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Dvorak-Konzert als Einspringer bei den Proms mit CBSO und Sakari Oramo
„Nicht alle jungen Cellisten tragen das Dvorak Cellokonzert in ihren Rucksäcken, bereit es mit einem Tag Warnung auszupacken: noch weniger könnten unter diesen Umständen ihre Ruhe bewahren während sie musikalische Risiken eingehen. Daß Alban Gerhardt (als Ersatz für Heinrich Schiff) einer von ihnen ist, wurde deutlich durch den ausgelassenen Tanz, in den er Sakari Oramo und das City of Birmingham Symphony Orchestra führte, die seiner erfreulichen Flexibilität des Tempos und der Phrasierung mit geschickten eigenen Solos entsprachen. Gerhardt’s stürmische Interpretation hob die tänzerischen Qualitäten auf Kosten der gelegentlichen grandioso Markierungen hervor, aber die Noten liefen ihm niemals davon: Er artikulierte jeden Akkord dieser gefürchteten Doppelgriffpassagen kurz vor dem Höhepunkt des ersten Satzes und erreichte damit einen mitreißenden Effekt anstatt sie in ein glissando zu verwandeln. Eine größere Vielfalt von Dynamik und Klangfarben hätte noch eine weitere Schichte der Interpretation hinzugefügt, doch er opferte dies für zusätzliche Kraft, die notwendig ist, um diese Halle zu füllen. Dennoch formte er die elegischen Teil des zweiten und dritten Satzes mit feinem Legatospiel und hob die Spannung und Trauer dieser Musik hervor ohne in Sentimentalität zu fallen...“
November 2001
 
New York Orchester Debüt at the Y mit dem American Chamber Orchestra und J.Schwarz
„…Die elegante Aufführung der Rokoko-Variationen von dem Cellisten Alban Gerhardt war insofern besonders bemerkenswert, da er auf dem Ex-Feuermann-Stradivari spielte, welches zum Verkauf frei steht. Gerhardts Ton, groß und glanzvoll, als ich ihn das letzte Mal hörte, war dieses mal schlank und mehr focusiert, aber mit wunderschönen Nuancen…“
Harris Goldsmith, Strad Magazin, August 1995
 
Finale des Leonard-Rose-Wettbewerbes in Washington mit National Symphony unter Y.P.Tortelier
„...Gerhardt's tief bewegende Interpretation von Dvoraks langsamen Satz während der Halbfinals überzeugte den Zuhörer dass das ganze Konzert mit Orchester ein Hochgenuss sein würde: und es war es. Seine traumwandlerische Sicherheit auf dem Cello, seine eindringliche Musikalität und sein warmer Ton verzauberten Jury sowie Publikum...“
September 1993