das durch sein Ehrlichkeit des Gefühls unmittelbar berührt hat. Diese Wiedergabe besass Charakter und Tiefe. Die leichte schattige Süsse, die Alban Gerhardt in sein Musizieren legen kann, und die Wehmut der Erinnerung, die diesem stark persönlich geprägtem Werk eigen ist, entsprechen einander. Es ist ein Singen in sanft umflorter Schönheit, das - wie im dritten Satz - eine ergreifende Dichte erlangt. Ein zartereres, gehaltvolleres Pianissimo von solch innerer tragkraft wie bei Alban Gerhardt hört man nur selten. Er ist deswegen kein Weichmacher, sondern musiziert klar und bewusst und mit hoher Konzerntration. Er geht in die Emphase und in die grosse Geste hinein, wenn es das Werk verlant, aber er bleibt dabei auf einer sauberen Linie und wahrt die seelische Intimität dieser Musik ... In der Zugabe erlebte man Gerhardt als feinlinigen, rasant virtuosen Bach-Spieler...“ |
| 4.Oktober 1998 |
| |
| Schostakowitsch 1.Konzert in Reutlingen mit Paternostro |
| „...Vielleicht hat der junge Cellist Alban Gerhardt...an den Tod <Izchak Rabin's> gedacht; denn er musizierte diese tiefernste Kadenz wie eine Totenklage. Ergreifend, mit Demut, mit der Eindringlichkeit einer Trauer ohne Pose in jedem Ton, wahrhaftig im Audsdruck...Man mag es Intensität oder Ausstrahlung oder das Resultat höchster Konzentration nennen: was da geschah, das war über alles Begriffliche hinaus ein Musizieren in Menschlichkeit und in einer jede Distanz aufhebenden Reife...Antreibend, spannungsstark, gross und auch mit der nötigen rauhen Härte im Ton, dicht und pulsierend musizierend, rhythmisch druckvoll und auf eine aggressive Weise prägnant, oa dass dieses... Werk in einer packenden und wahrhaft atemberaubenden Unbedingtheit erstand: technisch fulminant und musikalisch aus der Energie der Bogenführung heraus so brisant, dass jedes Motiv und jede Sequenz darin zu glühen schien...“ |
| 8.November 1995 |
| |
| Elgar in Reutlingen mit Roberto Paternostro |
| „..Aber nun sprach sich ganz persönlich, gleichsam privat, ein lyrisches Ich aus, dem (...) Alban Gerhardt auf hoch sensible Art eine Stimme verlieh. Wirklich jede in der Partitur vermerkte Spielanweisung, wirklich jede der dort notierten dynamischen und tempomässigen Vorschriften wurde von diesem exzellenten Interpreten umgesetzt. Kein Stückwerk: Der Faden riss nie ab. Dabei beschrieb Gerhardt einen alle vier Sätze umfassenden Bogen ... Das Scherzo wurde dann zu einer brillanten Episode filigranen Leggierissimo-Understatements. Und nach dem innigen und doch unsentimentalen Adagio war es dem Solisten im Finale vor allem darum zu tun, aus der Mitteilsamkeit des Beginns sikzessive wieder in die introvertierte Atmosphäre des Anfangs zurückzuleiten. Bravorufe für diese bis in die kleinste Nuance verinnerlichte Interpretation von Elgars nachdenklichem Alterswerk. Gerhardts mit feinem Humor gewürzte, fixe Bach-Courante war dafür der Dank...“ |
| 14.Oktober 1998 |
| |
| Rhein-Zeitung |
| |
| Schostakowitsch 1. Cellokonzert in Koblenz mit Shia Lü |
| „...Diese Labilität und Fragilität des Heiteren unterstreicht Alban Gerhardt, weltweit mit Preisen dekorierter 29jähriger Cellist...Er tut dies, vom ersten Ton des Allegretto an, mit beeindruckender Intensität, konzentriert und konseuent im leidenschaftlich vorwärtsdrängenden Hauptthema wie in der feierlichen Mässigung des sarabande-ähnlichen Moderatos, mit der dazu noch alle Virtuosität fordernden, souverän gemeisterten Cadenza als Höhepunkt... So unwiderstehlich zieht das Violoncello alle Aufmerksamkeit auf sich, so versunken ist es in seinem eigenen, das Orchester beinahe ausschliessenden Spiel...“ |
| L.Sauer-Kalbach, 7. Dezember 1998 |
| |
| Rheinische Post |
| |
| Jolivet-Konzert mit Orchestre Philharmonique de Monte Carlo unter M.Janowski in Düsseldorfer Tonhalle |
| "...Als Solist brillierte der Cellist Alban Gerhardt |
...So kam es zum aufregenden Wettstreit mit Alban Gerhardt. Wer dem Cellisten, der sich vor zwei Jahren sein Guadagnini-Instrument hatte stehlen lassen, eine auch instrumentale Schusseligkeit unterstellte, wurde auf das Schönste enttäuscht. Der Mittdreißiger erwies sich im Duettieren mit der Konzertmeisterin wie als schwebender Baritongenius über den Pizzikati der Bratschen als virtuoser Überflieger. Tollkühn die Bewegungsabläufe seiner Griffhand in der Kadenz vor dem ariosen Mittelteil..." |
| Ulrich Schreiber, 19.März 2005 |
| |
| Recital mit Cecile Licad in Kempen, WDR (Beethoven g, Britten, Rachmaninov) |
| „…Die Verbindung von dramatischem Gestus und gesanglicher Linie im Kopfsatz gelang dem Duo vorzüglich, dabei das Klavier stets klangvoll, aber nicht sentimental…Die außerordentliche Präzision des Zusammenspiels von Cello und Klavier, die alles andere als kalt-mechanisch ist, feiert ihren Triumph im Finalsatz mit seinen rasenden Triolen-Repetitionen bis zur bravourösen Unisono-Passage. Größte Intonationssicherheit auch in den höchsten Lagen ist für Gerhardt selbstverständlich. Seine Partnerin beherrscht die stampfenden, vollgriffigen Klavierrhythmen ebenso wie die feinen, nuancierten Klangwirkungen…Beethovens Sonate g-moll op.5/2 zu Beginn hatte nachdrücklich gezeigt, wie hervorragend sich Klarheit und Ausdruck verbinden können. Rhythmische Genauigkeit und dynamische Nuanciertheit kommen den dynamischen Steigerungen ebenso zu Gute wie den Kontrasten von Wildheit und ruhigem Ausspielen. Nach dem fast koketten Beginn des Klaviers im Rondo entfaltet sich – technisch untadelig – geradezu unbändige Spielfreude. Großer Jubel und nicht weniger als drei Zugaben (Rachmaninov, Britten, Schostakowitsch).“ |
| 5.März 2004 |
| |
| Elgarkonzert mit City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sakari Oramo in Düsseldorf |
| "...Vor der Pause spielte der junge Deutsche Alban Gerhardt sehr eindrucksvoll den Solopart im Violoncellokonzert von Edward Elgar. Nichts da von der überlebensgroßen Leidensrhetorik eines Mstislaw Rostropowitsch. Eher wird man an die unvergessliche Jacqueline du Pre erinnert, so integer, leidenschaftlich und kammermusikalisch intim kommen die oft verschatteten Tonfolgen daher. Federleicht dagegen die virtuosen Aufschwünge im Scherzo, und das wiederbelebende Eingangsmotiv holt Gerhardt im fast schon versandeten Schluss-Satz mit einer wuchtigen Attacke aus seinem Instrument heraus: ein hochbegabter Musiker, der sich für die Bravos mit dem komplizierten Capriccio aus Györgyi Ligetis Solosonate bedankte. Da war der schiefe deutsche Bildungsturm für Magische Augenblicke in die Vertikale gebracht." |
| Ulrich Schreiber, Rheinische Post, 8.April 2003 |
| |
| Tripelkonzert in Leverkusen mit NDR Hannover, Eji Oue, Isabell Faust und M. Kirschnereit |
| „…Ein fabelhaftes Solistentrio übernahm die Führung im sogenannten Tripelkonzert von Beethoven….[Sie] begeisterten durch umsichtiges Zusammenspiel in der Sologruppe. Virtuose Spielfreude und technische Brillanz verbanden sie mit feinfühligem musikalischen Ausdruck und Gespür für Effekte…“ |
| 28. Oktober 1999 |
| |
| Rhein-Neckar Zeitung |
| |
| Recital mit Cecile Licad im Kultuforum Heppenheim |
Sensationeller Auftritt – Publikum begeistert von erstem Gesprächskonzert der Saison mit Alban Gerhardt und Cecile Licad - Charismatischer Cellist und brilliante Pianistin |
| Vor fast genau derizehn Jahren gastierte im Heppenheimer Kurfürstensaal ein junger Cellist namens Alban Gerhardt und verzückte das Publikum dabei ebenso sehr mit seiner virtuosen Spielfreude wie mit seinem lausbübischen Charme. Inzwischen hat der heute fünfunddreißgjährige Berliner Weltkarriere gemacht und zählt zu den international gefragtesten Cellosolisten überhaupt…Beim ersten „Forum Kultur“-Gesprächskonzert der Saison im dicht besetzten Kurfürstensaal lieferten die beiden Künstler einen geradezu sensationellen Auftritt, der vom Publikum zu Recht mit Ovationen bedacht wurde. Schon L.v.Beethovens eigentwillig lakonisch-spröde C-Dur–Sonate erfurh an diesem Abend eine Deutung der wahrfaht elogquenten und explosiven Art. Selten kam der unwirsch alle Genrekonventionen wegfegende Tonfall des äußerst konzentriert gefassten Stückes so prägnant und aufregend zur Geltung wie hier. Das Duo musizierte mit hinreißend knackig-klarer Klanggebung und intensiver Dialogspannung, wobei die rezitatischen und lyrischen Passagen fast noch eindringlicher gelangen als die unerhört rasant befeuerten „Allegrao vivace“-Abschnitte. Die kompositorische Radikalität dieses „frühen Stüätwerks“ schien hier wie neu erfahrbar – ein Zeugnis großer interpretatorischer Meisterschaft. Von ähnlich emphatisch-expressivem Geist beseelt war die atemberaubend virtuose Wiedergabe der zweiten Mendelssohn-Sonate. Alban Gerhardt und Cecile Licad servierten <die Sonate> nicht als klassizistisch-gediegene Verbindlichkeitsübung (wie es häufig geschieht), sondern als romantisches „Sturm und Drang“-Stück par excellence. In den endlich einmal wirklich „Allegro assai vivace“ beziehungsweise „Molto allegro e vivace“ verstandenen Ecksätzen überboten sich die beidne superb inspirierten Musiker schier an konzertantem Esprit und instrumentaler Bravour, bowei gerade Cecile Licad immer wieder wahre Geläufigkeitswunder vollbrachte…Alban Gerhardt kongeniale Interpretation der farbenprächtigen Solosonate von G.Ligeti leitete dann im zweiten Programmteil über zu Sergej Rachmaninows g-moll-Cellosonate, mit der das Duo seine künstlerische Extraklasse in nochmals gesteigerter Form demonstrieren konnte. Der charismatische Cellist und seine ebenbürtig brilliante Klavierpartnerin entfalteten in diesem für beide Instrumente ebenso herausfordernden wie dankbaren Werk eine Klangopulenz und Ausdrucksverve, die rückhaltlos in den Bann schlug und keinerlei musikalische Wünsche offen ließ. Höchst packend wirkten neben den kaum je kraftvoller und exaltierter ausgespielten Ecksätzen vor allem das rhythmisch wunderbar bissige „Allegro scherzando“ und der in luxuriösesten Zwiegesang getauchte „Adagio“-Mittelsatz. Dass es dabei stets überaus differenziert und nie sentimental oder pauschal zuging, unterstirhc den Rang dieser jeden Vergleich bestehenden Rachmaninow-Wiedergabe. Für den enthusiastischen Applaus ihrer Heppenheimer Fans dankten Gerhardt/Licad mit Rachmaninows „Vokalise“, Brittens „Moto pertpetuo“-Sonatenfinale und Kreislers „Tambourin Chinois“ – drei Glanzstücke primär für den Cellisten, den das Publikum nicht zuletzt wegen seinr launig-burschikosen Werkeinführungen nachhaltig ins Herz geschlossen hatte.“ |
Klaus Ross, 13.Oktober 2004 |
| |
| Komponisten-Portrait von P.Vasks beim Heidelberger Frühling, mit Markus Groh |
| „...<die> keineswegs unoriginelle Suite wurde vom – wie schon vor Jahresfrist an gleicher Stelle - gewinnend leidenschaftlich-präzise agierenden Duo Alban Gerhardt/Markus Groh schier optimal feurig-eloquent umgesetzt...“ |
| 29.März 2001 |
| |
| ….Das Duoprogramm war ein absolut uneingeschränktes Festival-Highlight und demonstrierte universale kammermusikalische Partnerschaft der beflügeltsten, also mitreissendsten Art. Gerhardt und Groh inspirieren und ergänzen sich…geradezu perfekt…Des Cellisten persönliche Ausstrahlung ist ohnehin singulär – ein immer wieder zwischen den Stücken lässig mit dem Publikum plauderndes Kommunikationswunder mit unwiederstehlich, ja schlechterdings umwerfend wirkendem Berliner ‘Lausbubencharme’, dabei ein in jeder Körperfaser leidenschaftserfüllter und zutiefst ernsthafter Spitzeninstrumentalist. Er bot den Heidelbergern sämtliche betörende Ingredienzen, deren ein charismatischer Ausnahmemusiker und Starsolist bedarf: bezwingende Spontaneität und Natürlichkeit des jederzeit höchst podiumspräsenten Auftretens, bestechend souveräne Virtuosität mit grandios weitem Expressivitätsspektrum, enorm süffiger Strich wie auch kapriziöseste Geläufigkeit bei völlig locker-entspannter Bogenführung, Talent für kernigen Zugriff und poetische Versenkung, endlich eine beinahe unfehlbar anmutende und druch ihre scheinbare Unbekümmertheit nachhaltig anrührende Musikalität, wie sie wirklich nur ganz wenigen seiner Alterskollegen eigen ist – das alles, wohlgemerkt, ohne irgendeinen Anflug von selbstverliebter Prätention des Vortrages…Alfred Schnittkes…Cellosonate: einkaum ergreifender zu gestaltendes Meisterwerk. Johannes Brahms’ e-moll-Sonate: eine selten schlanker und flüssiger animierte Kostbarkeit….edel und prickelnd Takt für Takt….“ |
| 19. April 2000 |
| |
| Rheinpfalz |
| |
| Schumannkonzert mit Staatsphilharmonie Rheinl.-Pfalz und J.Fritzsch |
| „..Alban Gerhardt spielte den Solopart in Schumanns Cellokonzert in a.Moll mit subtiler Tongebung, angemessen zurückhaltend und ohnr überraschende Virtuosengeste (was richtig ist). Ein nachdenklicher, eher introvertierter Solist…Dezenz im ausdruck und Abwesenheit jeder Allüre lassen eine lyrisch gestimmte Cellisten-Seele vermuten…“ |
| Sigrid Feeser, 24.März 1993 |
| |
| Rhein-Sieg-Anzeiger |
| |
| Recital with Steven Osborne in Siegburg |
| „Still, sanft und auch schwermütig – Besonderes ‚Resonanzen’-Ereignis |
Die Schlange vor der Eingangstür reichte fast bis in die nächste Etage. Und als die Besucher in den Saal des Stadtmuseums strömten, wurden die Plätze knapp: Vor ausverkauftem Haus spielten Cellist Alban Gerhardt und Steven Osborne. Das atemberaubende Spiel Gerhardts und seine Bühnenpräsenz locken regelmäßig besonders viele Besucher zur „Resonanzen“-Konzertreihe, an denen Gerhardt als künstlerischer Leiter selbst Teil hat….So gaben die beiden gleich zu Beginn…nicht nur Einblick in ihr eigenes, ungeheuer ausdrucksstarkes Spiel, sondern zeigten wie perfekt sie musikalisch zueinander passen. An einigen Stellen…schienen Violoncello und Klavier zusammen ein einziges Instrument zu bilden…Die Atmosphäre im Saal war voller Anspannung, wenn er Töne langsam verklingen und verstummen ließ…So einfühlsam spielten Osborne und Gerhardt die melancholische Melodie, dass das Publikum einen begeisterten Zwischenapplaus nicht zurück halten konnte…“ |
| Britta Gürke, 31.Januar 2006 |
| |
| Konzert mit Katalina und Carlos in Siegburg – Crossover |
| „Panorama aus Passion und Poesie |
| Komplizierte Klänge galt es im Stadtmuseum zu bewältigen. Alban Gerhardt fand auf seinem Violoncello das richtige Maß, um die mäandrischen Töne in Bachs Suite Nr.5 zu bändigen. Ähnlich komplex gestaltete sich Gerhardts zweites Solostück des Abends. Zoltan Kodalys Sonate op.8 interpretierte Gerhardt als Klangfragmente mit viel Emotion. Dramatische Klangverknüpfungen brachten es fertig, Gefühle auf einen Punkt hin zu fixieren. Einsätze, Abbrüche und Zwischenspiele sorgten für ein Panorama der Passion und Poesie. Experimentelle Klänge im Adagio leiteten über zum rasanten Allegro...Unmittelbar danach setzte stürmischer Applaus ein. Nach der Pause sang Catalina Segura...sowie Gerhardt in melodischer Leichtigkeit argentinische Tangos und Boleros. Makellos aufeinander abgestimmt, vermittelte das Trio viel von der Lebendigkeit und Originalität südamerikanischer Rhythmen. Segura gefiel durch Poesie in der Stimme...Großer Beifall.“ |
| Raimund Weinczyk, 19.Dezember 2002 |
| |
| Recital mit Cecile Licad in Siegburg |
| „Belebende Klarheit und hauchzarte Klänge – Mit dem Cellisten Alban Gerhardt und der Pianistin Cecile Licad präsentierte sich musikalische Spitzenklasse im Stadtmuseum |
| ...Seit einigen Jahren finden <sie> sich...zusammen, um im Duo mit einem ausgewählten Repertoire eine Homogenität der ganz besonderen Art zu entfalten...Die Zuhörer...waren bereits bei den esten Klängen der Sonate....von Beethoven verzaubert: Alban Gerhardt entlockte dem Cello hauchzarte, fein abgehobene Tonformationen in fast gläserner Formgestaltung und trieb die Gesamtspannung der Sonate auf schwindelnde Höhepunkte. Dabei wählten die beiden Musiker einen Interpretationsstil, der sich in absoluter Übereinkunft weder sachlich-trocken noch überzogen theatralisch vermittelte, sondern in einem genialen Selbstverständnis, einer lebendigen und vielfältigen Natürlichkeit einen geradezu entwaffnenden Zugang zu den Werken verschaffte. Auch die tonalen Verschmelzungen der Sonate...von Schostakowitsch wirkten frisch und markant pointiert und setzten der tiefen tonalen Schwere dieser Komposition...eine belebende Klarheit entgegen. Gerhardts Vorliebe für zeitgenössische Musik entfaltete sich im zweiten Teil des Konzerts...Mit der Interpretation des Stückes „Fratres“ zeigten Licad und Gerhardt einmal mehr, wie facettenreich und umfassend ihre Interpretationen sind...“ |
| 6.April 2002 |
| |
| Rhein-Sieg Rundschau |
| |
| Konzert mit Katalina und Carlos in Siegburg – Crossover |
| „...An Bachs fünfter Solosuite und Kodalys Solosonate demonstrierte er sein außergewöhnliches Können, das technische Brillanz und hohe Musikalität vereinte. Nach der Pause begleiteten er und Juan Carlos Mieres die Sopranistin Catalina Segura, die eine Auswahl argentinischer Tangos und Boleros mit ihrer wandlungsfähigen und ausdrucksstarken Stimme sehr geschmackvoll und stilsicher vortrug...“ |
| 15. Januar 2003 |
| |
| Recital mit Cecile Licad in Siegburg |
| „Cellist und Pianistin bildeten ein perfektes Duo – Ereignis mit allen Finessen |
| ...Es war nicht nur ihre Jugendlichkeit, die für sie einnahm und im vollbesetzten Saal zu wahrhaften Ovationen führte, sondern vor allem ihr musikalisches Können...Die beiden Interpreten spielten es <Arvo Pärt’s Fratres>...mit allen technischen und klanglichen Finessen, deren sie fähig waren. Und die schienen unendlich...Beide sind ein perfektes Duo gleichberechtigter Spieler, in Ton und Temperament wunderbar miteinander korrespondierend. Ihr Spiel scheint zunächst unaufdringlich, sachlich, im virtuosen Duktus sportlich, in der Ausarbeitung der Strukturen hell und planvoll. Welche Beweglichkeit in den Läufen, welche Kultur der Phrasierung, welche Schlankheit im Forte, welche wundervollen Piani, Pianissimi und Flageoletttöne!. Und doch auch die Attacken in den Durchführungsteilen der Sonaten, die Steigerungen, aber ohne Pathos und Kraftanstrengung, sondern als natürliche Entwicklung im Aufbau der Kompositionen! So trafen sie natürlich den Ton des jeweilgen Stückes, das Spielerische und gleichwohl Dramatische bei Beethoven, das Verzerrt-Melancholische und Komische bei Schostakowitsch und das Wühlende in der Chopinsonate. Doch was soll ales rühmende Reden, man muss es gehört haben oder hören, sollte sich, und das bleibt zu hoffen, noch einmal die Gelegenheit ergeben.“ |
| 30. März 2002 |
| |
| Rostocker Nachrichten |
| |
| Haydn D-Dur mit Norddeutschen Philharmonikern unter Michael Zilm in Rostock |
| „...Mit Tonschönheit und beseeltem Vortrag musizierte der junge Solist Alban GErhardt den Solopart des Konzertes. Trotz aussergewöhnlicher Technik zeigte sich Alban Gerhardt vom blossem Virtousentum weit entfernt. Die Zugabe Präludium aus der 6. Solosuite von Bach rundete das schöne Gesamtbild des Künstlers ab....“ |
| Paul Andresen, 15. April 1996 |
| |
| Ruhr Nachrichten |
| |
| Enescu Symphonie Concertante mit Dortmunder Philharmonikern |
"… Solist Alban Gerhardt setzte sich mit seinem glühenden, spätromantischen Ton mühelos über den dichten Orchestersatz hinweg. Ein Teufelskerl, offenbar mit Gummifingern, ist der Berliner: Ein brillanter Techniker, der sein Cello zum Singen brachte in dem Enescu-Werk, und der sich in der Zugabe, einem Satz aus Bachs 6. Solosuite, als brillanter Techniker und intelligenter Analytiker vorstellte." |
| Julia Gaß, Ruhr Nachrichten, 28.September 2005 |
| |
| Elgarkonzert mit City of Birmingham Symphony unter Sakari Oramo in Düsseldorf und Haydn D in Dortmund |
| "Gerhardt's Cellorhetorik |
...Gerhardt selbst liebt das frische, unverkrampfte Herangehen. Entsprechend forsch nimmt er Elgars spätromantisches Konzert, verzichtet auf übertriebenes Baden im Klang, schreckt uns mit manch ruppiger Wendung aus den eingefahrenen Hörgewohnheiten auf. ...Beiden Konzert-Interpretationen ist indes die quasi rhetorische Linienführung gemein. Gerhardt kann einen fragilen erzählerischen Ton fromulieren, der etwa im Haydn-Adagio in eine fast philsophisch reflektierende Kadenz mündet...." |
| Martin Schrahn, 9.April 2003 |
| |
| Tournee mit NWD-Philharmonie, Haydn C und Arvo Pärt „Fratres“ |
| „Mehr als nur ein schöner Ton |
| ...In dem Cellokonzert gelang es dem bekannten Cellisten Alban Gerhardt sehr eindrucksvoll, seine hohe Virtuosität unter Beweis zu stellen, und seiner Sensibliltät für klassische Musik freien Lauf zu lassen...“ |
| 16. April 2002 |
| |
| Elgar mit Dortmunder Philharmoniker und Jia Lü |
| „Schwung am Cello |
| ...wenn Solist Alban Gerhardt robust in die Saiten greift, mit energischem Strich den Bogen führt. Von ziemlichen Ernst ist sein Spiel, nichts wird im innigen Adagio verhärzelt,, nichts im Scherzo-haften Teil des zweiten Satzes oder im Finale überhöht. Gerhardt liebt die federnde Schnelligkeit, das genussvoll lässige Tremolieren. Elgars Konzert gewinnt so gehörigen Schwung...“ |
| 18. November 1998 |
| |
| Haydn D-Dur mit Walter Weller und den Essener Philharmonikern |
| „...Viel transparenter und ausgewogener tönten dagegen die Philharmoniker in Haydns D-Dur-Cellokonzert, in dem die Aufmerksamkeit freilich ganz dem Solisten Alban Gerhardt galt: Und er ging seinen Solopart entschieden von der expressiven Seite her an, hier sensibel aushorchend, dort leidenschaftlich vorpreschend, als sei er bei Mischa Maisky in die Lehre gegangen...Man spürte, dass dieser junge Berliner den Wiener Meist er zum persönlichen Anliegen machte. Die erste Kadenz geriet zum spannend hochgetriebenen inneren Monolog, ins Adagio-Melos legte er die ganze Seele. Bravorufe und eine exquisit saubere Bach-Zugabe...“ |
| 14. März 1998 |
| |
| „...Alban Gerhardt <konnte> seinen virtuos figurierten Part leicht und spielerisch animiert und im Rondo mit einem tänzerisch-eleganten und stets sehr frei klingenden Ton aus dem Tutti herauschälen..“ |
| 1.Dezember 1997 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec im Dortmunder Schauspielhaus |
| „…Mit wunderschöner, ätherischer Transparenz und beredter intensität musizierten die beiden Künstler dieses Werk…Alban Gerhardt meisterte das anspruchsvolle Werk mit großer Akuratesse und einem hohen Potential an Gesanglichem Tänzerischen..Wunderschön und voll großer Ruhe wurde dieser Satz ausmodelliert. Tiefe Durchdringung des Notentextes charakterisierte das Spiel…Das grandiose Werk erlebte eine ebenso grandiose Darstellung, bei der beide Instrumente zu völliger Einheit gelangten…“ |
| 26.Juli 1994 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec in Bochum |
| „Souveräne Interpreten beim Kammerkonzert im Thürmersaal |
| ...Nun war diese vorzügliche Realisation, in der sich Gerhardts spieltechnische Sourveränität und ein bisweilen rhythmisch scharf pointierte, bisweilen blühend-kantable Linienführung zu einer gleichermassen expressiven und transparenten Darbietung verbanden <in Hindemiths Solosonate>, beileibe nicht der einzige Höhepunkt...Mit seiner trefflich disponierten polnischen Partnerin Ewa Kupiec gelangen eindrucksvolle Deutungen so gewichtiger Sonaten wie Beethovens op.69 und Brahms op.99, die geradezu den Eindruck einer scheinbar mühelos beherrschbaren Musik erweckten...“ |
| 14. März 1994 |
| |
| Saale Zeitung |
| |
| Recital mit Cecile Licad in Bad Kissingen |
| "…Wer den Abend mit Steven Isserlis und Melvyn Tan noch im Ohr hatte, konnte erfreut feststellen, dass sich in spannender Weise hier die Vorzeichen umgedreht hatten. Während es da Steven Isserlis gewesen war, der, wo immer es ging, den Konflikt gesucht hatte, war es hier Cecile Licad, die vom Klavier aus Dampf machte, die ihren Partner damit provozierte, aus jeder Sonate ein Klavierkonzert mit Cellobegleitung zu machen. Dass Alban Gerhardt sich da wehrte, wird niemanden überraschen. Aber er tat das raffiniert, indem er diesen extrovertierten Stil auffing und produktiv nach innen wendete. Die A-Dur-Stonate op.69 von Beethoven gleich zu Beginn, die auch Isserlis und Tan gespielt hatten, war das beste Beispiel für diese Methode. Während Isserlis diese Musik derb, aufmüpfig, unmittelbar an den Zuhörer gerichtet gespielt hatte, hatte Tan im Hintergrund mit einer gewissen noblen Zurückhaltung vermittelt. Natürlich musste sich auch Alban Gerhardt aufrichten, um auf Augenhöhe des Drucks von Cecile Licad zu kommen. Aber er ließ sich nicht beeindrucken und suchte, wo immer es ging, die Poesie der Musik, die Innerlichkeit. Und das machte die Beethovensche Musik ungeheuer spannend und letzlich auch interessanter, weil der Lyriker dieses Mal vorne saß…Die Mendelssohnschen Klangwelten, die Licad und Gerhardt in der D-Dur-Sonate entwickelten, waren außerdordentlich faszinierend und produktiv in der Beflügelung der Phantasie...Dass Chopin mit der Balance der Instrumente erhebliche Probleme hatte, verdeckten die beiden mit einem einfachen und doch schwierigen Mittel: Sie musizierten mit gleich hoher Intensität. Alban Gerhardts Fähigkeit, sein Cello zum Singen zu bringen, machten das Largo zu einem nachhaltigen Erlebnis…" |
| Thomas Ahnert, 3.Juli 2006 |
| |
| Schumannkonzert in Bad Kissingen mit BBC Symphony unter P.Auguin |
„…Denn Alban Gerhardt spielte so gut wie nie zuvor – obwohl man das schon oft behaupten konnte. Vielleicht war er in einer gewissen euphorischen Stimmung, weil sein neues Cello, das ihm wirklich liegt, seit ein paar Tagen auch sein eigenes ist. Vielleicht lag es auch an der Musik selbst, die Gerhardt mit einem derartigen Impetus spielte, dass er einen gleichwertigen gegenhaltenden Partner unbedingt gebraucht hätte…Denn vor allem den ersten Satz spielte er mit derart starken, abrupten Wechseln von Introvertiertheit und aggressiven Wendungen nach außen, dass man plötzlich zu verstehen begann, warum die zeitgenössiche Kritik und das Publikum das Werk ablehnten…Sie waren es noch nicht gewöhnt, mit einer derart eruptiven Musik umzugehen…“ |
| ta, Saale-Zeitung, 9. Juli 2004 |
| |
| Dvorakkonzert mit Tschechischer Philharmonie unter Ondrej Kukal in Bad Kissingen |
| „...denn der Cellist war be seinen doch schon zahlreichen Konzerten in Bad Kissingen immer gut für eigene, oft überraschende Lösungen...er passte sich den langsamen Tempi an, stets darauf bedacht, den Ton nicht verhungern zu lassen. Und es kam auch so zu sehr schönen Zusammenklängen mit dem Orchester, insbesondere mit den Holzbläsern. Als Zugabe spielte Gerhardt einen himmlischen Bach...“ |
| 28.Juni 2002 |
| |
| Recital beim Kissinger Sommer mit Markus Becker |
| „…Alban Gerhardt war einmal mehr – man kann es nicht anders sagen – phänomenal. Allein seine Konzentrationsfähigkeit ist ein kleines Wunder: Da plaudert er noch…um dann die Auen zu schliessen und mit unglaublicher Intensität zu musizieren. Dabei ist seine technische Virtuosität weniger verflüffend – das können andere auch – als seine Klangbildung. Es gibt nur wenige Cellisten, die einen derart lebendigen, nuancierten, faszinierenden Klang haben.Die beiden Brahmssonaten wurden dadurch zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis…in der intensiven, expressiven und höchst differenzierten Spielweise der beiden Künstler. Hier entstanden fesselnde Interpretationen aus einem Guss, unter einem Spannungsbogen. Für Kodaly’s Solosonate scheint Gerhardt der Spezialist schlechthin zu sein….Wenn man sie so musiziert wie er, dann biete dieses Werk alles, was das Cellistenherz begehrt…Wenn er die Sonate spielt, gerät das Publikum ausser Atem…“ |
| 21. Juni 1999 |
| |
| Recital mit Markus Groh beim Kissinger Sommer |
| „...Dass nebenbei ein hochkarätiger Konzert zustande kam, war eigentlich nicht überraschend. Gerhardt und Gorh sind zwei Vertreter der lakonischen Virtousität, die den Effekt lieber aus der Musik holen. Sie harmonieren perfekt in ihren Auffassungen, was ihnen auch die Möglichkeit gibt, dem Partner viel Freiraum zu lassen. Dass da Interpretationen von grosser Dichte entstanden, spürte das junge Publikum...“ |
| 17. Juli 1998 |
| |
| Recital beim Kissinger Sommer 92 |
| „Musikalische Intelligenz und Perfektion |
| ...Das Programm war auch bestens zur Demonstration geeignet, war auf Vielseitigkeit ausgelegt, spannte einen Bagen von Bach bis ins 20. Jahrhundert. Und es zeigt sich, was dabei herauskommen kann, wenn intelligent Musik intelligent gespielt wird, wenn sich zur technischen Perfektion feinstes Gespür für Nuancen und völlige Übereinstimmung im nusikalischen Atem gesellen...In der Interpretation von Alben Gerhardt war <die Kodaly-Solosonate> ein Erlebnis. Da spielte er mit faszinierendem engagement sein ganze souveräne Technik aus, da erstand in der Pantasie eine ebenso vitale wie hintergründige Dorfszenerie, da brannte ein Feuerwerk von Klangfarben und technischen Delikatessen ab, wie man es nur selten erlebt...da entwickelte sich ein unbändiger Spass. Das Gegengewicht bildete die e-Moll-Sonate von Brahms in einer perfekten Dramaturgie von Spannung und Entspannung, von drängendem Gestus im Cello...“ |
| 20. Juni 1992 |
| |
| Sächsische Zeitung |
| |
| Dvorakkonzert mit Dmitri Kitaenko und Dresdner Philharmoniker |
| „…Um so beeindruckender wurde dann aber Antonin Dvoraks Violoncellokonzert h-Moll op.104 mit dem 34-jährigen Alban Gerhardt….Hervorragend war das Zusammenspiel mit dem Solisten, der das Konzert, eines der schwierigsten und zugleich schönsten seiner Gattung mit ungewöhnlicher Ausdrucksintensität spielte. Trotz sehr bestimmten Zugriffs und Auskostens aller werkimmanenten Dramatik lag über dem Solopart ein hohes Maß an Ruhe. Die verschwand auch bei den technisch anspruchvollsten Stellen nicht, etwas den Doppelgrifketten des ersten Satzes, und fand ihren Höhepunkt im zweiten Satz. Den spielte Gerhardt im Stil einer epischen Ballade, in deren ruhigen Fluss oft harte Dramatik unversehens hineinbrach. Bei Musikern und Zuhörern löste sich die Spannung nach Ende des Satzes nur schwer. Auch im Finalsatz wirkte die Intensität des Leisen, das sich von innen heraus entwickelte und ohne jeden überflüssigen Zierrat auskam..." |
Peter Zacher, 9.Februar 2004 |
| |
| Dutilleux-Konzert in Dresden unter Marek Janowski |
| „...Diese Komposition stand in einer ausgefeilten und klangvollen Interpretation mit dem jungen Cello-Virtuosen Alban Gerhardt im Mittelpunkt des Konzertes....oft dissonante und schrille Effekte...Dennoch löste auch die Interpretation dieses Werkes langen und herzlichen Beifall aus.“ |
| Jens Daniel Schubert, 16.September 2002 |
| |
| Hindemith-Konzert mit Dresdner Philharmoniker und Marek Janowski |
| „...Alban Gerhardt spielte Hindemiths Cellokonzert vital und schwungvoll, war den hohen technischen Anforderungen jederzeit gewachsen und gab zudem dem Mittelsatz einen weit gespannten lyrischen Bogen. Marke Janowski sorgte für ausgezeichnete Balance der Orchesterregister untereinander und zum Solo-Instrument...“ |
| Peter Zacher, 12.Dezember 2000 |
| |
| Solinger Morgenpost |
| |
| Schostakowitsch 2.Cellokonzert mit Solinger Symphoniker unter C.Süss |
| „…Eine solche Deutung erlaubte sich aus der tragischen Intensität des 1969 in Berlin geborenen Cellisten Alban Gerhardt, der die schwarzen Wolken düsterer Klage in unentrinnbarer Dichte aus seinem Instrument dampfen ließ und gegen die Hektik des Orchesters ankämpfte, sie überwand….Christian Süss, der das laute Brüllen der Welt ringsum auf seinen fabelhaften Solisten hin dämpfte…Das gelang alles so sehr zum Beifall der Hörer, daß Alban Gerhardt mit einer brillanten Zugabe die Gespenster von Schostakowitsch vertreiben konnte…“ |
| Hans Karl Pesch, 9.Februar 1995 |
| |
| |
| |
| „…Alban Gerhardt, der ohne Einschränkung bereits als ein großer seiner Zunft bezeichnet werden darf. Nach einleitendem melancholischem Solo fallen die Streicher behutsam ein, doch das Cello beherrscht weiterhin die Szene…Der Solist folgt mit ausgefeilter Technik, beherrscht die zahlreichen Doppelgriffe und bewältigt die Temposteigerungen mühelos…Langer, stürmischer Beifall, und das Präludium einer Bach-Suite als köstliche Zugabe…“ |
| Hans Leims, 8.Februar 1995 |
| |
| Straubinger Tagblatt |
| |
| „Zündende Interaktion |
| Nach der letzten Zugabe, dem bei Cellisten fast unvermeidlichen Schwan von Saint-Saens, verharrte man im Rathaussaal verdächtig lang in Schweigen. Vorausgegangen war ein Duoabend der Extraklasse mit einem denkbar anspruchsvollen Programm. Mit dem Cellisten Alban Gerhardt und dem Pianisten Steven Osborne standen wahrlich keine Nobodys auf dem Podium…Beide bestachen den ganzen Abend über durch eine bis in die letzten Nuancen abgestimmte, lebendige Interaktion. Faszinierende Ausstrahlung zweier Ausdrucksmusiker, welche frei von Manierismen ihr Inneres nach außen kehren und sich zu ihren Gefühlen bekennen…Man erlebte große Eindringlichkeit des Spiels, bestürzend-intensive Ausdrucksextreme…Rachmaninoffs g-Moll-Sonate nach der Pause wirkte nicht wie weithin üblich im Finalsatz endlos lang. Gerhardt/Osborne musizierten sie in raffendem Impetus, schwelgerisch versonnen oder (wo nötig) mit großem, breit ausschwingendem Ton. Dabei herrschten immer Klarheit und Eleganz und das herrliche Testore-Instrument Gerhardt ließ sich kaum irgendwann vom Klavierschwall erdrücken. Wunderbarer Abschluß einer wohl überall beeindruckenden Tournee. |
| Werner Haas, 4.Februar 2004 |
| |
| Stuttgarter Nachrichten |
| |
| 1.Cellokonzert von Schnittke mit Sinfonieorchester des SWR und Y.Kreizberg in Liederhalle Stuttgart |
| „Alban Gerhardt und das RSO - Musik als Überlebenskampf |
|
…Auch Alfred Schnittkes 1.Cellokonzert ist ein Überlebenskampf. Das Violoncello als Ausdruck der gepeinigten menschlichen Seele, das Orchester als Chiffre für die willkürliche Brutalität der Masse. Alban Gerhardt stellt sich beim Konzert des Radiosinfonieorchesters Stuttgart im Beethovensaal diesem Kampf. Zu Beginn des Kopfsatzes ist sein Celloton fragend und zerbrechlich, nach der ersten Orchesterattacke gewinnt er an Expressivität und Wärme; Alban Gerhardt setzt den sanften, voll vibrierten Klang gegen die rohe Gewalt des schneidenden Blechs und entfesselten Schlagzeugapparats. Zu Beginn des zweiten Satzes scheint es, als hätte sich das Violoncello im Kampf gestärkt – die Kantilene spielt Gerhardt mit wenig Vibrato und viel Gewicht auf dem Bogen, der Ton wird härter und gewinnt an Substanz. Die Interpretation des jungen Cellisten schürft tief. Mit dem kongenialen Yakov Kreizberg am Pult des RSO steht ihm dabei ein mitdenkender Partner zur Verfügung….Trost spendet erst Alban Gerhardts Zugabe: das Prelude aus Bachs 6.Solosuite in D-Dur…“
|
| Georg Rudiger, 24.April 2004 |
| |
| Tripelkonzert in Stuttgart mit Philharmonikern unter Walter Weller |
| „...Und so erlebt man dann auch im ruhig dahinfließenden Largo einige berückende Momente, ganz besonders zu Beginn, wo das klanglich delikate Spiel des Cellisten in den Vordergrund rückt...“ |
| 4.Juni 2002 |
| |
| Preisträgerkonzert in Ludwigsburg |
| „Bei den Ludwigsburger Festspielen durfte beim Preisträgerkonzert im Ordenssaal das Publium zunächst dem erstaunlich ausgereiften Spiel des Nachwuchs-Cellisten Alban Gerhardt lauschen. Der junge Solist vereinte bei seiner Interpretation der Sonate für Violoncello op.8 von Zoltan Kodaly bewundernswerte melodische und rhythmische Kraft mit blühender Farbigkeit und exotischem Kolorit...“ |
| Dietrich Röder, 4. September 1990 |
| |
| Stuttgarter Zeitung |
| |
| 1.Cellokonzert von Schnittke mit Sinfonieorchester des SWR und Y.Kreizberg in Liederhalle Stuttgart |
| „…Mit klagendem, mitunter verzweifelt aufschreiendem Ton behauptet sich das Solocello im Verlauf der ersten drei Sätze in der unwirtlichen (Orchester-)Umgebung…Als hätte Schnittke dort, im tiefsten Dunkel, ein Licht gesehen, endet das Werk in einem von Blechbläserchorälen hymnisch grundierten, schmerz- und lustvoll auffahrenden und schließlich in höchsten Flageolettlagen verhauchenden Ton. Musik als Grenzerfahrung, zu existenziell für einen so jungen Musiker wie Alban Gerhardt? Keineswegs…Die nötige Technik und die emotionale Reife für diese Musik besitzt er zweifellos…“ |
| Frank Armbruster, 24.April 2004 |
| |
| Tripelkonzert in Stuttgart mit Philharmonikern unter Walter Weller |
| „...Die drei jungen Solisten....ließen jedenfalls nichts an emphatischem, technisch hochklassigem Zusammenspiel vermissen...“ |
| 4.Juni 2002 |
| |
| C.P.Bach-Konzert in A mit Stuttgarter Kammerorchester und Andreas Delfs |
| „...ein blühender, ausgereifter, betörender, seine Herkunft nach Belieben verschleiernder, narkotisierender Instrumentalgesang...“ |
| Leu, 14. November 1998 |
| |
| Preisträgerkonzert in Ludwigsburg |
| „...So stellte sich der Cellist Alban Gerhardt solo mit der Sonate op.8 von Zoltan Kodaly vor, der in dieses Werk alle Farrinessen eingebaut hat, die einem Cellisten gerade noch zuzumuten sind, ohne dabei dem Werk den Charakter des Etüdenhaften zu verleihen. Gerhardt meisterte die Höhen- und Tiefensprünge, die Glissandi, Doppelgriffe, Kantilenen ind den höchsten Lagen ohne Schwierigkeit, mußte sein Instrument noch hinter dem Steg streichen und ließ sich gleichwohl keine Gelegenheit zu differenzierter musikalischer Gestaltung nehmen...“ |
| |
| |
| |
| Recital mit Markus Groh in Mössingen |
| „Voll sprühendem Leben |
| Konzert ein Hochgenuss |
| Alban Gerhardt formulierte Form, Farbe und Lautstärke jeder einzelnen Note äusserst präzise und versah sie gleichzeitig mit sprühendem Leben. Wie aus dem Nichts schlichen seine Melodien aus der Stille und verschwanden ebenso unmerklich später wieder im Raum. Dazwischen lagen Momente mitreissender Dramatik und süsser Melancholie...Für das Publikum war's allemal ein Genuss. Emotional aber nicht pathetisch erklang das Prelude...., sehr leichtfüssig zauberte er die Courante aus den Saiten, melodiös die Sarabande. Kraftvoll gestaltete er die Gavotte und schloss mit dem einprägsamen Themenspiel der Gigue....Insgesondere die Passagen voll schmerzlicher Sehnsucht und Leidenschaft gewannen durch die wärmere Klangfarbe an Intensität...“ |
| 25. Februar 2000 |
| |
| Schostakowitsch 1.Konzert in Reutlingen mit Paternostro |
| „...technisch und musikalisch gelang ihm eine dicht, reflektierte Interpretation...Alban Gerhardt musizierte ungeheuer spannend; fliessende dynamische Übergänge, sonore "con vibrato" Passagen, in die Nähe des Schweigens weisend...“ |
| 9.November 1995 |
| |
| Thüringer Allgemeine |
| |
| Dvorakkonzert in Erfurt |
| „...Man war gut beraten, das berühmte Konzert von Dvorak ans Ende zu setzen...zweitens natürlich der Neugier auf den Solisten wegen. Sie zahlte sich aus. Alban Gerhardt, international erfolgreicher Meister seines Instruments, faszinierte vom ersten bis zum letzten Ton...Im elegisch-zarten, lyrisch breit ausladenden und energischen, doch immer beseelten Ton errang Alban Gerhardt einen großartigen Erfolg. Seine Zugabe führte zu jähem Erwachen aus der romantischen Traumwelt. Mit einem Stück von Györgyi Ligeti stellte er sein auch die Musik des 20.Jahrhunderts erreichendes virtuoses Können unter Beweis.“ |
| Dr. Wolfram Klante, 19.Oktober 2002 |
| |
| Volksstimme |
| |
| Schostakovich 2. Konzert in Dessau mit Carlos Kalmar |
| „Nahegehendes Konzert mit Phantastischem Solisten: |
| …Alban Gerhardt begeisterte mit der seinem Spiel innewohnenden faszinierenden Ausdrucks-weise…Der Solist, die Augen meist geschlossen, ist eins mit dem Instrument und der Musik. Brillant lässt er sein Cello singen, Töne und Akkorde werden zu Emotionen…Mit tosendem Applaus bedankte sich das Publikum bei dem sympatischen Alben Gerhardt. Für das begeisterte Publikum und auch das Orchester gab er Gast mit einer Bach-Suite eine mitreissende Zugabe seines Könnens...“ |
| 25. Mai 1999 |
| |
| Weilheimer Tageblatt |
| |
| „Bravos für junge Künstlerelite |
| ...Ewa Kupiec...und Alban Gerhardt...waren das Duo, das man sich immer wünscht: in musikalischer Emotion tief verbunden, selbstbewusste Virtuosen ihres jeweiligen Instrumentes, bescheiden, vollendete Interpreten grosser Meisterwerke...Den klassischen Witz, den franzö-sischen Charme und die italienische Melodienseligkeit <in der Suite Italienne Stravinskys>, apart kombiniert mit des russischen Meisters frechen Dissonanzen, präsentierten beide so hinreissend, dass grosser Applaus und viele Bravos drei Zugaben provozierten...So schön kann ein Konzertabend sein.“ |
| 12.Januar 1995 |
| |
| Weser Kurier |
| |
| Haydn D-Dur mit Bremer Philharmonikern unter Stefan Blunier |
„..Haydns Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur, als angeblich dankbares Stück oft von Jung und Alt vorgetragen, glaubte man plötzlich noch nie so ausgezeichnet, ja geradezu sensationell gehört zu haben. Das Staunen wollte kein Ende nehmen, über die Qualität des of „abgenudelten“ Werkes wie über die sublime Kunst des Interpreten. Alban Gerhardts Spiel war zu vergleichen mit einer an Koloraturen reichen Arie. Denn er durchglühte jede Note, gewann der Musik zauberhafte Modulationen ab, beherrschte eine herrlich nuancierte Farbenskala und erregte mit einer Bravour der Presto-Passagen. Dabei wahrte Gerhardt stets einen durchaus individuellen Stil, einer von sanguinischem Temperament gesteuerte Wiedergabe, die nicht nur dem Funkenschlag der Verzierungen einen zusätzlichen Esprit zubilligte, sondern im Mittelsatz die stark anrührende Innigkeit eines Gesangs, die ein phantastisch klingendes Cello aus der Werkstatt Matteo Gofrillers noch intensivierte. Der Beifallsjubel war der Ausnahme-Darbietung angemessen. Alban Gerhardt bedankte sich mit dem Prelude der besonders schwiergien 6.Solo-Suite Bachs, das er in unentwegtem Strömen zum großen Klangraum aufbaute... |
| Simon Neubauer, 23. November 2005 |
| |
| Brahmsdoppelkonzert mit Daniel Hope, Bremer Philharmonikern und Günter Neuhold |
| „...Gleich der erste Einsatz des Cellos offenbarte, dass Alban Gerhardt aus seinem Instrument wilde, dunkle Töne voller Leidenschaft herausholen wollte. Er spielte seinen Part auswendig und übersetzte Emotionen in Klang...Hope...mischte sich dort mit dem sonoren Celloklang...Das Publikum dankte den Solisten lautstark und wurde mit einer Zugabe belohnt, einem Satz aus Schulhoffs Duo für Violine und Cello...“ |
| 5.Oktober 2001 |
| |
| Triokonzert mit Patrick Gallois und Anne-Marie McDermott in Bremen |
| „…Und Alban Gerhardt präsentierte sich als überaus sensibler Cellist, der mit der Samtwärme seiner Kantilenen, der von Noblesse gesteuerten Argumentation seines Passagenspiels und seines leidenschaftlich gesteigerten Portissimo-Aufruhrs dem Spiel klanglich prächtige Farben zubilligt…Langer, stürmischer Beifall“ |
| Simon Neubauer, 9.April 1997 |
| |
| Westdeutsche Zeitung |
| |
| Jolivet-Konzert mit Orchestre Philharmonique de Monte Carlo unter M.Janowski in Düsseldorfer Tonhalle |
"...Dadurch mit ausreichend Adrenalin versorgt, spielen Solist und Orchester Jolivets sehr verstörende Musik mit brutaler Expressivität. Wie in einem Brennspiegel sitzt Gerhardt dabei im Zentrum des Ensembles, umrahmt von einem Streichquintett, welches wiederum vom eigentlichen Streichorchester umschlossen ist. Mit dumpfem Grollen und irisierenden Flageolet-Tönen traktiert Gerhardt sein Instrument ohne Rücksicht auf die vermeintlich zarter besaiteten Hörgewohnheiten des Publikums und erntet für sein exzellentes Spield der herben Töne auch ratlose Gesichter..." |
| Finn Jacobsen, 19.März 2005 |
| |
| Schumannconcerto in Wuppertal with the Wuppertal Symphony under O.Maga |
„…Das Cellokonzert von Robert Schumann rettete eindeutig der Top-Cellist Alban Gerhardt. Denn seine präzise Körpersprache gab dem Orchester Halt. Zudem faszinierte er mit einer wunderbar singenden Tongebung und brachte mit festem Zugriff den dem Werk immanenten Naturzauber und den leidenschaftlichen Kampf des Menschen gegen den Schicksalsgewalten voll zur Geltung. Für den lang anhaltenden Beifall bedankte sich Gerhardt mit einem traumhaft schön gespielten Satz aus der ersten Bachsuite.“ |
Hartmut Sassenhausen, 24.Januar 2005 |
| |
| Rubinsteinkonzert mit Wuppertaler Sinfonikern unter George Hanson (ECHO-Preis Verleihung 2003 |
| “Ovationen für ein großes Musikerlebnis |
| Mit der Vorstellung von Anton Rubinsteins Cellokonzert in a-Moll präesntierte sich Alban Gerhardt als ein Cellist, der das Zeug dazu hat, bald zu einem der wenigen ganz großen internationalen Cello-Stars zu gehören. Mit seiner grandios großen, runden, singenden umhaft schönen, sinnlichen Melodiegestaltung und seinem temperamentvollen, extrem nuancierten Spiel ließ er keine Wünsche offen. Auch bei einem Satz aus Bachs Solosuite als Zugabe zeigte er seine ganz große Klasse.” |
| Hartmut Sassenhaus, 6.November 2003 |
| |
| Dvorakkonzert mit Bamberger Symphonikern auf Tournee, Jonathan Nott dirigierte |
| „Alban Gerhardt Interpretation von Dvoraks Cellokonzert versöhnte mit dem Konzert der Bamberger Symphoniker |
| ...Durch Dvoraks Cellokonzert wurde man aber versöhnt...So konnte Alban Gerhardt seine musikalischen Vorstellungen voll zur Entfaltung kommen lassen. Temperamentvoll im ersten Satz, empfindungsvoll im Adagio und fest zupacken im Finale konnte er mit einem großen, runden und emotionalen Ton begeistern...Er brillierte mit einer hochmusikalischen gesanglichen und nuancierten Tongestaltung.“ |
| 25.Februar 2002 |
| |
| Schumannkonzert mit Kammerakademie Neuss unter Johannes Goritzki in Stadthalle Wuppertal |
| „...Höhepunkt des Abends war jedoch mit Abstand das Cellokonzert a-moll op.129, für das als Solist Alban Gerhardt gewonnen werden konnte. Schon seit sieben Jahren gilt er als der herausragende Cellist der jüngeren Generation und wurde diesem Ruf auch voll gerecht. Der gebürtige Berliner...demonstrierte mit diesem...Konzert nicht nur handwerklich sondern auch musikalisch Fähigkeiten erster Güte, mit denen er sich getrost in die erste Riege namhafter Starcellisten einreihen kann. Diese ohne Unterbrechung zu spielenden eng verknüpften Sätze deutete Gerhardt mit grosser künstlerischer Reife, adäquatem emotionsgeladenem Spiel und grossem "singenden" Ton ablolut schlüssig, dabei vorzüglich mit dem Orchester korrespondierend. Gerade wegen des überwältigenden Auftritts von Alban Gerhardt, von dem man sicherlich in Zukunft noch viel hören wird, war die Reise absolut lohnenswert.“ |
| 6.November 1997 |
| |
| Westfälische Nachrichten |
| |
| Recital mit Cecile Licad in Coesfeld |
„Wir haben noch einen Lastwagen voll Noten dabei -Alban Gerhardt und Cecile Licad begeistern im Alten Hof Herding |
Das ist rekordverdächtig; nicht mit zwei oder drei, nein, gleich mit vier Zugaben wurde das publikum am Samstag abend beschenkt. Sicher, der Beifall war entsprechend stürmisch – aber eigentlich war es wohl dieser unglaubliche Spaß am Musizieren, der Alban Gerhardt und Cecile Licad zu dem üppigen Nachschlag motivierte. ‚Sir haben noch einen Lastwagen voll Noten dabei‘, scherzte Gerhardt, dieser sympathische Ausnahme-Cellist, der schon vor drei Jahren an gleicher Stelle einen faszinierenden Auftritt hinlegte. Auch jetzt wieder, dismal mit der famosen Klavierpartnerin Cecile Licad…Hier wie dort eine Klavierkultur allererster Güte. Was Licad da an dynamischen Nuancen entwickelte, grenzte fast schon an Zauberei, nicht minder die weihevollen Akkorde im Adagio der Sonate. Gerhardt Cello-Linie schwebte darauf als großes, endloses Rezitativ. Die beiden haben einen treffsicheren Instinkt für musikalischen Stil. Für Beethovens Ruppigkeiten, für Mendelssohns hymnischen Jubel – und für richtig saftige Romantik. Nichts anderes ist Sergej Rachmaninows g-Moll-Sonate. Eine halbe Stunde, in die das Herzblut der Interpreten hineingeschossen scheint.Und so muss es schließlich auch sein. Bloß nicht auf die Romantik-Bremse treten! Tun Gerhardt und Licad auch nirgends. Deshalb wirkt das zarte Andante so unwiderstehlich, nur dadurhc bekommt das Scherzo seine faszinierende, ja betörende Dramatik…Dann natürlich im Programm auch ein Virtuosenstück für Cello solo: Gyprgy Ligetis Sonate, genauso aufregend, ja berauschend wie damals bei Gerhardts erstem Gastspiel in Lette…Nach einer halben Stunden Zugabe war definitiv Schluss im Alten Hof Herding. Fazit: die beiden müssen unbedint wiederkommen!“ |
| Christoph Schulte im Walde, 11 Oktober 2004 |
| |
| Recital mit Markus Groh in Lette |
| „...Geradezu geflüstert wirkte der Klavierteppich, auf dem Alban Gerhardt seinen erdigen, saftigen und intensiven Cello-Ton ausbreiten konnte. Betörend schön auch, wie die beiden Robert Schumanns „Fantasiestücke“ aus ihren Instrumenten zauberten. Feinstarbeit, wohin man hörte. Nicht die kleinste Nahtstelle tat sich in den Sechzehntelketten auf. Gerhardt und Groh sind ein ideales Duo, das sich glänzend versteht. Ihr Brahms bewegte sich abseits jeder Routine, und Schumann diente ihnen bei aller Virtuosität in keinem Augenblick zur bloßen Selbstdarstellung. Was nicht heißen soll, es sei nicht auch ordentlich zur Sache gegangen...Das Cello-Pendant lieferte Alban Gerhardt mit Ligetis Sonate, vor der niemand, der über Neue Musik sonst eher die Nase rümpft, Scheu haben muss. Sie begann mit einem melodiegesättigten Espressivo, gefolgt von einem hastigen Hummelflug über die Saiten. Den schaffte Gerhardt in rekordverächtigem Tempo...Und so gipfelte Schostakowitschs eigenwillige Sonate in einem rillanten Feuerwerk. Beide Solisten plauderten zudem auf dem Podium über die Gründe einer geringfügigen Programmänderung. Und Alban Gerhardt gab mit den Worten „wir haben wahnsinnigen Hunger“ ganz ehrlich zu, weshalb die heißblütige spanische Zugabe die einzige blieb.“ |
| 5.November 2001 |
| |
| Westfälische Rundschau |
| |
Enescu Symphonie Concertante mit Dortmunder Philharmonikern |
"...Alban Gerhardt, der gern Seitenpfade des Repertoires einschlägt, spielte sie mit leidenschaftlicher Geste. Sein Cello hat einen überwältigend schönen, dunkel glühenden Ton - er handhabt es mit unaufdringlicher Virtuosität und melodischer Intensität. Enescus Musik erfordert eine immense technische Beherrschung des Instruments, aber auch innige Ausdruckskraft. Sie ist voller Emphase, vereint Volksliedhaftes seiner Heimat mit französischer Eleganz. Gerhardt brachte sie dem Hörer mit weitgezogenen melodischen Linien, mit hohem musikantischem Einsatz nahe." |
| Sonja Müller-Eisold, 28.September 2005 |
| |
| Haydn D Dur mit Dortmunder Philharmonikern im Konzerthaus unter Arthur Fagen |
| "Solist Alban Gerhardt wurde stürmisch gefeiert |
...Sein Ton ist von verführerisch schmeichelnder Wärme. Der Cellist Alban Gerhardt verzauberte die Hörer im siebenten Philharmonischen Konzert mit jenen wundervollen Kantilenen, die Joseph Haydn in seinem Konzert für Violoncello D-Dur op.101 in Fülle bietet. Absolut sicher, bruchlos führt er sein Instrument in höchste Lagen und klangvolle Tiefen, mit weitschwingender Phrasierung der "Wahrheit" dieser Musik, die er immer wieder als Herasuforderung sieht, auf der Spur. Und er bindet die hochvirtuosen Passagen in diese große Gestik ein, mit geradezu verblüffender Sicherheit. Stürmisch gefeiert, gab er dann noch eine Ligeti-Sonate dazu. Und auch hier entwickelte er ganz und gar unerwartet schöne melodische Linie, Verinnerlichung und Klangnuancen von bestechendem Reiz...." |
| 9.April 2003 |
| |
| Elgar Konzert mit Jia Lü und Dortmunder Philharmoniker |
| „...Begeistert aufgenommen wurde das Konzert..von E dward Elgar. Alban Gerhardt war ein Cellist bei dem alles stimmte. Die Präzision der Griffe, die frappanten Künste der Klangdifferenzierung in reinster Intonation, die Kontinuität des melodischen Verlaufs in den Adagiosätzen, das alles eingebettet in einen wunderbar weichen und doch kraftvollen grossen Ton von edelster Qualität...“ |
| 18. November 1998 |
| |
| Haydn D-Dur mit Deutscher Kammerakademie unter Johannes Goritzki in Dortmund |
| „...Der junge Cellist Alban Gerhardt betörte seine Zuhörer mit weicher Kantilene, temperament-vollem Zugriff von hoher Brillanz. Klangschwelgerisch und zupackend ging er sofort in den empfindsamen ersten Satz hinein und zeigte sich so einem der wertvollsten Beiträge der Cello-Literatur würdig. In dem schlichten, gefühlsbetonten Adagio-Satz 'sang' er die Themen romantisch aus, mit dynamisch differenziertem, blühenden Ton. Ganz leicht, virtuos und spritzig präsentierte er die reizvolle Spielmusik des Finalrondos...Das Orchester gab dem grossartigen Solisten sensible Unterstützung.“ |
| 1. Dezember 1997 |
| |
| Brahms-Doppelkonzert mit Alyssa Park, Dortmunder Philharmonikern und G.Schöhe |
| „…Man hatte mit Alyssa Park und Alban Gerhardt zwei Talente engagiert, die sich bereits in renommierten Wettbeweren bewährt haben. Technisch souverän und musikalisch beseelt, gestalteten sie erwartungsgemäß auch diese Werk. In bewegten Dialogen stritten oder harmonierten die beiden Solo-Instrumente miteinander…Der Finalsatz zeigte die virtuosen Fähigkeiten der Solisten auf. Viel Applaus erspielte sich das Duo, aber leider keine Blumen…“ |
| Petra Koch, 13.September 1995 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec im Dortmunder Schauspielhaus |
| „Wer als ‘kleine’ Zugabe mal eben die Paganini-Variationen über das oft vertonte Thema der a-moll-Caprice auf Lager hat, und diesen technischen Hexenritt noch dazu auf dem unhandlichen Cello vollführt, der muß sich seiner Kunst schon sehr sicher sein. Alban Gerhardt hieß der Star des 3.Kammerkonzerts…begeisterte das Publium im Schauspielhaus…Mit kompromißlosen Einsatz, ja mit unter fast gewaltsam gestaltete der Musiker das kurze, vielfarbige Werk. Wen wundert’s da, daß sich das Publium mit dem krönenden Abschluß der Duo-Sonate in F-Dur Nr.2 von Johannes Brahms dennoch nicht zufrieden geben wollte. Gerhardt setzte noch den Paganini drauf.“ |
| 26.Juli 1994 |
| |
| Recital mit Markus Becker in Dortmund |
| „Cellist und Pianist boten Zauberhaftes und Virtuoses |
| ...Der erst 24jährige Gerhardt besticht mit nuancenreichem Ton, makelloser Phrasierung und staunenswerter Musikalität: er spielte sein ganzes Programm auswendig, mit absolutem Stilgefühl und gestalterischer Sicherheit...Eingangs hatte sich Alban Gerhardt mit Bachs 6.Bachsuite vorge-stellt: souverän all jenen Tücken gewachsen, die Bach hier dem Instrument und dem Spieler abgerlangt...In den "Trois Strophes..' von Dutilleux entlockte er seinem Cello Klänge und Geräusche, die das Repertoire herkömmlichen Spiels wesentlich erweitern, zauberhafte Tongespinste und virtuose Effekt von ganz eigenem Reiz.“ |
| 20. Mai 1993 |
| |
| Westfalenblatt |
| |
| Tournee mit NW-Philharmonie mit Haydn C und Pärts Fratres |
| „Cellist spielt mühelos beseelt |
| ...Ein unbestrittener Höhepunkt was die famose Wiedergabe des nicht oft zu hörenden C-Dur-Konzertes von Joseph Haydn...Da gab es dankbare Aufgaben für den Cellisten Alban Gerhardt als Solisten, der in allen Belangen große Meisterschaft zeigte. Sein Spiel war beseelt, herrlich formte er lang ausgehaltene Töne, wie zu Anfang des langsamen Satzes, mit größter Deutlichkeit huschten die schnellen Läufe im letzten Satz vorüber, ohne Makel seine Doppelgrifftechnik, und dazu kam eine Mühelosigkeit, die den großen Könner auszeichnet...So kam eine wundervolle Wiedergabe dieses Konzertes zu Gehör, die man so schnell nicht vergessen wird....“ |
| 15. April 2002 |
| |
| Wiesbadener Tageblatt |
| |
"...Dem Cellisten, Jahrgang 1969, gebührt an diesem Abend ein Sonderpreis für solistischen Fleiß: Schumanns Cellokonzert, das Gerhardt zuvor so souverän und mit schönen Kantilenen gespielt hatte, fordert auch den Virtuosen ganz und kann im Dialog mit dem von Yakov Kreizberg präzise koordinierten Orchester ganz schön vertrackt sein. Indes schien Gerhardt auch später nach "Kol Nidrei" noch Energie genug zu haben, um dem begeisterten Publikum mit dem zweiten Satz aus György Ligetis Solosonate zu zeigen, was er jenseits der deutschen Romantik so auf dem Kasten hat: Ein unglaublich rasantes Capriccio, das so ziemlich alle Schwierigkeiten der Cello-Geschichte in sich zu vereinen scheint - Alban Gerhardt leistete eine fulminante Akkord-Arbeit, die, nach Noten bezahlt, jeden Veranstalter in den Ruin treiben müsste...." |
| 8.März 2005 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec beim Rheingau-Musikfestival im Schloß Reinhartshausen |
| „…Mit überraschender Reife |
| …In Zoltan Kodalys Sonate für Violoncello solo op.8 offenbarte Alban Gerhardt ein Maß an künstlerischer Entwicklung und kultivierter Virtuosität, das schon bestürzen konnte…Bei Gerhardt vermittelte sich immer der Prozeß des Ausdrucksuchens, spürte man das Gefühl, bei einer sehr melancholischen Entdeckung teilhaben zu dürfen…Es blieb eine ahnungsvolle Faszination, daß sich in diesem Duo zwei ganz außergewöhnlich ergänzende Musiker mit Zukunft gefunden haben. Fasinierend der markige Ton Gerhardts…da sprühten beide nur so vor Spielwitz und unbeschwertem Genuß ihrer knackigen Sforzati. Die zwei gewährten Zugaben entschädigten nicht für das scheinbar im Flug erreichte schnelle Ende des Konzerts.“ |
| 4.August 1995 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec in Burg Reinhartshausen |
| Ausdrucksmusiker, der auf der Basis einer fabelhaften Technik und eines erlesenen Klangsinnes höchst eindrucksvoll zu interpretieren weiß. Es gibt heute viele junge Violoncellisten von Rang, auch aus Deutschland. Alban Gerhardt ist einer der überzeugendsten von ihnen – ein herrlicher Musikant…Die Intensität des Ausdrucks nahm sofort gefangen…Höhepunkt des Konzertes wurde die grandiose Wiedergabe der zweiten Brahms-Sonate. Das ‘passionato’ realisierten beide Musiker vollkommen…Eine ‘Elite’, die zu schönsten Hoffnungen berechtigt.“ |
| W.-E.v.Lewinski, 30.Juli 1994 |
| |
| „Phänomenaler junger Violoncellist |
| ...Auf einem hinreissend farbig-schönen, samten-singenden Instrument von Guadagnini weiss er mit einer faszinierenden Sicherheit...zu spielen. Die Charaktere der gewählten, und hier hödhst intelligent zusammengestellten Werke seines Programmes kamen ebenso zuverlcassig und überzeugend zu unmittelbarer Wirkung wie die sehr natürlich erscheinende Musikalität der Gestaltung. Mit dem ersten Einsatz zur "Arpeggione"-Sonate Schuberts war für Atmosphäre gesorgt...Nur das beklemmende Crescendo vor der Reprise des ersten Satzes gehört zu haben, rechnet zu den bleibenden Hörerlebnissen dieses exzeptionellen Konzertes...Dass Gerhardt ein phänomenaler Cellist ist, steht ausser Frage...Er konnte in den schönen Klängen seines Instrumentes schwelgen ohne sich an ausufernde Sentimentalität oder oberflächlich Atmos-phärisches zu verlieben: die musikalische Struktur blieb erhalten, ohne sich aufzudrängen.“ |
| Wolf-Eberhard v.Lewinski, 27. März 1992 |
| |
| Wiesbadener Kurier |
| |
| Recital mit Seven Osborne in Bruchsal |
| "...Der Cellist Alban Gerhardt und der schottische Pianist Steven Osborne sind in Rhythmik und Dynamik perfekt abgestimmt. In der Cello-Sonate e-Moll op.38 von Johannes Brahms entwickeln sie im Kopfsatz eine emotionale Wechselwirkung, die das Sperrige, die herbe Melancholie in dieser Spätromantik betont.. Die vermeintlich kleinen Cello-Stücke, die Robert Schumann als Gelegenheitsarbeit schrieb, kann Gerhardt imponierend aufwerten…Gerhardt und Osborne machten diese Miniaturen in ihrer raffinierten Einfachheit zu federleichten Arabesken.. Rhapsodisch locker wirft sich das Duo die Themen <Beethoven A-Dur-Sonate> zu, graziös verspielt gelingt das Menuett. Als Dank für stürmischen Beifall gibt es ein Stück virtuose Salonmusik, das der spanische Meistercellist Gaspar Cassado (1897-1966) dereinst für den eigenen Konzertgebrauch schrieb." |
| Siegfried Kienzle, 25.Januar 2007 |
| |
| „…Von Beginn an beeindruckten die Sonorität und Sensibilität…Unbestrittener Höhepunkt war schliessliche die F-Dur Sonate von Brahms. Das spürbare gemeinsame Atmen der beiden Partner zog sich wie ein einziges Gefühl duch die gesamte Sonate…Die Gleichberechtigung der Künstler und die Klarheit des musikalischen Gedankens schienen geradezu ein Ideal der Kammermusik zu vermitteln.“ |
| Philipp, Schumann, 7. August 1999 |
| |
| „...Der Berliner Alban Gerhardt vermochte auf beeindruckende Weise die Schwierigkeiten des Stückes virtuos zu vermitteln. Gerade die Durchführung mit ihren solistischen Skalenfiguren, Tonrepetitionen, weitläufigen Arpeggien, stellt höchste Anforderungen an den Musiker. Diese enorme Leistung wurde denn auch mit frenetischem Beifall des Publikums belohnt...“ |
| Andreas Höflich, 22. Oktober 1998 |
| |
| Recital mit Ewa Kupiec beim Rheingau-Musikfestival im Schloß Reinhartshausen |
| „…Der Soloteil des Abends mit der widerborstigen Sonate von Zoltan Kodaly schien dem Cellisten dann auf den Leib komponiert. Alban Gerhardts prinizipiell überaus tragfähiger Ton versetzte den Saal durch intensive Baßtöne und zigeunerhafte Parallelführungen in schwingungen…Alban Gerhardt badete im glutvollen Celloton, ohne je stereotyp zu sein…“ |
| Bettina Ciechowski, 4.August 1995 |
| |
| „Perfektes Hörvergnügen - Der Cellist Alban Gerhardt |
| Eine Ausnahmeerscheinung...bildet der Berliner Cellist Alban Gerhardt. Er verbindet eine scnelle Intelligenz mit grossem Gefühlsreichtum...Das im Bewusstsein der zuhörer dominierende, unmittelbar anrührende Cellospiel Gerhardts, für den singenden, schwingenden, oft von grossem Vibrato getragenen Ton, der auch in der gespanntesten Emotion nie herausgepresst wurde. Die aburden Sprünge <der Arpeggione-Sonate> waren für AG nichts weiter als ein Anlass, ein perfektes Hörvergnügen zu inszenieren...<Er> bewältigte die eigentlich unspielbare Suite von Benjamin Britten mit überlegener Hand, wie sie auch Maestro Rostropovich, dem sie gewidmet ist, kaum besser hätte verwirklichen können.“ |
| 30.März 1992 |
| |