The Romantic Cello Concerto Vol. I
Dohnányi Enescu d'Albert

 
Midem Classic Award
 
         
Best Orchestra Recording
BBC Music Magazine
September 2005
  CD des Monats im Fonoforum  
  Alban Gerhardt, cello
BBC Scottish Symphony Orchestra
Carlos Kalmar, conductor
  Erno Dohnányi
  Konzertstück in D major Op. 12
1. Allegro non troppo (5:52)
2. Adagio (6:32)
3. Tempo I, ma molto più tranquillo (11:45)
   
  George Enescu
  Symphonie concertante in B flat minor Op. 8
4. Assez lent – Un peu plus animé (10:00)
5. Tempo I (4:42)
6. Majestueux – Plus vite (7:40)
   
  Eugen d’Albert
  Cello Concerto in C major Op. 20
7. Allegro moderato – Animato – Allegro – Molto tranquillo (9:58)
8. Andante con moto (7:09)
9. Allegro vivace – Allegro molto (4:45)
   
  Playing time: 68:52 minutes
 
 
Fono Forum: 5 Stars for Music, 5 Stars for Sound...
 

„Einer von Hyperions Coups hier ist es, sich den außergewöhnlichen jungen deutschen Cellisten Alban Gerhardt zu sichern. Ein anderer ist, drei Werke zu finden, die mit solch Liebreiz und betörender Zuneigung für das Instrument geschrieben sind, dass ihre Vernachlässigung unergründlich ist…(Sie) sind alles substantielle Werke und vereinen einfallsreiche Orchestrierung und diszipliniert strukturelle Prinzipien mit wundervoll cellotypischer Lyrik, indem sie des Instruments Fähigkeit zu Verzückung, Farbe und herbstlicher Versunkenheit ausnutzen. Gerhardts Spiel, mit seinem farbenreichen Ton, geht direkt in das Herz der Musik und entzündet in brillianter Weise das Feuerwerk, das die Werke Enescus und d’Alberts in petto haben.“  

—Geoffrey Norris, Daily Telegraph, 27.August 2005
 

Drei Cellokonzerte (auch wenn nur eines von ihnen explizit diesen Titel trägt), entstanden in einem Zeitraum von fünf Jahren knapp um 1900 herum – eine reizvolle Programmidee, die eine Fülle herrlicher, wenig bekannter Musik erschließt und zudem Gelegenheit zu vielfältigen Vergleichen bietet. Alle drei Komponisten waren gleichzeitig als Instrumentalisten berühmt – d’Albert und Dohnányi als Pianisten und Enescu als Geiger. Letzterer beherrschte auch das Violoncello, doch seine Kollegen waren ebenfalls mit dem Instrument und seinen Möglichkeiten bestens vertraut, wie die wirkungsvolle Gestaltung des Soloparts und seine Einbettung in das Orchester in allen Fällen verrät. Alle drei Kompositionen sind einsätzig, lassen jedoch in unterschiedlichem Maße überkommene drei- oder viersätzige Formen durchschimmern. Am weitesten entfernt sich George Enescu in seiner weiträumigen Ausformung der Themen, seiner aparten Harmonik und der geradezu rhetorischen Verarbeitung des Materials seiner zweiteilig angelegten Sinfonia concertante von tradierten Mustern. Weitgehend romantischer Ausdrucksmittel bedient sich Eugen d’Albert, der in seinem dreiteilig nach dem klassischen Schema angelegten Konzert immer wieder dem Solocello die Holzbläser als Dialogpartner zugesellt. Diese präsentieren entgegen aller Gepflogenheit gleich zu Beginn das Hauptthema, von Arpeggios des Solisten sanft umspielt. Ein stürmisches, brillantes Finale beschließt das einprägsame Werk. Ernst von Dohnányis Konzertstück verbindet formale Abgerundetheit mit einer flüssigen, eleganten Schreibweise. Eingängige Melodik, ein wundervoll lyrischer, ausgesprochen dankbarer Solopart und eine feine, farbige Orchesterbehandlung charakterisieren dieses überaus ansprechende Werk. Alle drei Werke setzen auf poetischen Gehalt statt auf cellistischen Exhibitionismus, was der Solist Alban Gerhardt, der über einen berückenden Ton und makellose Technik verfügt, eindringlich zur Geltung bringt. Auch das Schottische BBC Orchester unter Carlos Kalmar vermeidet jedes Auftrumpfen und gestaltet seinen gleichberechtigten Part geschmeidig und sensibel.  

—Klassik Heute
 

Nicht immer besteht Grund zu Euphorie, wenn sich Interpreten einem Repertoire widmen, das im Konzertsaal oder auf Schallplatte kaum beachtet wird…Mit Pioniergeist allein ist einem Stück kaum gedient; es bleibt weiterhin vergessen. Beispiele dafür gibt es viele. Wenn allerdings ein Musiker vom Format Alban Gerhardts nach Repertoire-Nischen Ausschau hält, wie hier auf der ersten CD der Reihe „Das romantische Cellokonzert“ von Hyperion, weitet sich der Blick. Jetzt kann der Hörer neue Erfahrungen machen. Gerhardt, endlich bei einem Label fest unter Vertrag, hat sich in den vergangenen Jahren stringent in die Weltelite der Cellisten hinaufgearbeitet. Er bringt alles mit, was Cellospielen aufregend macht: einen anziehenden, vibrierenden Ton, profunde Musikalität und ein überlegenes technisches Können, das wirkliche gestalterische Freiheit ermöglicht. All das wirft Alban Gerhardt ejtzt bei Ernö Dohnányis Konzertstück, George Enescus „Symphonie concertante“ und Eugen d’Alberts Cellokonzert in die Waagschale…Ohne Satzpausen durchkomponiert, verlangen sie nach Gestaltung  in großen Zusammenhängen. Gerhardt hat diese Weitsicht, er weiß immer, was er tut, phrasiert auf den Punkt und ‚erklärt’ die Musik. Nur gut, dass er sich dabei auch auf Dirigent und Orchester verlassen kann. Alban Gerhardt wird in der Reihe „Das romantische Cellokonzert“ weitere Werke einspielen. Man darf gespannt sein.  

—Norbert Hornig, CD des Monats im Fonoforum, Dezember 2005
 

…Ernö Dohnányis zartes, pastellfarbenes Konzertstück macht den Auftakt… Ein raffiniertes Entrée wohl, aber satt wird man davon nicht. Das kommt dann im Hauptgang, in George Enescus Symphonie concertante, dessen leidenschaftlich-lyrische Melodien AlbanGerhardt nur so aus Hand und Bogen fließen…Ein Prachtwerk, prächtig gespielt! Eugen d’Alberts Cellokonzert bietet Alban Gerhardt noch einmal die Gelegenheit, seine Kunst unter Beweis zu stellen, hoch virtuos oder mit seelenvoller Hingabe zu spielen und dem Werk ein Maximum an Sinnlichkeit zu geben, was nur große und vertiefend interpretierende Musiker schaffen können.  

—Rémy Franck, Pizzicato, Dezember 2005
 

Mit tonlichem Raffinement unternimmt Cellist Alban Gerhardt eine Entdeckungsfahrt durch das klassizistisch-romantisch gebaute Konzertstück von Ernö Dohnányi. Lohnend die Wiederbegegnung mit Eugen d’Alberts Cellokonzert, das mit feinen Dialogen zwischen Gläsern und Solo aufwartet. Dass Gerhardt die Kunst des Leisen ebenso am Herzen liegt wie die fordernde Kraft in den Fortissimi, dafür bietet die folkloristisch kantig akzentuierte „Symphonie concertante“ George Enescus reichlich Virtuosenfutter. Prächtig ziehen die BBC Scottish Smyphoniker unter Carlos Kalmar mit.  

Egon Bezold, Stereo, Dezember 2005
 

Berlin (dpa) - Ernst von Dohnányi, George Enescu und Eugen d'Albert schufen ihre Cellokonzerte an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Als Musik zwischen den Zeiten stehen die drei Werke im Geist der Romantik, haben die Moderne aber schon im Blick. Für das britische Label Hyperion hat der in Berlin lebende Cellist Alban Gerhardt, einer der jungen Virtuosen seines Fachs, die elegant-elegischen Konzerte mit dem BBC Scottish Symphony Orchester.  

dpa, 4.Oktober 2006
 

Diese erste, von Hyperion den romantischen Cellokonzerten gewidmete Edition, ermöglicht es den exzellenten Solisten Alban Gerhardt in drei seltenen sehr interessanten Werken zu hören….Aufmerksam vom BBC Scottish Symphony unter der Leitung Carlos Kalmars begleitet, beweist der Solist seltene Musikalität und Rafinesse. Im d’Albert-Konzert beweist er mehr Eleganz als Lynn Harrell (Decca), während es bei Enescus brillianter und farbenreicher Sinfonia Concertante überhaupt keine Konkurrenz für ihn gibt. Das gleiche gilt für das Konzertstück von Dohnányi, in dem er konzeptionell klassischer als Janos Starker bleibt.  

—Michel Le Naour, La Monde de la Musique, Oktober 2005
 

Wie man es mittlerweile von ihm gewohnt ist, hat Alban Gerhardt diese CD mit wenig bekanntem Repertoire mit vollkommener Virtuosität und Stil herausgegeben. Die spiccato Tonleiterpassagen, die Enescus Symphonie concertante würzen, klingen einfach brilliant. Aber es ist nicht nur technischer Schwung der sein Spiel auszeichnet, sondern er formt das lyrische und unerschütterlich romantische melodische Material im Dohnányi mit vollblütiger Intensität…“

—Joanne Talbot, Strad Magazin, November 2005
 

Der erste Celloeinsatz gibt sofort jeder zartbesaiteten Seele genügend Gründe über Hyperions neueste „romantische“ Reihe zu frohlocken. Die erste Ausgabe beeinhaltet drei einsätzige Werke der Jahrhundertwerke, liebevoll von Alban Gerhardt, BBC Scottish Symphony und Carlos Kalmar umsorgt…  

—Geoff Brown, The Times, 3. September 2005
 
Es wäre schwer eine verführerische Repertoirewahl für das erste Volumen von Hyperions äußerst wagemutiger „Romantic Cello Concerto Series“ als die drei prächtigen hier angebotenen Kompositionen aus dem 19.Jahrhundert zu finden….Für Dohnányis Konzertstück traten auf CD zuvor Janos Starker, Raphael Wallfisch und Maria Kliegel  ein. Gerhardt’s hitzig aufgenommene Aufführung erhebt den Anspruch die überzeugendste von allen zu sein, nicht zuletzt wegen der Leidenschaft und der Sensibilität seines Spiels… Wiederum entledigt sich Gerhardt seiner Aufgabe bewundernswert (d’Albert-Konzert),  läßt die technischen Hürden des Finals leicht erscheinen, und die Interaktion zwischen Solist und Orchester ist erster Klasse. Subtiler und emotional schwerer zu fassen als die zwei anderen Werke wird Enescus Symphonie concertante mit der größtmöglichen Überzeugung von Gerhardt und Kalmar entworfen und stellt den passenden Höhepunkt zu eine völlig fesselnden Neuerscheinung dar.  
—Erik Levi, BBC Music Magazin, September 2005
 

Diese drei innerhalb weniger Jahre komponierte Werke passen sehr gut zusammen… Alban Gerhardt is ein großartiger Solist, der mit glühendem Ton, exzellenter Intonation und einer willkommenen Abwesenheit von Keuchen und Knirschen spielt… Die zwei Männer musizieren wunderschön zusammen…Enescus Symphonie concertante verrät vom ersten Akkord an eine frische neue musikalische Stimme… Auch hier zeigt sich Gerhardts Spiel der Lage gewachsen, enthüllt die imponierende Fähigkeit Enescus lange und zähe Abschnitte eindrucksvoll zu phrasieren. Ideal ausbalancierter Klang und der typisch sichere Begleitung runden eine prächtige Neuerscheinung ab. We können nur eifrig auf mehr warten.  

—David Hurwitz, Classics Today, 21.November 2005
 

…Es gibt wenig aktuelle Konkurrenz auf CD und abgesehen von zwei Aufnahmen des Dohnányi ist das, was vorhanden ist, nicht besonders verlockend. Aber selbst wenn diese Werke so beliebt wie der gleichaltrige Don Quixotte wären, Alban Gerhardt’s leichtfingerige und vorwärtsstrebende (aber niemals drängelnde) Interpretation - elegant im Klang, beredsam in er Phrasierung, geschickt im Rhythmus – würde ob ihrer Frische und ihres offensichtlichen Enthusiasmus für die Musik herausragen. Orchesterbegleitung und die Technik sind exzellent…Eine verheißungsvolle Neuerscheinung.  

—International Record Review, Peter J. Rabinowitz, November 2005
 

…Alban Gerhardt, einer der besten Cellisten der jüngeren Generation, spielt hier mit großer Bandbreite von Klang und Dynamik und verkörpert als auch erleuchtet die drei vorliegenden Werke…Gerhardt ist wirklich in der Musik drin und zärtlich mitteilsam – ein beachtliches Kunststück unter Aufnahmebedingungen….Diese schöne Sammlung von Werken, die alle durchkomponiert und innerhalb von fünf Jahren geschrieben sind, ist wirklich der Segen des Grammphons – dies sind Konzertsaalraritäten und können nun zu jeder Zeit angehört werden….  

—Colin Anderson, Classical Source.com, September 9, 2005
 

…Aber der Edelstein der Neuerscheinung kommt mit Enescus Symphonie concertante, die den Solisten über das Instrument in einer fabelhaften Ausstellung von Virtuosität huschen läßt. Der unglaublich begabte junge Alban Gerhardt tanzt durch diese technischen Hürden mit Leichtigkeit und bewegt sich in den samtenen langsamen Sätzen mit höchst elegantem Spiel. Phänomenale Unterstützung von der BBC Scottisch Symphony.  

—Yorkshire Post, 23.September 2005
 

…Alban Gerhardt ist ein gewandter Cellist mit gutem Auge und offenem Herzen für diese schöne Musik. Sein Ton singt, lacht und klagt, seine Technik bietet ihm alle Möglichkeiten, in aller Freiheit zu musizieren. Er ist in der Lage, die ganze Tiefe dieser Musik voll auszuschöpfen. Kurzum, er besitzt genug Souveränität die Musik sprechen zu lassen und die Zuhörer zu fesseln. Er bildet eine inspirierende Einheit mit dem BBC Symphony…  

—Luister, Dezember 2005/Januar 2006
 

...Alban Gerhardt macht mit seinem grossen, warmen Ton, seinen gesungenen, langen Linien, aber auch mit seiner bestechenden Virtuosität grossen Eindruck. Nehmen Sie den wirbelnden letzten Satz von Enesco’s Symphonie Concertante: das ist wahrlich eine Kaskade, nein ein Tsunami schneller Figuren. Aber sie stellen Gerhardt vor keinerlei Problem, für diesen Berliner Cellisten ist keine Welle zu hoch…  

—Frits de Haan, Klassieke Zaken, Oktober 2005
 

…Etwas Besonderes ist George Enescu’s Symponie Concertante in jedem Fall, wobei auffällt, dass er vor allem die höheren Register des Cellos benützt. Dieses Konzert stellt die höchsten Ansprüche aller drei Werke dieser CD, sowohl an den Solisten als auch an das Orchester, und wir können nur dankbar sein, dass Alban Gerhardt in jeder Hinsicht seiner Aufgabe mehr als gewachsen ist. Sein Spiel ist virtuos und voller Gefühl, und die Begleitung praktisch einwandfrei…  

—Ilja Nieuwland, Weekly, Oktober 2005