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| Brahms Doppelkonzert in Berliner Philharmonie mit dem RSB unter M.Janowski, Guy Braunstein, Geige |
| "...Mit dem deutlich gleichgesonnenen Alban Gerhardt als Partner spielte Braunstein das Doppelkonzert für Violine und Cello von Johannes Brahms, das erstaunlicherweise nie die Popularität gefunden hat, obwohl allein schon eine wundervoll beredte Sangbarkeit das Andante auszeichnet. Darüber hinaus geben sich die Dialoge zwischen Geige und Cello derart explosiv, zumindest in der Radikalität des Vortrags, zu der sich beide Solisten aufschwangen, dass man sich buchstäblich auf einen musikalischen Entdeckerkurs gerissen sah. Mit Dirigent Janowski natürlich verlässlich am Kompass..." |
| Klaus Geitel, 21.November 2006 |
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| Deutsche Erstaufführung von PM Schneids Cellokonzert im Berliner Konzerthaus mit dem BJO unter Andris Nelsons |
"…eine imaginative Seelen- Biografie in Form eines Cellokonzerts, von Tobias PM Schneid frisch geschrieben, von Alban Gerhardt phänomenal dargelegt. Es mündet nach knapp 25 Minuten in beredter, nachklingender Stummheit. Schumanns Lebenskampf ist zu Ende….Alban Gerhardt artikuliert seinen Vortrag hervorragend: ein junger Cellist voller Autorität und unbremsbarer Spielzuversicht... Das Cello spielt virtuos, endlos und unaufhaltsam. Es setzt eine Tour de France der Finger, Alban Gerhardt hätte - statt im zuchtvollen Schwarz - vielleicht im berühmten Gelben Trikot auftreten sollen…Gerhardts Cello schweigt sich hindurch <durch den letzten Satz>. Erst an seinem Ende meldet es sich wieder zur Sprache. Die klingt nun wehmütig, entsagend. Alles Instrumental-Gegeifere ist vorüber. Stummheit, die nachdenklich macht, steht am Ende. Danach folgt Bravogeschrei.“
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| Klaus Geitel, 9. August 2006 |
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| Schumannkonzert mit dem BSO im Konzerthaus Berlin unter Walter Weller |
„Alban Gerhardts Cello-Heimspiel
Großes Pech war das im letzten Jahr. Da machte Alban Gerhardt mehr Schlagzeilen mit der Suche nach seinem gestohlenen Guadagnini-Cello als mit dem Gewinn des Echo-Klassik-Preises. Dieses Jahr soll alles anders werden. Neues Cello, neues Glück. Außerdem ist der Berliner nach sechs Jahren in New York nun wieder nach Hause zurückgekehrt. Das Heimspiel mit dem Berliner Sinfonie-Orchester wurde lautstark gefeiert. Schumanns Cellokonzert gab dazu aber auch allen Anlass…Alban Gerhardt jedenfalls suchte auch die abgründigen und stürmischen Winkel in der zerzausten Seele. Er durchlebte und durchlitt das Werk wie eine Fieberfantasie. Mit schwerblütigem Nachdruck nahm er den ersten Satz, als würden Bleigewichte auf seinen Fingern lasten. Selbst im virtuosen Finale mied er elegante Brillanz. Angerauht, fast hemdsärmelig versprühte er Lebensenergie.Ein Hauch von Melancholie lag über dem ganzen Konzert. Die drei Sätze, die nahtlos ineinander übergehen, erklangen wie aus einem geheimnisvoll funkelnden Guss. Die sprechenden Gesten in Schumanns Musik nahm Alban Gerhardt besonders ernst. Nicht nur im langsamen Satz schüttete er mit beredtem Spiel sein Herz aus, ein Herz voller empfindsamer und wilder Töne. Der Cellist empfahl sich wieder einmal als Überzeugungs-künstler ersten Ranges…“ |
| MaH, 31.März 2004 |
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| Barberkonzert in der Berliner Philharmonie mit Jeunesses Weltorchester unter Carlos Kalmar |
| „...Von gründlicher Detailarbeit profitierte auch Alban Gerhardt, Solist in Samuel Barbers Cellokonzert, das als eines der schwierigsten gilt. Mag sein, dass deshalb selbst Virtuosen von Rang einen Bogen um es machen. Gerhardt können technische Tücken und vertrackte Rhythmen indes nicht schrecken. Die steile Karriere des jungen Musikers, der als einer der führenden seiner Generation gilt, begann, als er 1990 den ARD-Musikwettbewerb gewann. Wiederum wird es zum Erlebnis zuzuschauen, wie er, im Duett mit den Bläsern, mühelos mit heiklen Doppelgriffen die gefürchteten höchsten Lagen seines Griffbretts erobert, mal kratzbürstig-ruppige, mal lyrische Saiten aufziehend. Noch einmal bewies der Virtuose mit einem zugegebenen fingerbrecherischen Satz von Ligeti, dass sich so mancher Kollege eine Scheibe von ihm abschneiden kann Bravo.“ |
| 10. Januar 2001 |
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| Dvorak mit Fabio Luisi im Schauspielhaus zu Berlin mit dem MDR |
| „…dem passte sich das Spiel von Alban Gerhardt an: konzentriert und nobel, fern aller Extrovertiertheit…sein technisch untadeliges Spiel…“ |
| 18. Mai 2000 |
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| Schostakovich Nr.1 mit RIAS Jugendorchester und Sebastian Weigle im Berliner Konzerthaus |
| „...Den Solopart von Schostakowitschs Cello-Konzert hatte Alban Gerhardt übernommen. Sein umjubeltes Debüt vor fünf Jahren bei den Philharmonikern ist noch in lebhafter Erinnerung. Wie er Schostakowitsch spielte, machte erneut deutlich, was für ein hervorragend begabter Cellist er ist. Alle Anlässe zu flink virtuosen, leicht grotesken Kapriolen im ersten und dritten Satz kostete er voll aus, gab außerdem dem langen, lyrischen Mittelteil eine geradezu voluminöse Kantabilität von ausgezeichneter Eindringlichkeit...“ |
| 19. November 1996 |
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| Berliner Begegnungen; Brahmsquintett mit I.Faust, B.Giuranna u. R.Kussmaul |
| „…Zupackend der erste Satz, der sich zu einem großen mitreißenden Bogen, bis zum wilden Schluß-Vivace erweiterte. Cellist Alban Gerhardt gab mit dem frohen Eingangssolo das Wesen dieser Interpretation vor…“ |
| Regina Leistner, 3. September 1992 |
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| Rokoko-Variationen mit Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov |
| „...Ein Nachwuchstalent, 22 Jahre jung und im vorigen Jahr an gleicher Stelle...als ein bereits hervorragender Kammermusiker aufgefallen. Sein philharmonischer Debüt wies ihn als einen Soliten aus, der ebenfalls bereits gervorragend vesiert ist. Über alle Register dews Virtuosen verfügt er schon ganz souverän. Man erlebte eine sehr ansprechende Tschaikovsky-Wiedergabe, von der sich nicht nur das Publikum, sondern selbst die begleitenden Philharmoniker sher angetan zeigten und ihrem jungen Solisten lebhaft applaudierten...“ |
| Wolfgang Schultze, 11. Oktober 1991 |
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| Vogelkonzert bei Biennale mit NDR Hannover unter Mario Venzago im Schauspielhaus Berlin |
| „...Vogels inspiriertes, geistig sehr verdichtet wirkendes Cellokonzert, das eine kongeniale Interpretation durch den Solisten Alban Gerhardt erfuhr. Sceint wie ein Rückschritt in konventionelle Musik....“ |
| Regina Leistner, 24.Februar 1991 |
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| „Pianistin und Cellist in voller Harmonie |
| …Mit dem Abend im Kammermusiksaal der Philharmonie demonstrierte der erst 21jährige, daß er sein Instrument bereits perfekt beherrscht…Alban Gerhardt vollbrachte in jeder hinsicht eine überzeugende und famose Leistung. Er hat nicht nur technisch den Bogen auf dem Cello heraus. Er ist gleichzeitig auch ein Interpret von großer Begabung. …Vier Sonaten hintereinander bedeuteten ein ebenso anspruchsvolles wie schwieriges Pensum. Beethovens C-Dur-Sonate aus op.102 ging ihm sehr temperamentvoll von der Hand. Sie war nicht nur sehr lebhaft nachempfunden, sondern auch Takt für Takt vital durchgestaltet. Auch mit Brahms F-Dur-Sonate kam Alban Gerhardt ausgezeichnet zurecht. Ihr romantisches Pathos, die leidenschaftliche Dramatik der beiden Ecksätze war voll ausgekostet…fast aggressiv im zugriff, mit Mut zu emotionaler Ruppigkeit und in sehr geschärften Konturen (Hindemith Solosonate)…Eine inspirierte Debussy-Wiedergabe.“ |
| Wolfgang Schultze, 2.Mai 1990 |